Nichts, einfach nichts. Tagelang, wochenlang vielleicht sogar monatelang einfach nichts.

Viele Ortswehren meist im ländlichen Bereich kennen sicherlich das „Problem“ das eigentlich gar keines ist: Gar keine bis wenige Einsätze. Doch mit einigen Idenn kann man die Zeit in der Feuerwehr interessant gestalten.

Sicherlich ist es sehr erfreulich aus Sicht jeder Feuerwehr, wenn diese keine Einsätze hat. Denn zu „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ kann sehr belastend sein, vor allem dort, wo man zu Hause ist. In Gemeinden wo jeder jeden kennt kann ein Einsatz bedeuten, dass man demjenigen Hilfe leisten muss, mit dem man zur Schule gegangen ist, der der Freund der Familie ist oder sogar, dass der Kamerad aus der eigenen Wehr in einer Zwangslage steckt. Keinesfalls eine leichte Situation. Doch jedem dürfte klar sein, dass Feuerwehr nebst Kameradschaft, Übungen, Hobby und anderen Dingen vor allem auch eines bedeutet- Einsatzdienst.

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Doch wie soll man eine Feuerwehr motivieren und aufbauen, die kaum Einsätze hat und im Vergleich zu der Stützpunktwehr/ Nachbarwehr über „wenig“ Ausrüstung verfügt? Wie vermittle ich  „frischen“ Mitgliedern im Alter von 16 Jahren, dass auch „wir“ als Ortswehr schlagkräftig sein können und der Weg von kleinen Feuerwehren oftmals durch die Ideen und Initiativen gerade der jungen Kameraden geprägt wird?

Viele Feuerwehren begehen den „Fehler“ und machen sich selbst kleiner als sie wirklich sind. Kurzum: Sie bleiben hinter ihren Möglichkeiten. Motivation und Engagement sind nur dort vorhanden, wo ein Sinn existiert und Abwechslung sowie kontinuierlicher Fortschritt gelebt werden.

Nach der zugegeben etwas philosophischen Einleitung möchte ich anhand einiger weniger Beispiele deutlich machen, wie sich auch eine „kleine“ Feuerwehr mit wenig Aufwand und geringen finanziellen Mitteln weiterentwickeln kann und somit für Motivation und Entwicklung der Mitglieder sorgt und nebenbei auch noch ihr Image verbessert.

Präsenz zeigen

Kontinuierlich da sein zum einen in der eigenen Gemeinde /Stadt durch verschiedene Aktionen und Events. (Bspw. Tag der offenen Tür, Rauchmelder -Aktionen etc.). Dies trägt dazu bei, dass ihr eure Kasse füllt und zum anderen sehen die Menschen eurer Heimat das ihr da seid, euch Gedanken macht und nicht nur als  „der Saufverein Feuerwehr“ abgestellt werdet. Zugegeben etwas provozierend formuliert, in vielen Teilen Deutschlands haftet Freiwilligen Feuerwehren dieses Image leider immer noch an.

Seid ansprechbar und zeigt, dass ihr „wollt“ auch bei euren Partnerfeuerwehren/Stützpunkten und „Chefs“. Bringt euch und eure Mannschaft so gut ein wie es geht. Bietet euch an bei der Ausbildung auch außerhalb eurer Feuerwehr (bspw. Kreisausbildung). Präsenz und Engagement können beim „ziehen an einem Strang“ dazu führen, das auch ihr als Feuerwehrmann einer kleinen Gemeinde auf einmal Funktionen und Möglichkeiten übertragen bekommt um auf einer höheren Ebene zu arbeiten.  Werdet nach euren Vorstellungen und eurem Können ein Teil des Gefahrstoffzuges, der Führung der Gemeinde oder der Gerätewartung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Übungsvielfalt

Nicht einfach, den Kameradinnen/ Kameraden jedes Mal ein neues Übungsszenario oder Übungsinhalt vorzubereiten. Vor allem dann nicht, wenn die vorhandene Technik sich auf ein bis zwei Fahrzeuge beschränkt. Doch seid kreativ; man kann auch im gewissen Umfang mit einem TSF/ TSA Technische Hilfeleistung durchführen. Um generelle Ideen zu bekommen gibt es ausreichend Literatur (bspw. „Themen-Special Kleine Übungen“ vom Feuerwehrmagazin) oder ihr leiht euch weitere Ausrüstung/ Fahrzeuge bei euren Partnerwehren.  Versucht auch Abwechslung bei den Dozenten/Übungsleitern walten zu lassen. Ihr gewährleistet so, dass jeder die Chance bekommt über ein Thema zu referieren, sich also auch darauf vorzubereiten. Ihr zeigt so den Kameraden, dass jeder ein wichtiger Teil des Gesamtkonstrukts Feuerwehr ist.

Sinnvoll ist es auch bei der Übungsgestaltung mit anderen Feuerwehren vor allem euren Stützpunktwehren zu kooperieren und gemeinsame Übungen durchzuführen, so lernt Ihr euch gegenseitig kennen und schätzen.

Neue Technik

Schafft kontinuierlich neue Technik an. Bleibt dabei realistisch und kauft nur das, was ihr auch tatsächlich im Einsatz gebrauchen könnt. Prädestiniert hierzu ist zum Beispiel ein Notfallrucksack. Die Kosten hierfür sind überschaubar (gute Angebote gibt es schon für 150-200€). Was ihr euch an dieser Stelle zutraut bestimmt ihr selber. Fangt „klein“ an und sorgt für eine optimale Erste-Hilfe Ausbildung, besteht ausreichendes Interesse? Dann erweitert eure Fähigkeiten mit Zusatzequipment (bspw. Stiffneck, Oxypack) natürlich muss dann auch erst wieder eine entsprechende fundierte Ausbildung zugrunde gelegt werden. Nutzt hier auch das Ausbildungsangebot von anderen Hilfsorganisationen (DRK, Malteser, ASB etc.). Gerade in ländlichen Gebieten kann es einige Zeit dauern bis ein RTW oder Notarzt vor Ort ist. Habt ihr die Ausbildung so könnt ihr die Erstversorgung professionell organisieren. Optimal ist es natürlich, wenn ihr sowieso Hauptamtlich Kräfte von anderen Hilfsorganisationen in eurer Feuerwehr habt.  Fast in jedem Ort findet sich auch ein Arzt/ eine Ärztin, ggf. kann dieser/ diese dann auch mal an einem Übungsabend referieren und euch bei eurer Ausbildung unterstützen.

Alles ausgiebig geübt? Der Umgang mit der neuen Technik sitzt? Dann schafft etwas Neues an!

Seid „Up to date“

Perfektioniert den Umgang mit der vorhandenen Technik und stellt bei Übungen neue Konzepte vor (bspw. Schlauchmanagement) diskutiert konstruktiv darüber und probiert diese gemeinsam aus.

Die Liste mit Erfahrungen kann man sicherlich unendlich weiterführen… Wie schaut´s bei euch in der Feuerwehr aus? Habt ihr Erfahrungen und Meinungen dazu, wie sich gerade „kleine“ Feuerwehren verhalten sollten um sich weiterzuentwickeln? Oder stoßt ihr bei Zusammenarbeiten mit euren Stützpunktwehren gar auf Ablehnung?

Über den Autor

Florian Fries ist Jahrgang 1989 und seit seinem zehnten Lebensjahr bei der Feuerwehr. Er ist als stellv. Wehrführer sowie Mitglied der Führungsstaffel in seiner Gemeinde im nördlichen Rheinland-Pfalz tätig. Der Marketingmanager war während seines Studiums bei der Bielefelder Feuerwehr aktiv und kennt somit die „Gegebenheiten“ bei einer Großstadtwehr bzw. von Feuerwehren im ländlichen Bereich.

16 Kommentare zu Nichts, einfach nichts. Tagelang, wochenlang vielleicht sogar monatelang einfach nichts.

  1. Schöner Artikel! … beim Lesen musste ich doch ein wenig schmunzeln, weil ich doch viele Punkte wiedergefunden habe, die wir in unserer Feuerwehr gerade tatsächlich angehen.
    Kurz zu unserer Situation: Wir sind eine Feuerwehr mit Grundausstattung und verfügen über ein TSF. Unsere Stützpunktfeuerwehr in der Gemeinde ist gut 2 km entfernt und hat einen ELW, ein TLF, ein LF 16-TS und einen GW-G2 im Stall stehen. Dieses Jahr hatten wir bislang drei Einsätze, letztes Jahr waren es sogar acht – also alles ziemlich überschaubar.

    Unser großes Problem sind vor allem die Mitgliederzahlen. Auf dem Papier sind wir zwar zwölf oder 13 Kameraden, bei den Ausbildungen kriegen wir jedoch höchstens sechs bis sieben Leute zusammen … inkl. Ausbilder. Da bei uns im Dorf nur sehr wenige junge Leute wohnen, von denen sich dann auch noch so gut wie keiner für eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr interessiert, ist unser Hauptproblem genau hier angesiedelt:
    Wie gewinnt man in einem 800-Einwohner-Dorf ohne nennenswerte Infrastruktur neue Mitglieder?

    Allerdings gibt es bei uns auch viele positive Entwicklungen: Seit gut 2 Jahren machen wir auf Gemeindeebene alle paar Monate eine gemeinsame Ausbildung für Ausbilder und Führungskräfte aller Ortsfeuerwehren. Dabei findet die Ausbildung jedes Mal bei einer anderen Ortsfeuerwehr statt und wird von einem Kreisausbilder unserer Stützpunktfeuerwehr durchgeführt.
    Der große Vorteil an diesem Konzept ist, dass man die Verhältnisse und Kameraden der anderen Wehren kennen lernt und gleichzeitig alle Führungskräfte und Ausbilder der Gemeinde auf einem Stand sind.

    Da unsere Stützpunktfeuerwehr auch in den Gefahrgutzug eingebunden ist, diese Aufgabe personell aber nicht mehr alleine stemmen kann, laufen aktuell die Vorbereitungen für eine Erweiterung, bei der auch die PA-Träger der Ortsfeuerwehren in den GGZ mit einbezogen werden sollen …

    In unserer Gemeinde sind wir somit meiner Meinung nach auf einem guten Weg, die Ortsfeuerwehren zu motivieren und einzubeziehen! … Insbesondere die gemeinsame Ausbildung auf Gemeindeebene halte ich für sehr geeignet, um auch kleinere Feuerwehren an „größere“ Aufgaben heranzuführen.

  2. Hallo,

    Du sprichst damit ganz sicher ein wichtiges und interessantes Thema an!

    Die Idee, dass wenn man mit vorhandener Technik „alles kann“ etwas Neues zu beschaffen, halte ich für wenig praktikabel – das erinnert irgendwie an „form follows function“. Davon abgesehen ist das in vielen kleineren Kommunen auch bei kleinen Beträgen schon schwierig.

    Die Idee eine erweitere Erste Hilfe Ausbildung ins Programm zu nehmen und sich darüber hinaus vielleicht sogar im Rahmen von Helfer-vor-Ort-Gruppen zu organisieren dagegen finde ich super! Man muss sowas ja auch gar nicht als Fw. alleine machen, sondern vielleicht mit den anderen Organisationen gemeinsam. Das kann je nach Rettungsdienst-Struktur auch durchaus eine Idee für größere Wehren sein. Was die Einsatzzahlen betrifft, ist das jedenfalls gute Möglichkeit „vor die Türe“ zu kommen. Wenn man dann als Ersthelfer am Start ist, kann man ja auch mal ziemlich direkt und mittelbar am Bürger behilflich sein – hat man im Fw.-Einsatz ja auch nicht alle Tage – kann durchaus ein gutes Gefühl vermitteln!

    Insgesamt: Guter Artikel, interessante Denkanstösse. Weiter so 🙂

    Viele Grüße aus Niedersachsen!

  3. Ein wirklich klasse Beitrag. Komme selbst aus einer sehr kleinen eigenständigen Wehr. Unsere Gemeinde hat gerade einmal rund 1000 Einwohner. Alle beschriebenen Probleme kann ich zu 100% bestätigen. Noch viel erfreudiger kann ich bestätigen, das die hier beschriebenen „Gegenmaßnahmen“ funktionieren.
    Speziel bei uns ist ein ABC-ErkW stationiert und wir haben bei uns im Landkreis (der fast so groß wie das Saarland ist) damit auch einen sehr guten Ruf erarbeitet.
    Auch unsere Öffentlichkeitsarbeit zeigte Wirkung – die Zahl schwangt zwar aber trotz unser kleinen Wehr ist unsere Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr oft im 2stelligen Bereich.

    Ich möchte mich für den Beitrag bedanken – habe noch die ein oder andere Idee herausgelesen.
    Wer noch mehr Vorschläge berichten kann – einfach mal schreiben.

  4. Hallo Florian,
    super Artikel, trifft den Nagel auf den Kopf.
    Bei uns in der Gemeinde haben manche freitags Übung andere am Di oder am Do so wird es sehr schwer zusammen zu Üben. Wir als Weh gehen auch nicht gemeinsam irgendwo auf ein Fest/Feier (mit der Begründung:“Die kommen nicht zu uns also gehen wir auch nicht zu denen“). Ich finde diese Einstellung sehr schade. In der unsere Gemeinde gibt es in jeder wehr ein paar Leute die was gegen die andere Wehr hat obwohl wir zusammen arbeiten müssen.

    Ich habe mir mal die Videos mit dem Schlauchmanagement angeschaut und unserem Wehrführer per Email gesendet. Er will das mit dem Schlauchparket und dem Loop unbedingt mal testen.
    Grüße aus Hessen
    Jan

  5. Hallo zusammen,

    ersteinmal großes lob für den Artikel echt supper geschrieben.
    Ich gib dir vollkommen recht über die möglichkeiten die eine kleine Wehr hat, nur ein großes Problem ist auch das viele kleine Wehren nicht erkennen was Sie machen können.

    IcH Persönlich bin in unserer Hauptwache akktiv. Wir verfügen über ein HLF 20/16, TLF 16/25, DLK 23/12, TLF 8/50, GW-G 2, ELW 1, MTW und ein GW Logistik 1 und fahren im schnitt 120 bis 150 Einsätze im Jahr und wir erleben leider das wir als Löschzug von unseren kleinen auseneinheiten auf ablehnug stoßen.

    Wir sind mehr als einmal auf unsere Einheiten zugekommen um mit ihnen mal eine schöne gemeinschaftsübung anzusetzten um mal einiges zu vertiefen und die zusammenarbeit zu stärken aber es ist nue was daraus geworden. Wir haben den Einheiten angeboten Schulungen bei uns zu machen im Bereich Atemschutz, TH, und Erstehilfe aber alles wurde abgeleht. Ich denke es muss sich auch was im Kopf der Einheitsfürer ändern damit die Motivation auch wieder stimmt, da in der Regel der Hauptzug immer der Böse ist der den keinen Wehrführern die Einsätze abnehmen will

  6. Exakt……., dieses Jahr bisher so gut wie nix in unserer Ortswehr, nicht einmal die sonst so nervenden BMA.
    Zwei weiteren Ortswehren von insgesamt sechs in unserer 33000-Einwohner Gemeinde geht es ebenso.
    Problem dabei ist nur, wir haben in der Gemeinde im Schnitt gute 100 Einsätze pro Jahr, in diesem Jahr waren es bis jetzt schon 120…….

    Sprich…: was die einen “ zu wenig “ haben, haben die anderen zu viel. Zwei der Ortswehren unserer Gemeinde teilen sich quasi 70% der Einsätze, was daran liegt das in ihrem Ausrückebereich gute 15 Km unfallträchtiger Autobahn liegen.

    Gefühlt ist eine der beiden Wehren mindestens ein Mal die Woche zum LKW-Fahrer rausschneiden unterwegs und obwohl ich ausgesprochen gern in der FFW bin wäre mir als Mitglied in einer der Nachbarwehren wohl schon lange der Spaß vergangen.

    Die ungleiche Verteilung der Einsätz merkt man natürlich auch im Umgang miteinander, z.B. immer dann wenn man die Unterstützung einer der vielbeschäftigten Nachbarwehren wegen deren RW oder DLK benötigt.
    Da hat man dann aufgrund des Verhaltens der Kameraden des öfteren das Gefühl, “ macht mal Platz da, jetzt kommen die Profis „.
    Vielleicht nicht absichtlich, aber durchaus spürbar.

    Von Seiten der Gemeinde aus wurde schon versucht, durch Verteilung bestimmter Spezialaufgaben auf die einzelnen Wehren auch eine gleichmäßigere Verteilung der Einsätze zu erreichen, diese “ Spezialdienstleistungen “ werden aber kaum nachgefragt und betreffen dann immer nur wenige Kameraden.

    Das Gemeindekommandos bemüht sich zwar redlich, durch Zusammenlegung der Übungsdienste eine gewisse Homogenität in der Gemeindewehr zu erziehlen, leider findet die dann aber in der Einsatzpraxis kaum statt.

    Wir sind eine relativ “ reiche “ Gemeinde, dementsprechend ist die Ausrüstung auch auf aktuellem Stand und selbst die Ortswehren die eher wenig zu tun haben sind von der Fahrzeug- und sonstigen Technik her eigentlich gut aufgestellt.

    Gut angenommen wird zur Zeit der Versuch, die Nachbarwehren wenigstens in Grundzügen mit den jehweiligen Spezialaufgaben der einzelnen Ortswehren vertraut zu machen und so auch eine vielleicht vorhandene Hemmschwelle, mal um Hilfe anzufragen zu beseitigen.
    Entsprechend sind dann zu den Übungsdiensten die entsprechenden Spezialfahrzeuge ( DLK, RW, SW, ELW ect….) reihum in den Nachbar-Ortswehren unterwegs.
    Das verhilft auch den Wehren mit eher wenigen Einsätzen zu einem Gefühl, halbwegs ernst genommen zu werden.

    Letztendlich “ erwischt “ es jede Wehr über kurz oder lang, mal einen größeren Einsatz an der Backe zu haben, egal wie lange vorher nix los war.

    Unsere Ortswehr bspw. hatte im letzten Jahr in kurzem Abstand mehrere Brände, von denen dann zwei sogar die Kapazitäten der kompletten Gemeindewehr und teilweise auch noch welche aus Nachbargemeinden beanspruchten.
    Und so geht das eigentlich jeder unserer Ortswehren irgendwann mal……

    Rausreden mit “ wir haben ja nicht soviel Praxis… “ ist dann nicht.

  7. Hallo Florian,

    schöner Artikel!
    Sehen wir uns nächstes Jahr wieder auf der LFKS?

    Grüße aus Nackenheim
    Eike

  8. Florian Fries // 1. Oktober 2012 um 22:16 // Antworten

    Hallo miteinander,

    schön von euren Erfahrungen zu hören, sind viele unterschiedliche und interessante Dinge die angesprochen wurden. Ich versuche mal das ein oder andere aufzugreifen.
    @Jojo:Ausbildung, Kooperation und Anerkennung sind schonmal sehr gute Vorraussetzungen. Was deine Frage bezüglich der neuen Mitglieder angeht gibt es sicherlich keine „Pauschallösung“, ich kenne die Gegebenheiten bei Dir in der Gemeinde auch nicht. Sag ich Dir aber gerne was zu…, falls Bedarf besteht einfach mal per Email melden(am Besten über Kontakt eine Anfrage schicken).
    @Andreas: Bzgl. „Helfer vor Ort“ bin ich absolut Deiner Meinung, wird sich denke in den nächsten Jahren auch noch einiges entwickeln. „First Responder“ wird ja schon von vielen Feuerwehren geleistet, gerade in ländlichen Gebieten sicherlich absolut wünschenswert wenn Feuerwehr+ ggf. andere Hilfsorganisationen ein solches System etablieren.
    @Jan: Schade….., gerade wenn manche „Kameraden“ nicht über ihren Schatten springen können.
    @Martin: Wenn Ausbildungsangebote etc. abgelehnt werden ist das sehr unerfreulich. Wenn die „Ursache“ so tief liegt hilft vielleicht mit allen Führungskräften einen „runden Tisch“ zu machen um dann auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
    @Norbert: Gute Sache mit den Spezialaufgaben/Spezialfahrzeugen, vlt. besteht ja auch die Möglichkeit die Ortswehren bei der Alarmierung einzubinden? Gibt einen Interessanten Artikel von Florian Fastner auf dieser Seite zu dem Thema: (http://www.feuerwehrleben.de/spezialfahrzeuge-raus-aufs-land/)

    Danke & Besten Gruß
    Florian.

    (P.S. @Eike: hoffe ja…frag mal meinen „Chef“ vlt. weis der mehr 😉 )

  9. Sven Austmann // 2. Oktober 2012 um 22:31 // Antworten

    Hallo Florian

    Respekt ! Sehr guter Artikel von Dir.
    Hoffe wir bleiben weitehin im Kontakt.
    Gruß aus Bielefeld
    Sven

  10. Wirklich schöner Artikel!

    Aber es muss ja gar nicht unbedingt der ländliche Bereich sein, wir sind eine 160.000 Einwohner Stadt mit einer Berufsfeuerwehr die zwei Wachen im Stadtgebiet besetzt. Diese ist zwar völlig unterbesetzt, permanent, aber dennoch kommt jeder der 9 FF-Züge hier auf höchstens 8 Alarmierungen pro Jahr. Ich habe das Wort Alarmierung bewusst gewählt denn, das klingeln des Pagers heisst hier noch lange nicht, das der Wachhof verlassen wird.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Alex.

  11. interresanter Artikel. ich würde noch einen Punkt ergänzen: auch Feuerwehrsportwettkämpfe können das Wachleben unheimlich berreichern.

    VG
    Stephan

  12. Schöner Artikel, gute Ideen!
    Aber nicht überall umsetzbar. Dazu eine kleine Geschichte: Ich bin vor ein Paar Jahren umgezogen und im neuen Heimatort sofort wieder in die Feuerwehr (35aktive, LF8) eingetreten. Und jetzt kommts: Die 3km entferne Stützpunktwehr fährt ca 80-100 Einsätze im Jahr. Wir drei in fünf Jahren. Grund: Seit der Gebietsreform in den 70ern(!!!!!) ist das Verhältniss unter den Ortsteilen „gespannt“. In diesem Jahr durften wir einen Großbrand beobachten: In Sichtweite zu unserem Gerätehaus brannte etwas landwirtschaftliches und alle roten Autos aus der Umgebung machten sich auf zur Sternfahrt – fast alle… Das war der Moment wo ich beschloss mich langsam aber sicher aus dem aktiven Dienst zurückzuziehen. Gegen historisch gewachsenen Irrsinn ist man einfach machtlos.

  13. Seers,

    sehr guter Artikel!
    Wir sind hier in Sommerkahl-Vorwald auch nur ne „kleine Wehr“ mit kleinen Fahrzeugen < 7,5t, aber trotzdem wird das Einsatzspektrum immer bunter.
    Vor ca. 2 Wochen wurde im Lkr AB bekannt gegeben das auch Feuerwehren ohne First Responder Einheiten zur Ersten Hilfe alarmiert werde.
    Tja, gestern war es dann soweit, Notarzt und Sani mussten mit geländegängiem Fzg zur hilfsbedürftigen Person im Wald gebracht werden und unterstützt werden.
    Ein Motivationsschub für die ganze Mannschaft "jetzt hat sich die Überei gelohnt"

  14. Guten Morgen,
    ist zwar schon etwas älter, aber meinen Senf möchte ich dennoch dazu geben.
    Wir sind eine kleine Wehr (500 Einwohner, TSF + MTW, Bericht dazu siehe auch hier „die Atemschutzprofis“), versuchen aber Außergewöhnliches zu biteen, nein, eigentlich nichts Außergewöhnliches, sondern Notwendiges! Dazu siehe auch unsere Homepage. Auch machen wir einige Übungen mit der Nachbarwehr und seit einiger Zeit fahren wir auch mit dieser zusammen zu Einsätzen. Das Ganze hat sich so gut etabliert, dass gemischte Besatzungen überhaupt kein Thema mehr sind, immer öfter sitzt vorne Rechts (und auch gerne mal vorne links) einer von uns, der „kleinen“ Wehr. DAS kann auch eine Lösung sein….

  15. Florian Fries // 5. April 2013 um 20:01 // Antworten

    Hallo zusammen,

    zuerst einmal freut es mich, dass der Artikel auch nach „so langer Zeit“ noch gelesen wird.
    Wenn ich einige der obigen Kommentare lese finde ich es ehrlich gesagt schade, dass teilweise Einheiten gar nicht alarmiert werden, bzw. wie oben geschrieben „historisch gewachsener Irrsinn“ dazu führt, dass sogar der aktive Dienst quittiert wird.
    @Christian, euer Konzept zeigt sehr gut verschiedene Dinge die auch im Artikel Beachtung finden:
    a)Ihr habt ein eigenes Konzept/Spezialisierung realisiert was auf unterschiedliche Einsatzsituationen passt, und das mit euren Möglichkeiten. Zeigt sehr schön, dass auch kleine Einheiten mit „nur“ TSF + evtl. MTW bestmöglich vorbereitet sind. Und
    b)Dass es in Feuerwehrkreisen, kein „mein Feuer- dein Feuer“ geben Darf, sondern gerade in Zeiten knapper Personalressourcen Wege gefunden werden (müssen), die die Motivation der Kameraden aufrecht erhalten und zu einem positiven Miteinander führen. Leider ist es immer noch so, dass vielerorts erhebliche Differenzen dass zwischen den Wehren bestehen.
    Grüße,
    Florian Fries.

  16. Der Artikel spricht mir wahrlich aus dem Herzen und trifft den Nagel auf den Kopf. Leider ist es selbst mit der (kleinen) Technik beschaffen bei uns nicht einfach. Wir haben damals mit den Bandschlingen angefangen und Teilweise diese erst einmal selbst privat besorgt;). Nach gewisser Überzeugungsarbeit wurden diese in Übungen getestet. Bei Neuerungen (die soweit eigentlich gar keine sind), haben wir meistens gerade bei älteren Kameraden die Probleme diese Umzusetzen. Aber mit den sehr guten Bespielvideos und und Tipps von hier lassen sie sich sehr gut überzeugen auch mal was neues zu probieren.

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