Feuerwehr Nachwuchswerbung – So erreicht man 60% der Jugendlichen in seiner Stadt

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Na, eine rechte gewagte Aussage die ich da in der Überschrift gewählt habe. Aber das ist wirklich möglich. Es geht auch nicht mit herkömmlichen Mitteln und man muss etwas Geld in die Hand und Kreativität in den Kopf nehmen.

Feuerwehren die schließen,  Tagesalarme die kaum noch bewältigt werden können all das sind die größten Probleme der deutschen Feuerwehren. Allerdings schauen die Gegenmaßnahmen oft spärlich aus und sie dürfen wenn dann auch nix kosten.

Ganz ehrlich, wer in der heutigen Zeit davon ausgeht, dass man mit 0 Euro Budget das Steuer noch rumreißen kann, wird wohl nicht weit kommen. Ja Werbung kostet Geld, aber es ist ja auch sinnvoll investiert. Wenn die Stadt aus Mangel ein freiwilligen Kräften irgendwann mal einen Hauptamtliche Wache hinstellen muss, dann wären € 10.000 Marketingausgaben wohl das kleinste Übel.

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Und wie erreicht man das jetzt? Mit Facebook, 1 Stunde Arbeit und 0,15 Cent für jeden Interessierten der auf die Feuerwehrseite kommt.

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So könnte Online Werbung bei Facebook aussehen

Facebook ist ein soziales Netzwerk, sprich ein Internetportal wo Leute miteinander chatten können, Bilder hochladen und über Gott und die Welt reden. Diese Plattform hat in Deutschland alleine 5 Mio. Mitglieder die ständig mehr werden. Durch gezielte Werbung ist es nun möglich genau die Zielgruppe anzusprechen die man braucht, nämlich junge Leute in seiner Stadt.

Und das tolle daran, mann kann mit ein wenig Aufwand und Kosten wirklich viele junge Leute ansprechen. Um mal ein Gefühl zu vermitteln habe ich mir mal drei Städte von den Zahlen her genauer angeschaut. Und das Ergebnis ist schon sehr bemerkenswert.

Die Tabelle ist wie folgt aufgebaut: Insgesamt stellt die komplette Einwohnerzahl der Stadt. Von 13 – 30 (Jahre) sind nach statistischen Erhebungen die Einwohner in diesem Alter (teilweise von mir hochgerechnet). Facebook ist die Zahl der Mitglieder im Netzwerk die im Alter zwischen 13 und 30 Jahren sind und die Stadt als Wohnort angegeben haben.

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Im Schnitt lagen wir bei den drei Städten Münster, München und Kempten bei knapp 62%. Der Preis pro Klick (nur der kostet etwas) liegt bei ca. 15 Cent. Ihr könnte auch ja mal ausrechen wie Aufwand und Kosten aussehen wenn man das ganze als Briefaktion gestalten würde, da liegt man alleine mit dem Porto schon beim dreifachen.

Man darf natürlich nicht vergessen, dass auch die Zielseite entsprechend gestaltet werden muss wo dann die Interessenten hingeleitet werden, denn einfach nur auf die Startseite der Feuerwehrhomepage schicken, wird wohl keinen großen Effekt haben.

Einstellmöglichkeiten bei Facebook

Einstellmöglichkeiten bei Facebook

Ich hätte mal Lust so eine Kampagen im Feuerwehrbereich auszuprobieren. Evtl. gibts ja auch eine Feuerwehr die so etwas mal machen möchte. Ich unterstütze auch gerne wenns um die Erstellung der Werbung, der Zielseite und das Controlling der Kampagne geht. Einziger Haken, es gehen nur mit Städte ab ca. 40.000 Einwohner da nur die bei Facebook gefiltert werden können. Auch gibt es einige Städte wo sich eine Werbekampagne auf Facebook nicht lohnt da zu wenig Mitglieder angemeldet sind.

Wie siehts bei Euch aus? Was haltet Ihr von der Idee das Internet zu nutzen um zukünftig viel günstigere Nachwuchswerbung zu machen?

9 Kommentare zu Feuerwehr Nachwuchswerbung – So erreicht man 60% der Jugendlichen in seiner Stadt

  1. Grundsätzlich eine gute Idee, wenn ich mir dann aber die Jugendarbeit hier in München ansehen, laufen die meisten eh gleich wieder weg. Zuerst musst mal ein richtiges Konzept erarbeiten, dann kannst du dieses bewerben.

  2. Hallo Patrick,

    Du hast natürlich recht, der Leute für die Feuerwehr zu interessieren ist nur der erste Schritt. Das Konzept danach muss auch stimmen.

    Oftmals ist es aber für die Feuerwehren schon wierig überhaupt an die Jugendlichen zu kommen und da könnte Online-Werbung ein erster Schritt sein um zumindest mal eine Vielzahl zu erreichen.

    Sc
    höne Grüße

    Flo

  3. Wir haben hier für die Bambini-FEuerwehr die Zusammenarbeit mi den Grundschulen im Ort gesucht, die waren sofort mit „Feuer und Flamme“ dabei. es gab ein Malwettbewerb und eine Vorstellungsrunde der Bambinis, mit dem Erfolg 130 neue Bambinis „errungen“ zu haben…

  4. Richtig, es ist sehr schwer an die Jugendlichen heran zu kommen. Gerade hier in München haben wir da ein rießiges Problem.
    Bisher war es so, dass man ab 14 in die JF eintreten durfte, jetzt haben sie es auf 12 runtergesetzt. Auch das Alter finde ich noch zu hoch, Kinder im Alter zwischen 8 und 10 entscheiden sich für ihr Hobby, mit 12 sind die meisten dann schon in Vereine eingebunden.
    Die Idee mit den Schulbesuchen ist aber auch nicht schlecht, nicht jedes Kind kann/darf ins Internet, in die Schule müssen sie aber alle.

  5. Hey Flo!
    Bin grad über diesen Artikel gestolpert – ist ja schon etwas älter. Hast Du inzwischen Neuigkeiten zu dem Thema?!
    Würde mich interessieren da ich ja bei uns auch in der Ausbildung mitwirke.
    Grüße
    Till

  6. Hi Till,

    schön von Dir zu hören. Ich habe für feuerwehrleben.de einige Anzeigen bei Facebook geschalten und die sind super gelaufen. Allerdings war das auch eine super affine Zielgruppe.

    Ich würde es auf jeden Fall mal probieren, zumal es jetzt ja schon wieder einiges mehr an Facebook Mitgliedern gibt.

  7. Hallo!

    Ich überlege zur Zeit eine Werbung auf Facebook zu schalten. 100 EUR sollten da gut aufgehoben sein. Wir sind eine Stadt mit 35.000 Einwohner und haben in unserer Zielgruppe immer hin knappe 2.000 Leute auf Facebook.

    Gerne kann ich dir gesondert mehr darüber erzählen.

    Grüße,
    Andy

  8. Auch wenn der Beitrag schon etwas länger her ist, würde ich ihn gerne aufgreifen.

    Auf den ersten Blick finde ich die Idee per Facebook-Ads auf seine Feuerwehr aufmerksam zu machen sehr gut. Gerade was die Zielgruppe betrifft, sind hier gute „Treffer“ möglich.
    Für viele „kleine“ Feuerwehren – und hier zähle ich mich dazu – wird es allerdings schwer sein, da die genannten 40.000 Einwohner nicht vorhanden sind und somit eine Auswertung der Zielgruppe bzw. eine Facebook-Kampagne nicht möglich ist. Abschreiben würde ich den Gedanken jedoch nicht – warum die Kampagne nicht gemeinsam mit dem KFV und gar auf landesebene durchführen. Die aktuelle LFV-Kampagne ichwillzurfeuerwehr.de ist ja bereits ein Schritt in diese Richtung!

    Gedanken sollte man sich aber auch über eine Kombination aus Online und „Offline“-Aktionen machen. Sprich die klassichen Instrumente in der Neumitgliedergewinnung wie gute ÖA und Pressearbeit, Tag der offenen Tür, Flyer, usw.. sollten nicht vergessen werden.

    BG
    Sebastian

  9. Oliver Basteck // 9. Dezember 2011 um 14:48 // Antworten

    Hallo!
    Mich würde folgendes interressieren.
    Wir sind eine Kleinstadt mit ca. 37.000 Einwohnern.Wenn man dann ca. 3.000 Nutzer bei Facebook zugrunde legen würde,was würden da an ungefähren Kosten auf die Stadt/Feuerwehr zukommen?
    Grundsätzlich halte ich diese Idee auch für sinnvoll,natürlich nur ergänzend und nicht nur dieses.
    Die Feuerwehren müßen mit der Zeit gehen und daher auch die heutigen Medien nutzen,z.B. Internet,Facebook,Youtube und Co. usw.
    Die Probleme der Feuerwehren heute(Tagesverfügbarkeit,Atemschutzgeräteträger,Fahrer mit Klasse C,Führungskräfte usw.) muss man schnell und effektiv entgegentreten.
    Gerne nehme ich auch Kritik und Anregungen entgegen.

    MfG
    Oliver

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