Zu viele Einsatzkräfte an der Einsatzstelle?

Im Forum der Schwäbischen Zeitung wurde nach einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Bingen und Sigmaringen (Baden-Württemberg) darüber diskutiert, ob die Anzahl der Einsatzkräfte übertrieben hoch oder angemessen war. Die Feuerwehren wurden zu einem Bahnunfall mit einem Traktor nach Hitzkofen alarmiert.

feuerwehr2Am 21.02.13 rammte ein Güterzug einen abgestellten Traktor auf den Gleisen, der einen LKW abschleppen wollte. Auf Grund der Lagemeldung alarmierte die Leitstelle nach dem Stichwort Bahnunfall mit Personenschaden. Neben 30 Einsatzkräften der FF Bingen und neun Kameraden der FF Sigmaringen kamen vier Polizeibeamte, fünf Notfallseelsorger, sechs Rettungsdienstmitarbeiter und ein Notarzt. Macht zusammen 50 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Die Einsatzkräfte mussten letztendlich nur ausgelaufene Kraftstoffe binden und absperren. Personen kamen nicht zu Schaden. Bilder zu dem Einsatz könnt ihr auf der Website der FF Bingen sehen.

Bei der Alarmierung eines Einsatzes hängt es von verschiedenen Faktoren ab, nach denen die Alarmierung erfolgt. Die Feuerwehren arbeiten mit Alarmstichwörtern. Wird, wie bei dem Einsatz in Hitzkofen, gemeldet das Personen eingeklemmt sind, werden von Anfang an mehr Einsatzkräfte alarmiert.

Die Kosten für den Einsatz belaufen sich auf € 1.100 für die Feuerwehr, € 2.000 Sachschaden an der Lok und € 3.000 Schaden am Traktor. Die Kritik geht gegen die Feuerwehr. Zu viele Einsatzkräfte vor Ort sorgen für unnötig hohe Kosten. Äußerungen, ob denn so viel Kräfte nötig seien wurden laut. Bürgermeister Jochen Fetzer sagte, dass in einer Notsituation alles ganz schnell gehen müsse, da sei keine Zeit, um das eine oder andere zu hinterfragen und stellt sich damit auf die Seite derer, die solche Großeinsätze befürworten.

Anzeige

Was haltet ihr von der Kritik gegen die Feuerwehr, dass „unnötige“ Einsatzkräfte vor Ort waren und dadurch die Kosten höher waren? Lieber nach dem Motto „Weniger ist mehr“ oder je mehr desto besser?

 

30 Kommentare zu Zu viele Einsatzkräfte an der Einsatzstelle?

  1. Habe das schon bei Retter.tv geschrieben.
    Niemand weiß wer wie den Einsatz gemeldet hat. Bevor Kritik geübt wird, warum bei einer Katastrophe nicht schnell genug ausreichend Kräfte vor Ort waren, finde ich es besser, eine Art „Großalarm“ auszulösen. Ob das mit den Notfallseelsorgern nötig war lassen wir im Raum stehen.
    Schade, das man sich immer rechtfertigen muss, ob man nun zu spät war, zu früh war, den Eigenschutz vor Menschen/Tierrettung stellt, ob man zu viele oder zu wenige Kräfte vor Ort hatte… Sehr schade, dass das Ehrenamt so behandelt wird!

  2. In der heutigen Zeit sollte man doch froh sein, wenn überhaupt
    noch Feuerwehrleute kommen. Lieber zu viel als zu wenig.
    Das ist meine Meinung! Wäre die Feuerwehr in diesem Fall zu spät oder mit
    zu wenig Personal eingetroffen, wäre die Kritik ebenfalls da gewesen.

    Manche leute sollten sich einfach mal überlegen, was sie von sich geben.

  3. Ich bin Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr in einem kleinen Örtchen. Und ich muss sagen, dass ich nicht versteh, wieso sich da so aufgeregt wird.
    Ich mein, wir wissen, bis wir bei der E-Stelle sind doch auch nicht, was genau los ist.
    Wenn die Alarmierung durchgeht, wird eben das rausgeschickt, was man zur Verfügung hat.
    Selbst wenn man mit 50 Leuten am Einsatzort ist und nur 5 Leute was machen müssen.
    Angenommen bei einem VU. Wer kann sagen, ob nicht vielleicht noch ein weiterer PKW oder
    gar ein LKW reinrauscht?
    Von daher bin ich ganz klar der Meinung, je mehr desto besser. Schließlich weiß man nie, was an der E-Stelle alles passiern kann.

  4. Kritik kommt leider immer von den Leuten, die keine Ahnung haben. Egal ob man nun zu wenig oder zu viele Kräfte alamiert, gemeckert wird eh, nur bei einem großen Kräfteansatz ist man auf der sicheren Seite also lieber 3x zu viele alamieren als 1x zu wenig.

  5. Ich bin der Meinung:
    Sicherheit geht vor Kosteneffizienz,heimschicken ist einfacher als nachalamieren.

  6. Also ich finde die Anschuldigungen völlig schwachsinnig.
    Die Alarmstichworte und dann kommt noch ein Bahnunfall dazu, da kann man nie im Voraus wissen was Passiert ist. Dann lieber zu viel als zu wenig.
    Ehrlich gesagt wird es doch immer gemeckert, mal sind es zu viele Mal sind es zu wenig.

  7. Meine Meinung dazu ist, dass bei der mehr oder weniger unklaren Lage, es sehr wohl berechtigt war so viele Einsatzkräfte zu alamieren, denn es hätten ja auch mehrere Personen verletzt werden können. Desweiteren war auch nciht bekannt dass es sich um einen Traktor handelte, es hätte sich ja auch um einen Bus handeln können, wo man höchstwahrscheinlcih sehr viele Verletzte hat. Also war einfach die Lage zu unklar, wäre diese klarer gewesen wäre diese Kritik gerechtfertigt gewesen, aber bei dieser Lage ist Kritik nicht angemessen.

    LG Nico

  8. Wäre mal echt interessant, die Kirtiker namentlich und ihre ehrenamtlichen unbezahlten Engagement zu kennen.

  9. Hans-Jürgen // 2. März 2013 um 12:50 // Antworten

    Die Diskussion ist bei solchem Notruf völlig überflüssig ! lieber gleich mehr Einsatzkräfte alarmieren als später nachalamieren . Das ist doch verlorene Zeit die Menschenleben kosten kann ! Die Diskussion über Zweckmäßig oder nicht ist in meinen Augen völlig umsonnst .
    das sind wieder die Nebendstehenden die vom Rettungsdienst , Feuerwehr usw. keine Ahnung haben.

  10. Es ist es nicht wert, über so ein Thema überhaupt zu schreiben…. Hier sollte einfach der KBM oder EL mal richtig auf den Tisch haun und den Kumpels den Kopf waschen die so was von sich geben. Und im übrigen ist das keine Kritik sondern einfach nur lächerlich….

  11. Man weiß ja nicht was gemeldet wurde…
    Wenn bei mir einer anriefe: EIn Zug hat hier einen Traktor gerrammt, dann geht bei mir auch die große Nummer, denn nehmen wir mal an es wäre ein Personenzug, der kippt bei der Sache… Alles weitere kann man sich ausmalen und eine Nachalarmierung wäre wahrscheinlich.
    Die Notfallseelsorger bei Bahnunfällen sind inzwischen – Gott sei Dank – obligatorisch. Denn die sind für uns da. EIn Bahnunfall, das wissen die meisten von uns, kann übel aussehen und das einsammeln von „Resten“ kann belastend sein. Dafür sind die Jungs da und dafür werden sie auch alarmiert.
    Die nichtbenötigten Kameraden dann wieder abrücken zu lassen ist klar. Und diese werden dann anch der ersten halben Stunde nicht mehr berechnet.
    Ergo sieht die Sache erstmal korrekt abgelaufen und nach Volksverhetzung durch die liebe Presse aus.

  12. Ich finde in einer Notsituation un bei einer solchen Meldung sollte alles was verfügbar ist alarmiert werden bis die Situation klar ist und dann kann man immer noch entscheiden am Einsatzort ob es zu viele Einsatzkräfte sind

  13. Ich halte diese Kritik für völligen Schwachsinn.
    Sollen sich doch diese Kritisierer einmalselbst in einer Leitstelle ans 112 Telefon setzen und einen Notruf engegennehmen.
    Hier muß innerhalb von wenigen Sekunden entschieden werden, wieviele und welche Kräfte alarmiert werden.
    Laß da einmal 2 verletzte Personen dabei sein und der Disponent schickt nur eine Feuerwehr mit Ölbindemittel und sonst nichts, dann kommen die selben Deppen (Kritisierer) wieder und meckern.
    Mein Fazit lautet: Lieber sind 20 Helfer zuviel an der Einsatzstelle als einer zuwenig.
    Viele Grüße aus Oberbayern an alle Helfer und Disponenten

  14. Ich finde es schon fast eine frechheit einer FREIWILLIGEN Feuerwehr vorzuwerfen es wären zu viele Einstzkräfte beim Einsatz. Ich möchte jetz nicht meine vorredner zittieren, von wegen meldung usw da ich der selben ansicht bin. Angesichts der tatsache das immer mehr Freiwillige Feuerwehren Personalprobleme haben Müsste man der feuerwehr Bingen hier eher ein kompliment aussprechen!! Die Liebe Presse sollte sich lieber mal damit beschäftigen FÜR die freiwilligen zu sprechen und nicht damit diesen vorzuwerfen es wären zu viele leute…. O.o

  15. Je nachdem was an die Leitstelle gemeldet wird arbeiten die Mitarbeiter mit Stichworten, die bestimmte Einsatzkräfte alarmiert werden. Das können mal zu viel, oder auch zu wenig sein.
    Der Einsatzleiter vor Ort entscheidet dann, ob nachalarmiert wird.
    Es gab in unserem Ort auch mal Alarmstichwort: Ölspur, am Einsatzort zeigte sich, dass detr PKW über einem Schacht abzustürzen drohte. In diesem Fall wurde dann mehr Personal gebraucht, als vorher angenommen.

  16. Sollen wir in Zukunft vieleicht mal einen zum gucken voraus schicken ?? So ein Blödsinn !! Wenn ein Bahnunfall gemeldet ist weiß man ja nicht oft Passagiere betroffen ist, also alle raus was da ist. Nur wenn immer an den Feuerwehren rumgemekert wird, wird auch bald niemand mehr da sein. Also Kritiker überlegt Euch das mal.

  17. Wenn man die Sache mal durchrechnet, war dies durchaus indiziert:

    Einsatzszenario: (Güterzug)Zug vs. Fahrzeug (Landwirtschaftsmaschine)

    Je nachdem, wie detailiert die Notfallmeldung war, wäre für mich (vom Schreibtisch aus) folgende Lage(n) denkbar:

    -P klemm (mehrere)
    -P unter …
    -P verletzt (keine technische Rettung erforderlich)
    -zudem noch auslaufende Betriebsstoffe und störende Gaffer

    Das „Gau“- Szenario wäre der entgleiste Güterzug mit Gefahrgut… war hier ja zum Glück nicht der Fall.

    Den Personenschaden würde ich mindestens auf 2-5 Personen kalkulieren (Lokführer, Landwirt, ggf. weitere Personen (Fahrgast/ weitere Personen vom Traktor, Umstehende etc.)

    Als EL hätte ich da gerne folgende Kräfte im Erstangriff:

    Feuerwehr:

    -Einsatzleitung (1/0/3=4)
    -2 HLF (0/1/5=6 x 2=12)
    -1 RW (0/1/2=3)

    Zudem die nächstgelegene (Dorf)Feuerwehr

    dh. zusätzlich noch ggf.

    -z.B. LF 10/6 (0/1/8=9)
    -z.B. TSF-W (0/1/5=6)

    Rettungsdienst:

    -3 RTW (0/1/1=2 x 3=6)
    -1 NEF (0/1/1=2)

    Je nach regionaler AAO ggf. noch OrgL RD

    Sonstige Kräfte:

    -Notfallmanager Bahn (1 Einsatzkraft)
    -Pol (k.A. mit welchen Angebot die auffahren bei entsprechendem Stichwort, würde da aber mal mit 2-4 FuStW rechnen)

    Ob die NFS standardmäßig beim Bahnunfall alarmiert werden sollte, lass ich jedem freigestellt, ich würde sie für die „erste Welle“ nicht mit vorsehen.

    Macht also zusammen laut meiner Rechnung ca. 50 Einsatzkräfte.

    Man darf den Faktor nicht vergessen, dass man bei einer FFw nicht weiß, wie viele FM(SB) zeitnah zur Verfügung stehen, wenn der Melder bimmelt.

    Also m.M.n. ist die alarmierung von „zu vielen“ Kräften nicht verwerflich.

    Viele Grüße

    Max

  18. Also meiner Meinung nach war das Alarmstichwort ,,Bahnunfall“ völlig berechtigt. Keiner wusste genau, was los war. Es hätten ja auch Personen im Zug beispielsweise verletzt worden sein oder Personen, die sich am Traktor befanden, vom Zug erfasst worden sein. So wäre auch der Einsatz der Notfallseelsorger völlig berechtigt gewesen.

    Meiner Meinung nach werden hier die Ehrenamtlichen bzw. die Hauptamtlichen Einsatzkräfte als Sündenböcke benutzt, was ich eine ziemliche Sauerei finde. Ist wie mit dem Wohnhausbrand in Saarbrücken, wo 4 kinder starben und die eltern der BF Saarbrücken die Schuld gab. Wer geht denn bitte ohne seine Kinder aus dem BRENNENDEN Haus ??? aber das is ein anderes Thema…

    Gruß
    Spurki

  19. Wird ein neues Rathaus etc. gebaut,spielen 1000 Euro hin-oder her keine Rolle,aber an Rettungskräften soll dann immer gespart werden. Sollen doch die Leute die kritisieren mal in ein Unglück verwickelt sein (ich wünsche es niemandem), dann wären sie sicherlich über jeden froh der ehrenamtlich oder Hauptamtlich zur Hilfe kommt.

  20. das ist doch bei den meisten Einsätzen so – sehe ich aus eigener Erfahrung so: ein paar wenige – 8 oder 10 – machen efektiv was, und der Großteil steht nur rum und schaut eine weile zu, und rücken schließlich wieder ab, ohne irgend etwas sinnvolles getan zu haben. Man könnte sicher das ganze effektiver organisieren, es müssen nicht 50 Mann ausrücken, um einen Ölfleck zu beseitigen, damit machen wir uns einfach lächerlich in der Öffentlichkeit. Nachalamieren kann man ja immer noch, Verstärkung ist dann auch in 5 Minuten da!

  21. „Nachalamieren kann man ja immer noch, Verstärkung ist dann auch in 5 Minuten da!“

    5 Minuten wären selbst mit BF sehr hochgegriffen. 10 Minuten sind m.M.n. da realistischer.

    Bei entsprechenden Lagen kann man durchaus froh sein, wenn viele Kräfte auf dem Anmarsch sind.

    VU Bahn ist da so ein Meldebild. Da halte ich durchaus mehrere (H)LF’s + RW + RD + EL durchaus für angebracht.

  22. Ich sehe das genauso wie die meisten hier schon beschrieben haben.

    @Hausl: Bist du Mitglied einer Hilfsorganisation wie Feuerwehr, EA HVO, oder THW?

    Deine Aussage Nachalarmieren kann man immer noch Verstärkung ist in 5 min da, ist Nett Formuliert „nicht richtig“. Diese Aussage zeigt mir das du von der Materie wohl nicht viel Ahnung hast.

    Das schaft nicht einmal eine Stadt mit Berufsfeuerwehr, in dem Moment wo der ersteintreffende Gruppenführer eines FW-Fahrzeuges Verstärkung anfordert, benötigt dies als BF 1-2 Min zum ausrücken + Fahrtzeit bei 3-4min Anfahrt das entspricht ca 3-4 km Fahrstrecke innerhalb Ortes mit normalem Verkehr, für einen Rüstzug einer BF-Wache.
    Weitere Fahrzeuge/Sonderfahrzeuge benötigen mehr Zeit da die evtl.von anderen weiter entfernten Wachen kommen.

    Bei einer freiw. Feuerwehr benötigen das erste Nachalarmierte Fahrzeuge mind. 5 Minuten bis die Ausrücken ( FW-Kameraden müsen erstmal von zuhause oder Arbeitsplatz zum FW-Stützpunkt fahren) + Anfahrtzeit.
    In ländlichen Regionen dauert es dann noch länger, die Hilfsrfrist eines Rüstwagens z.b. in Baden Württemberg beträgt 25 Min eines Gerätewagen Gefahrgut 30 min.

    Ein Bahnunfall bei dem nur eine Öllache abgebunden werden muss ist ein anderes Kaliber als ein gemeldeter ÖLfleck unter PKW.
    Der Leitstellendisponet der den Notruf entgegen nimmt muss sich meist mit Laien oder per Handy anrufende Fahrer aus PKW herumschlagen die „Was gesehen“ haben aber doch nicht so genau.
    Ich erlebe es täglich im Rettungsdienst (bin RA beim DRK, GF in einer FFW)) wie oft zum RTW ein Notarzt mitgeschickt wird. Würde man dies mal genau auswerten wäre der sicher bei 1/3 der Notarzteinsätze nicht notwendig. Aber bei Thoraxschmerzen sieht es nun halt mal nach Herzinfarkt aus obwohl es man später in der Klinik feststellt das es eine Refluxösophagittis war dies keine NA indikation darstellt.

    Fazit, je mehr Infos ein Disponent der Leitstelle hat desto genauer kann er Resourcen nach AAO alarmieren. Hat er außer Bahnunfall keine weiteren Angaben muss nach AAO nun halt mal so verfahren werden wie geschehen.

  23. Kenner des Reisbärn // 2. März 2013 um 22:35 // Antworten

    Angemessene Kräfte-Zahlen haben ja schon andere Leute über mir berechnet.
    Das reicht für Standard-Einsätze aus für „Gefahrgut LKW von überfüllten Regional Express getroffen“ kann man dann noch mal eine 0 hinter der Kräftezahl machen, das wäre dann wiederum zu viel Aufwand.

    „Information an alle anfahrenden Kräfte Einsatz XY: Keine weiteren Kräfte erforderlich!“
    So sollte das doch laufen.

  24. Hallo allerseits,

    Kurze Frage:
    Bin mir nicht 100%ig sicher, vielleicht weiß es jemand:
    Bei uns in der VG werden nur die „tatsächlich eingesetzten Kräfte“ zur Berechnung der Kosten berücksichtigt.

    Heißt: 10 Fahrzeuge+Mannschaft alarmiert, nur 2 Fahrzeuge mit der entsprechenden Mannschaft benötigt um den Einsatz abzuwickeln => 2 Fahrzeuge+Mannschaft für die Einsatzzeit berechnet.

    Sicher ist das dem Träger der Feuerwehr überlassen, aber doch mehr als sinnvoll. Damit geht man solchen Diskussionen aus dem Weg.

    Wird das bei anderen nicht so gehendhabt?

    Viele Grüße und schönen Sonntag,
    Carsten

  25. Hallo,

    Ich leider nochmal, vielleicht noch als Ergänzungs-/Verständnisfrage:
    was haben die ganzen Einsatzkräfte zwei Stunden lang dort gemacht?
    Im Bericht der Feuerwehr Bingen lese ich „Sicherungsmaßnahmen, Binden von Öl, Ausleuchten der Einsatzstelle“ und zu meiner Verwunderung „Traktor geborgen“… Ist die Feuerwehr in dem Bundesland für so etwas zuständig?

    Hier vielleicht auch nochmal zum Vergleich:
    Bei uns wäre die Einsatzstelle nach Binden der Betriebsmittel und wenn keine weitere Gefahr mehr besteht ganz sicher an Besitzer/Verwantwortlichen übergeben worden. Für Bergung ist die Feuerwehr nicht zuständig, das haben entsprechende Firmen zu erledigen.

    Nochmals viele Grüße,
    Carsten

  26. Kenner des Reisbärn // 3. März 2013 um 10:44 // Antworten

    Richtig Carsten, sofern das zuständige Bergungsunternehmen (Wird bei uns wohl für einen Bereich und Zeitraum ausgeschrieben) in der Lage ist das Fahrzeug zu bergen machen die das auch. Und die haben (bei uns) bessere Bergemöglichkeiten.

    Wenn hier vielleicht nur ein Standard Abschlepper kam, muss die Feuerwehr vielleicht doch tätig werden 😉

    Generell kenn ich es auch nur so das schnellstmöglich alles einrückt, sobald Absperrmaterial wieder auf dem Fahrzeug ist. Heist es bleibt meist ein LF mit 2 Leuten vor Ort, die aufpassen das unsere Blitzleuchten nicht den Besitzer wechseln.

    Zu der Abrechnungsmethode: Es wird abgerechnet was an Kosten entstanden ist. Bei der BMA würde ja sonst nur 1 ELW abgerechnet obwohl ein kompletter Löschzug vor den Toren steht. Bei den Zahlenden kann man anhand der Meldung und der AAO nachweisen das man der Lage angemessen gehandelt hat. Das die Meldung falsch ist weis die Feuerwehr ja auch erst wenn sie da ist.

  27. Als jemand aus einer ländlichen Region mit Tagesalarmkonzept bei dem man froh seien muss wenn an Werktagen innerhalb der Hilfsfrist eine komplette Gruppe ausrückt, kann ich zu der vorgebrachten Kritik nur sagen: Lächerlich!

  28. Ich kenne auch so etwas aus eigener Erfahrung bei uns in der Freiwilligen Feuerwehr Haddenhausen wird auch oft über uns gemeckert. Wir hatten mal einen Brandeinsatz bei dem wurde die Nachalermierung unseres Zugführers hinterfragt beim Chef der BF (der noch gar nicht am einsatzort war) gefragt ob er (also der disponent) die Alarmstufe erhöhen darf, dass hat zeit gekostet unser Glück war ,dass das Haus leer stand und zu dem zeitpunkt niemand im haus war wer weiss was sonst passiert wäre wenn jemand noch im haus gewesen wäre.Also das war eine unferschämtheit,oder wie seht ihr das? und hinterher wird im einsatz bericht nicht mal erwent das wir die ersten am einsatzort waren noch vor der BF und das war bisher immer so.Denn da war es so das wir zu wenig waren als zu viel.

  29. Ich finde es durch aus angebracht das Personalmanagment mehr in den Fokus zurücken. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen ist wehniger oft mehr. Es bietet sich an bei unklaren Lagen, die in eine Großschadenereigniss oder zu mindest eine MANV Lage münden zwar nach AAO viele Einsatzkräfte zualarmieren, diese aber erst einem Bereitstellungsraum zu zuführen. Also erst einmal gucken Fahren, im bereich der FF hat sich das System des Brandmeister vom Dienst (BvD) erfolgreich etabliert. Dieser fährt direkt die Einsatzstelle an ohne den Umweg über die Wache machen zu müssen. Ein klarer Zeitvorteil.
    Es gibt in den meinsten AAO definierte Fachzüge, z.b. Bahnerden, Personalreserve etc. diese Sollten bei obiger Lage gemäß AAO danna uch alamiert werden, aber nicht direkt an die Einsatzstelle anfahren.
    Ein Löschzug, bzw. der TH Zug des nächsten Feuerwehrstütz oder Schwerpunkt (Niedersachen) zusätzlich der Ortsfeuerwehr sind bei jeder Lage für mich vorerst ausreichend. Es ergibt rechnerisch 1/3/18 Löschzug + 1/8 (5) TSF Gruppe oder Staffel der Ortswehr. Das sind schon ganz schön viele Einsatzkräfte und hier sind die Einheiten des Rettungsdienst noch aussen vor.

    Gerade bei Lagen im oder am Gleis ist von einer sehr engen Einsatzstelle und begrenzeten Stellflächen aus zugehen. Entweder befindet sich die Bahnlinie im umbauten Gebiet oder auf der freienfläche mit engen oder garkeinen Zufahrtmöglichkeiten.
    Das vollstellen der Einsatzstelle mit Mann und Material gefährdert insbesondere den Abtransport verletzter durch den Rettungsdienst, da dieser in der Regel ersteintreffend ist und daher sehr weit vorne an der Einsatzstelle befindet.
    Es ergeben sich aber auch Gefahren im Bereich der Arbeitssicherheit durch viel Personal, welches aufgrund mangelder Aufgabe unkonzentriet, gelangweilt ist steigt die Unfallgefahr.
    Besonders fällt dies bei VU mit eingeklemmter Person auf, es befinden sich zuviele Leute im Arbeits- Gefahrenbereich oder der Materialablage, die definitiv ausser Gucken nichts zutun haben. Hier ergeben sich sehr viele Unfallrisiken, auch für den Patienten! Denkt mal darüber nach, was alles durch stolpern, stürzen oder anderen Unfällen in einer engen Einsatzstelle mit schwer traumatisierten Patienten passieren kann.

    Die Einsatzstelle wird unübersichtlich und kann den Führungsdienst irretiern und ablenken. Ein gezielter und effektiver Einsatz von Kräften wird erschwärt, man neigt dazu nicht orginäre Aufgaben zu vergeben, damit überhaupt etwas zutun ist, wie Verkehrsleitung (in NDS verboten) oder Dinge die in den Bereich der Privatwirschaft fallen Öl beseitigung, aufräumen ohne das Gefahr im verzug etc.

    Auch wirkt das aufschlagen einer großen Menge an Einsatzeinheiten auf unbeteiligte erschlagend und beängstigend. Die Bevölkerung wird irretiert und wundert sich über „tausend hilflose Wichte“ die rum stehen und in die Luft gucken (ist jetzt nicht auf das THW bezogen 😉 )

    Den wirschaftlichen Aspekt lasse ich mal komplett aussen vor, aber auch hier gilt das: „lieber einmal zuviel als zuwehning“ nicht immer die richtige Entscheidung sein kann.

    Gruß Fabian, Hauptamtlicher RettAss, öffent. bestellter OrgL sowie HFM einer Schwerpunktfeuerwehr (>300 Alarmierungen/ Jahr).

  30. Wir hatten mal eine Alarmierung „Unfall Reisebus auf der Autobahn“ Es hieß der Bus ist von der Fahrbahn abgekommen. Das an einem Samstag Vormittag zu Beginn der Sommerferien auf einer Autobahn in Richtung Ostsee! Schnelle Entscheidung Kat. Schutz fliegt mit raus. Die Gruppen Sichtung/Behandlung und Technik wollten den Tag eh üben und waren bei Alarmeingang schon ab fahrbereit. Transportgruppe wurde nach alarmiert. Auf dem Weg (ca. 20km) kam die Meldung, das der Unfall ohne Verletzte war. Der Bus sollte nach Polen überführt werden und der Fahrer hatte sich nicht verletzt. Der Kat.-Schutz wurde zum Schluss dann in der Stau Betreuung eingesetzt. Nach 5h war die Sache dann vorbei und auch eine Art von Übung. Gerade bei solchen Stichworten wie Bus oder Zugunfall finde ich es gut wenn alles raus fliegt. Unterwegs abbrechen kann man immer noch, Nachalarmierung kostet Zeit und im schlimmsten Fall Menschenleben.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*