Feuerwehr wird nach Einsatz als "Trottelwehr" bezeichnet

„Tatü-Tata, die „Trottelwehr“ ist da!“, kommentierte „Bild.de“. Nachdem bei Nachlöscharbeiten ein Glutnest übersehen wurde, brach in Ahausen (Niedersachsen) ein Brand erneut aus und zerstörte das Gebäude vollständig. Die Feuerwehr steht nun in großer Kritik.

2_brandahausenmuehlenstrasse07_01_2013Gestern hatten wir über zwei Brände im gleichen Wohnhaus in Ahausen berichtet. Zuerst wurden die Feuerwehren am frühen Abend zu einem Schornsteinbrand gerufen. Wenige Stunden später brannte der Dachstuhl des Gebäudes vollständig aus. Ermittlungen der Brandermittler ergaben, dass der zweite Brand infolge eines übersehenen Glutnestes ausbrach. „Die Männer dachten, es sei längst gelöscht“, titelte „Bild.de“ am nächsten Tag. Bei abschließender Kontrolle des ersten Einsatzes wurde vermutlich das Glutnest übersehen. Selbst mit Hilfe der Wärmebildkamera war dieses nicht zu lokalisieren. Gegenüber der „Bild“ vermutete der verantwortliche Einsatzleiter das Glutnest in der Dachisolierung.

Selbstverständlich hat der vermeidliche Fehler große Auswirkungen für die Hausbesitzer. Doch deshalb eine Feuerwehr als „Trottelwehr“ zu schimpfen?

Gehen wir doch in uns: Kann jeder von uns sicher sagen, dass er immer fehlerfrei war? War die Vorgehensweise bei jedem Einsatz die Richtige? Fakt ist: Irren ist menschlich und auch jeder Feuerwehrmann ist „nur“ ein Mensch. Vor einigen Monaten hatten wir zu dieser Thematik bereits über die selektive Wahrnehmung gesprochen. Im Bezug hierzu meine ich außerdem: Solange man nicht Genaueres über die Umstände weiß, unter welchen die abschließende Kontrolle stattfand, sollte man mit derartigen Äußerungen äußerst vorsichtig sein.

Lobenswert zu erwähnen ist hingegen die Aussage des Hausbesitzers. Dieser gab an, der Feuerwehr keinerlei Vorwürfe zu machen. Er wolle das Haus wieder aufbauen. Von Seiten der Feuerwehr kam daraufhin das Angebot, ihn hierbei zu unterstützen. Eine, wie ich finde, äußerst vorbildliche Geste.

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41 Kommentare zu Feuerwehr wird nach Einsatz als "Trottelwehr" bezeichnet

  1. Matthias Gottschall // 10. Januar 2013 um 20:46 // Antworten

    Solln sich doch die Redakteure von der Bildzeitung das nächste Mal bei einem Brand hinstellen, und zeigen, dass sie es besser können. Wenn ein Zeitungsredakteur schlecht recherchiert und einen Fehler macht, brennt dadurch natürlich kein Haus ab. Fehler können passieren, und bei der Feuerwehr sind die halt meist gravierender als in anderen Berufen

  2. Ohne genaue Kenntnis der Umstände würde ich noch nicht mal von einem Fehler sprechen. Wir wissen, dass eine WBK bei weitem nicht alles kann und die Frage ist, in wie weit das Freilegen des Schornsteins in Abhängigkeit der Umstände vor Ort verhältnismäßig erscheint. Mal ehrlich: legt ihr den kompletten Schornstein (und wenn ja in welchem Umkreis) bei jedem Kaminbrand frei? noch dazu wenn mit der WBK nichts ungewöhnliches festgestellt wurde? und wer weß was sich hinter Wand-, Boden-, Decken-Verkleidungen alles versteckt, was ggf. die Anzeige der WBK verfälschen kann?
    Aber wenn wir schon beim Thema sind: Wie genau dokumentiert ihr eigentlich vor dem Abrücken die Kontrolle der Schornstein-Umgebung und mit welchen Mitteln?

  3. Da schließ ich mich Matthias Gottschall natürlich an große Reden schwingen kann jeder aber wehe wenns drauf ankommt da gibt es viele die den Schwanz einziehen und weg rennen.Ich bin der Meinung das sowas jeden passieren kann aber eigentlich nicht passieren dürft aber wir Feuerwehrmänner und frauen sind auch nur Menschen und wir geben bei jeden Einsatz alles um zu helfen.Deshalb gebe ich persönlich nichts auf so ein dummes geschreibe einer der größten Klatzschzeitungen Deutschlands.Die Kameraden sollen sich kein Kopf machen die allein wissen das sie alles richtig gemacht haben.

  4. Mit diesem Titel hat nach meiner Meinung die bild die komplette Feuerwehr Deutschlands bezeichnet. Wenn man schon nichts mit der Wärmebildkamera sieht dann geht man doch auch davon aus das da nichts mehr ist oder? Sollen die es doch mal besser machen!

  5. Ich kann mich den vier voherigen Kommentaren nur anschließen! In meinen Augen gibt es viel zu viele Menschen die meinen sie wüssten alles besser, besonder so ach so tolle Reporter oder Redakteure der Deutschen Zeitungen. Sollen die doch erst bei solch einem Einsatz Flagge zeigen.. Ich glaube das sind die ersten die den Schwanz einziehen würden. Und wenn man per Wärmebildkamera nichts sieht kann man da auch nichts erkennen.

  6. Also wenn man sich den blöd.de „Beitrag“ mal durchliest muss man ja sagen, abgesehen von dem „Trottelwehr“ Kommentar, gibt der ja ausnahmsweise wirklich nur die Sachlage wieder und das nichtmal zum Nachteil der Beteiligten.
    Möglicherweise hat halt keiner der Beteiligten irgendwelche Vorwürfe oder Beschimpfungen von sich gegeben, da schlägt die Blöd eben den alt bekannten Weg ein und würzt ihr Geschreibsel ein wenig nach. „Schlag“zeilen machen sich schließlich nicht von alleine und irgendeiner muss halt geschlagen werden!

    Im Endeffekt ist es egal wer etwas nacherzählt, in dem Moment wo er oder sie eigentlich keine Ahnung von dem Thema hat und sich nicht eingehend informieren konnte/wollte, werden immer irgendwelche Sachen nicht korrekt dargestellt. Wer also keine Ahnung von Glutnestern und WbKs hat, der sagt schnell mal „wie kann man nur!?“.

  7. Markus zu deiner frage.

    Wie genau dokumentiert ihr eigentlich vor dem Abrücken die Kontrolle der Schornstein-Umgebung und mit welchen Mitteln?

    Eigendlich muss bei einem Schornsteinbrand der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegermeister oder einer seiner Vertreter vor Ort sein. Sobald dies der Fall ist, trägt er einen großen Teil der Verantwortung und der „Leitung“ des Einsatztes (naturlich unter absprache des Einsatztleiter) er ist dann beratend tätig und verlässt die Einsatztstelle mit als einer der Letzten.

  8. Ich würd mal gern deren Gesicht sehen, wenn ihr Haus brennt und keiner kommt. Dann sehen die mal, wieviel Trottel in uns steckt, dass wir (größtenteils) freiwillig zu Einsätzen kommen und unser Leben für andere riskieren.

  9. errare humanum est – irren ist menschlich sag ich da nur
    es sollte besser heißen: trottelzeitung. man kann den kameraden doch da keinen vorwurf machen.

    was aber ich super finde ist das angebot der kameraden beim wiederaufbau mitzuhelfen! richtig nette geste 🙂

  10. Die von der zeitung wissen garnicht wie es bei einem einsatz ist, was ma da alles erlebt.Die feuerwehrmänner reskieren für anderen menschen ihr leben und als dank dafür bekommen sie schlechte kritik.Hinter dem schreibtisch reskiert man nie sein eigenes leben.Respekt an alle feuerwehrmänner und frauen die täglich ihr leben reskieren.Wir konnen nur froh sein das es sollche menschen gibt.

  11. Maik Lampert // 10. Januar 2013 um 22:46 // Antworten

    Über Medienarbeit kann man sich streiten, doch bitte denkt daran das wir nun in dem Zeitalter „Der Medienstimmungsmacher“ leben!

    Man sollte auch mit einem solchen Einsatz sehr selbstkritisch umgehen, bevor es falsch verstanden wird, möchte ich allen Kameradinnen und Kammeraden für ihr ehrenamtliches Engagement danken, denn nicht jeder opfert seine Freizeit für die Allgemeinheit!!!!!

    Und doch steckt genau hier ein verstecktes Problem, wir reden von geopferte Freizeit, also die Aktivitäten neben der Arbeit und Familie……….. und wo soll sich nun ein Problem verstecken?

    Ganz einfach, betrachten wir einmal die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland, wenn nicht gerade der Einsatzleiter und seine Führungskräfte aus den entsprechenden Berufsgruppen stammen, die sich mit dem Hausbau und vor allem mit den Brandverhalten auskennen, würde ich behaupten, dass hier ganz ohne Vorwurf gegen unsere Kameraden Kameradinnen, die fundierte Ausbildung fehlt.

    Und hier liegt nun das versteckte Problem, was soll man denn noch alles in der Freizeit lernen…….?

    Hier könnte ja mal unsere Medienwelt ansetzen, damit eventuell unsere Führungskräfte von den Freiwilligen Feuerwehren mehr Qualifikationen erlangen und das muss im Einklang mit dem Arbeitgeber stehen…….. ach ich glaube es tut sich ein neues Problem auf……

    Kurz gesagt, ich bin schon viele Jahre hauptamtlich im Feuerwehrdienst und bis heute hat meine ständige Aus- und Fortbildung nicht aufgehört und dieses Maß an Ausbildung wäre ehrenamtlich niemals zu leisten!!!!

    Erst im vergangenen Jahr, musste ich zwei Brände miterleben, die vom Kleinbrand bis zum Totalschaden geführt haben.
    Ich habe versucht, den Häuptlingen zu erklären, wie sie vorgehen sollen und man hat lieber altbewerte Feuerwehrarbeit abgeliefert, auch hier hätte die Medien zurecht die Feuerwehr als ……..betiteln können.
    Also keine Seltenheit, dass aus einem kleinen überschaubaren Einsatz ein so fatales Resultat resultiert.

    Also, solange nach besten Wissen und Gewissen gearbeitet wurde, ist dies nun mal das Bauernopfer was der Geschädigte für unsere Feuerwehrpolitik erbringen muss!!!

    Zu guter Letzt, macht trotz allem weiter liebe Kamerdinnen und Kameraden, die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die Medien genau so intensiv darüber berichten, was wir alle immer wider gutes leisten!

  12. Absolut richtiger Beitrag, bestens beschrieben ist „Fehler sind Menschlich“.
    Mehr gibt es nicht hinzuzufügen.

  13. Anscheinend müssen wir jetzt auch schon, wies in den USA üblich ist, das ganze Haus zerlegen um sicher zu gehen, dass keine Glutnester mehr vorhanden sind… aber ob sich darüber die Hausbesitzer freuen ist natürlich eine andere Frage… 😉

  14. wollte nur sagen das die vom der Feuerwehr auch viel Stress habe und passieren kann und die Verantwortung bei der Feuerwehr zu suchen ist kann passieren

  15. Ja, ja die Bildzeitung.
    Die schreiben alles auch wenn sie keine Ahnung haben.
    Aber noch schlimmer sind die, die diese Zeitung lesen!

    lg ein FW Einsatzleiter

  16. Man sollte hinterfragen, um welche Dämmung es sich handelt und erforschen, ob es hier nicht ein Stoff-Verhalten im Brandfall gibt, welches wir bisher so nicht kennen und erwarten.

    Es ist der zweite mir bekannte Vorfall dieser Art.
    Siehe auch http://www.blaulicht-cuxhaven.de/t5964f95-Zellulose-Einblasdaemmung-eine-ungewoehnliche-Brandgefahr.html

  17. FireFighterFw // 11. Januar 2013 um 14:30 // Antworten

    Ja, das Problem mit der WBK, die Glutnester übersieht, kenne ich auch, zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber doch aus der Nachbarschaft.
    Konsequent müsste man deshalb, um so etwas zu vermeiden:
    1. Dämmungen verbieten. Schaffen nur „unnötig“ Raum für Glutnester
    2. Häuser komplett auseinander nehmen nach dem Kleinbrand
    3. Hitzesensoren in allen relevanten Bauteilen des Hauses installieren, mit einer BMA koppel und somit der Feuerwehr zugänglich machen.
    Und jetzt mal Zynismus aus: Solche Fehler können passieren, werden immer passieren lassen sich auch nicht so einfach „abschalten“. Die Bild ist sicherlich nicht die qualifizierteste Zeitung, was die Beurteilung von Feuerwehrarbeit angeht, und der Teil ihrer Leser, der die Aussagen dieses Blattes ohne Nachzudenken glaubt, empfindet die Feuerwehr wahrscheinlich sowieso als „nutzloser“ Saufverein. Bis bei ihm das Haus brennt…
    In diesem Sinne!

  18. Hallo zusammen,

    tja, wie schon des öfteren gesagt, Fehler kommen vor. Evtl. warens hier eher noch schwierige Umstände (verstecktes Glutnest), die zu dem Ereignis geführt haben. Aber jeden, dem mal nicht 100%ig was gelingt gleich als Trottel zu betiteln, sowas muss man sich erst mal trauen. Dazu sollte man seinen eigen Job aber dann schon fehlerfrei beherrschen. Wenn dann einer munter in seinem Artikel dahintippt: „Aber die Freude WEHRTE nicht lange“ (Quelle: Bild.de, richtig wäre „währte“ gewesen), dann hat man selber den Zonk auf seiner Seite. Der Begriff „Trottelzeitung“, welcher hier ja auch schon kam, ist da ggf. gar nicht so weit hergeholt. Denn Rechtschreibung sollte ein bezahlter Zeitungsschreiber mindestens genau so gut beherrschen, wie unsereins den Mastwurf.

    So, nun lehn´ ich mich zurück und checke ab und an mal, wann Bild.de die eigene Trotteligkeit bemerkt und den Fehler ins Nirwana sendet.

    mkg

    Reinhold Bauer

    PS: sollte ich mich vertippt haben, nicht mein Problem, ich hab´ s ja auch keine journalistische Ausbildung. 🙂

  19. Hallo nochmal,

    wie versprochen, hab´ich noch mal auf Bild.de nachgeschaut. Ergebnis: traurig. Der Firmeneigene Duden von Bild.de fristet immer noch ein ungenutztes Dasein in irgendeinem Bücherregal. Wäre ja nicht mal verwunderlich, wenn ihn die andauernde Vernachlässigung in den Suizid getrieben hat und er sich hat zu Klopapier recyclen lassen. Der Job wäre dann zwar auch „für´ n Arsch“, aber dann würde er wenigstens mal gebraucht.

    Beobachte weiter

    mkg

    Reinhold

  20. Das ist tüpisch Bild Zeitung die schreiben eh nur scheisse die Zeitung ist der Müll. Die können froh sein das es Leute gibt die das unbezahlt in ihrer Freiheit machen und zu Einsätzen raus fahren da sagt mal keiner was wie gut das es euch gibt

  21. Trottelwher trifft es insofern weil die Feuerwehr solchen Trotteln von diesem Klatsch und Tratschblatt in Schadensereignissen zu Hilfe kommen muss. Eine solche Situation war ja kaum verhersehbar könnte jedem passieren. Aber wie oft wird die Feuerwehr schlecht gemacht. Da müsste man fast sagen die Feuerwehrleute sind Trottel weil sie dies überhaupt noch machen. Ich finde es eine absolte Frechheit und unter aller Sau!

    Feuerwehr – 24 Stunden für Sie im Einsatz!

  22. Hallo, zum letzten mal,

    wir schreiben jetzt den 12.01.2013 um 18:07 Uhr und es ist der Redaktion von Bild.de immer noch nicht gelungen, den Fehler zu beheben. Die als „Trottelwehr“ betitelte Feuerwehr kam wenigstens innerhalb weniger Minuten, um Ihre Arbeit zu Ende zu bringen. Bild.de schafft es scheinbar immer noch nicht, ihren Rehtschreibmakel zu tilgen.

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Bild.de- Redaktion, ihr habt es echt geschafft, euch in meinen Augen würdig zum Fallobst zu machen!

    mkg

    Reinhold Bauer

  23. @ Reinhold:
    Solche Artikel sind Massenware in einem schnellen Geschäft. Man geht davon aus, dass so ein Artikel zeitnah gelesen wird und dann nie wieder.
    Daher wird niemand sich die Arbeit machen, einen „alten“ Artikel erneut anzufassen und auf Rechtschreibung durchzusehen.
    Die Redakteure bekommen Geld für einen neuen Artikel der veröffentlicht wird – alles andere interessiert dort niemand.

    Vergesst Bild. Macht Euch lieber Gedanken, warum das 2. Feuer entstanden ist.
    Wenn meine Theorie stimmt, war es gar nicht das 2. sondern das 3. Feuer.

    Folgt einfach dem Link in meinem letzten Posting hier – da gibts einiges Neues an Aufklärung, was den Kameraden in Ahausen vermutlich helfen wird, wieder ins Rechte Licht zu kommen.

    Jeden anderen Feuerwehrmann (SB) dürfte das Verhalten dieses Baustoffes aber in jeden Fall auch interessieren.

  24. Sorry Leute, immer wieder wird über die Bildzeitung geschimpft, dennoch ist sie die meistgekaufte Zeitung!!! Erst wenn die Nachfrage sinkt, verbessert sich der Schreibstil. Da jedoch die „Verarsche-Technik“ die beste Resonanz zeigt, gibts halt immer mehr davon. Und jeder der sich darüber aufregt gießt „Benzin“ ins Zeitungsfeuer! Jedes Land bekommt die Politiker/Zeitung die es sich verdient!
    Keine Zeitung hat Macht, keine Politik hat Macht, nur die Bürger hätten sie. Also DU!

  25. Völlig ohne Wertung zu dem gelaufenen Einsatz, aber eine Frage von mir an alle:

    Hier wurde ja immer wieder geschrieben: Fehler machen ist nur menschlich, Kann ja jedem passieren und deshalb wäre es im Grunde ja gar nicht so schlimm.

    Würdet ihr einen Chirurgen genauso verteidigen wenn er Fehler bei einer OP machen würde? Bei euch oder einem Angehörigen?

    Und, ist es eine ausreichende Entschuldigung zu sagen „Wir machen das ja nur ehrenamtlich“ und deswegen ist eine Kritik nicht zulässig? Das wurde weiter oben ja sinngemäß auch wieder geschrieben.

  26. @Daniel

    Ja, ich würde auch einem Chirurgen Fehler zugestehen. Natürlich nur Fehler bestimmter Kategorien. Das Skalpell im Bauchraum vergessen würde ich zB. nicht durchgehen lassen. Komplikationen durch einen schlechten Zustand des Patienten sehe ich aber nicht im unmittelbaren Verantwortungsbereich des Arztes. Heute muss man ja teilweise froh sein wenn ein Chirurg überhaupt zur Tat schreitet, wenn nicht eine 100%ige Erfolgswahrscheinlichkeit besteht. Schließlich könnte dem Arzt ziemlich viel als „Fehler“ vorgeworfen werden.
    Ähnlich gelagert sehe ich es bei der Feuerwehr (und in manch anderen Bereichen). Wird groß Angegriffen um Brandschaden zu minimieren, gibts Ärger wegen Wasserschäden, brennt das Feuer zu lange vice versa.

    Jedes Schadensereigniss ist individuell zu betrachten. In dem Moment wo wir anfangen ein „Schema-F“ abzuarbeiten, werden wir (heutzutage) nicht erfolgreich arbeiten können. Das fängt ja schon bei dem Satz „Feuer löscht man mit Wasser“ an. Löscht man wirklich jedes Feuer mit Wasser?! Wir als Feuerwehr (oder wir als Arzt/Sanitäter/etc.pp.) haben Wissen und Fähigkeiten die es uns erlauben differenziert an Gefahrensituationen heran zu gehen und nach bestem Wissen und Gewissen Gefahren von uns und anderen abzuwenden bzw. zu minimieren. Individuelle Einsätze bedeuten aber eben auch immer individuelle Beurteilung, im Vorfeld, währenddessen und im Nachhinein. Wenn wir immer vorher alle genau wüssten was passiert wenn wir x tun und y lassen, dann würde unsere Welt ganz anders aussehen. Das passiert jedem millionenfach in seinem Leben. Hätte ich mein Butterbrot heut morgen gegessen, hätt ich jetzt nicht so einen Hunger, das könnte man als Fehler betrachten. Hätte der Arzt gewusst dass das Gefäß bei der geringsten Berührung reißt, hätte er anders operiert und hätten die Kammeraden vorher gewusst das sich (evtl. ja im Dämmaterial) irgendwo Glutnester befinden die sie garnicht vernünftig detektieren können, dann hätten sie vielleicht eine längere Brandwache installiert.
    Hinterher ist man immer schlauer, der Satz kommt nicht von ungefähr. Es gibt nunmal Dinge im Leben, die sich nicht 100% kontrollieren lassen. Ich betrachte es als Krankheit unserer Zeit, das anscheinend die Meinung vorherscht dass das nicht so seien müsste! Es geht nicht, punkt um! In dem Moment wo ich hier von meinem Stuhl aufstehe könnte mir schwarz vor Augen werden und ich knalle auf die Tischkannte. Wenn ich das vorher weiß, bleib ich sitzen, alles andere wäre ein Fehler, oder?! Das könnte allerdings dazu führen, das ich den Rest meines Lebens dann hier im sitzen verbringe, sicher ist sicher!

    Quintessenz: Fehler passieren, immer und jedem. Es ist unsere Pflicht in unserem Verantwortungsbereich (also Bau.-Ing., als Kassiererin, als Arzt, als Feuerwehrmann, als Autofahrer, etc.) Fehler zu minimieren. Durch reflektiertes Handeln, durch Ausbildung, durch Übung, manchmal einfach durch gesunden Menschenverstand. Aber genau dieser Menschenverstand muss uns auch sagen, das keiner frei von Fehlern ist. An dem Punkt müssen wir ansetzen und die gemachten Fehler analysieren, in uns gehen und uns fragen „was hätte ich getan“ und dann zu einer Erkenntniskommen bei der wir uns fragen müssen, was hätte man/ich besser/anders mach können/müssen und wie vermeide ich falsches Verhalten in der Zukunft bzw. KANN ich überhaupt immer richtig reagieren und wenn nicht, wie gehe ich mit diesem Wissen um!

    Entschuldigt den vielen Text, das musste mal raus! 😉

    PS: NIEMAND muss sich dafür entschuldigen sein Bestes gegeben zu haben! JEDER muss sein Verhalten ständig reflketieren um IN ZUKUNFT noch besser handeln zu können.

  27. Michael (WF) // 13. Januar 2013 um 17:24 // Antworten

    Daniel, auch Du bist nicht perfekt. Du hast mit Sicherheit schon den einen oder anderen Fehler im Einsatz gemacht, auch wenn Du es hier nicht zugeben wirst.

    Natürlich sollte man Fehler nicht als unproblematisch abtuen, sondern versuchen, daraus zu lernen. Es bleibt aber immer dabei: Menschen machen Fehler.

    Den Einsatzleiter, der jeden Brandverlauf vorhersehen kann, gibt es nicht und wird es nie geben. Man deshalb durchaus Kritik üben – aber bitte konstruktive Kritik.

    Alles andere bringt niemanden weiter.

  28. Natürlich mache auch ich Fehler, aber ich stehe dazu. So wie es der Wehrführer in dem Bild-Bericht auch getan hat. Ich finde es nur sehr fragwürdig, wenn Fehler die Feuerwehrs gemacht hat, mit einem einfachen „Fehler passieren, und ausserdem machen wir das nur ehrenamtlich!“ weggewischt werden. Der eingesetzten Feuerwehr mache ich keinen Vorwurf, wie denn auch, ich war ja nicht dabei. Aber ich mache den Leuten einen Vorwurf, die groß herumtönen und sich selbst auf das selbe Niveau herablassen, oder leider viel zu oft noch weiter darunter, wie die Bild-Zeitung. Ich sehe ein großes Defizit in der Kritikfähigkeit und der Selbstreflexion vieler FA, die dann die oben genannten Sprüche bringen, garniert mit Beleidigungen.
    Für mich ist die Argumentation „Wir machen das ja nur ehrenamtlich!“ eben einfach keine. Hier mal ein Link zur Facebook-Seite von Feuerwehrleben, ich hoffe dass es funktioniert. Schaut euch die Kommentare an, da stehen einem normal erzogenen und nachdenkenden Menschen wirklich die Haare zu Berge.

    http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151334979022230&set=a.363962887229.160464.122191082229&type=1&theater&notif_t=like

  29. Es ist meiner Meinung nach für uns als Freiwillige Feuerwehr nicht sonderlich förderlich, wenn potentielle Kandidaten für unsere Tätigkeit von solchen Kommentaren von „ausgebildeten“ Feuerwehrleuten abgeschreckt werden.
    Ich stell mir vor wie jemand, der begonnen hat sich für FF zu interessieren, mal über solche FB-Seiten oder Foren schlendert und mal ein paar Threads oder Beiträge lesen will, ob FF vielleicht was für ihn ist. Was wird der wohl denken? Bei so einem Haufen will ich gar nicht mitmachen? Schreibfehler ohne Ende, Grammatik zum weglaufen und eine Wortwahl bei der mir meine Mutter längst eine Ohrfeige gegeben hätte. Wo ist denn die gute Erziehung hin? Wir sind doch eine Organisation mit sehr großer Aussenwirkung. Was wir in unserer Funktion tun, was wir darstellen und wie wir uns unserem Gegenüber verhalten. Denkt da vielleicht der „Interessent“ dass er bei normaler Intelligenz (ich schreib das jetzt mal bewusst überspitzt!) und guten Manieren bei uns vielleicht nicht gut aufgehoben ist, weil nach dem was er gelesen hat da anscheinend nicht so ganz rein passt?

    Jeder weiss doch, dass die Bild-Zeitung sehr kontroverse Überschriften und Texte verwendet, auch der „Interessent“. Aber wenn er dann die ganzen, größtenteils wirklich extremen, Kommentare liest, der muss doch denken dass wir bei der FF so verbohrt und selbstverliebt sind, dass wir nichtmal fähig sind unser Tun auch kritisch zu überdenken.

    Kritik ist nichts negatives, sie hilft uns nur beim besser werden. Leider sehen das viele anscheinend anders.

    Mit sowas machen wir doch unsere Bemühungen dringend benötigten Nachwuchs zu finden selbst kaputt. Ich muss mich da vor Aussenstehenden schon wirklich fremdschämen.

    In meiner FF gibt es auch den einen oder anderen Kandidaten aus dieser Gruppe undnd ich halte es für unser aller Aufgabe diese Leute zur Räson zu rufen, ihnen zu erklären was da gerade läuft und welche Konsequenzen so etwas haben kann. Wir müssen doch mit gutem Beispiel voran gehen und Kritik annehmen, darüber diskutieren und unsere Arbeit, unser Auftreten oder unser Verhalten entsprechend ändern.

  30. Philipp Zeciri // 14. Januar 2013 um 18:15 // Antworten

    also die Bild soll mal die frsse halten täglich fahren die Freiwilligen raus zu jeder zeit und immer gerne und schreibt irgendeine zeitung zu jedem Einsatz etwas gutes wie danke das ihr wieder da wart nein aber wenn die Feuerwehr irgendwas falsch macht schreiben sie gleich so alsob die Feuerwehren nix können
    leute Feuerwehrmänner sind menschen und machen Fehler das ist normal klar ist auch das dieser Fehler groß war unt trotzdem denke ich das die Feuwehr mehr hilft als solche einsätz vernichten und außerdem fragt mal wivile leute wissen das fast alle Feuerwehren in Deutschland freiwillig sind das denken nur wenige da siht man mal wie die FF’s da stehen so profesionell das man denkt die machen das nur

  31. Ich muss aber sagen auf FB schreiben auch viele was dazu die nicht in der FEuerwehr sind nicht wissn wie so ein einsatz verläuft und wie die vorgehens weise bei einem solchen Einsatz ist. Ich habe da schon soviele Kommentare gelesen die sowas von sinnlos waren und eine gefährdung ergeben hätten. Deshalb wird ich solche kommentare auf FB ignorien und dann gab es auch mal solche kommentare wo was schiefgelaufen ist (anderer Einsatz) dann steht da ich hätte es besser gemacht. Man sollte vll mal den Bericht erwarten ob es jetzt was mit der Dämmung zutun hat oder ein Glutnest.

  32. Die letzten beiden Beiträge sind wieder gute Beispiele für meine Theorie…

  33. @Daniel
    Ich wäre sehr vorsichtig was die Beurteilung von Personen anhand ihrer Ausdrucksmöglichkeiten betrifft. Nicht jeder Kamerad ist ein Schiller oder Goethe, aber trotzdem ist er womöglich ein fähiger, technisch versierter und für die Kameradschaft unentbehrlicher Feuerwehrangehöriger. Und selbst wenn die Äußerungen von Unwissenheit, manchmal vielleicht auch von Ignoranz oder Dummheit geprägt sind, ist es die Aufgabe der Kameraden die erfahrener sind, vielleicht auch gewandter in ihrer Kommunikationsfähigkeit, diesen Kameraden zu unterstützen, ihn auf seine Fehler oder Irrtümer mit konstruktiver Kritik hinzuweisen und damit die gesamte Truppe zu stärken.
    Allerdings sollte man sich darüber hinaus einfach darüber im klaren sein, das es bei einer Gruppe die so groß ist wie die Feuerwehr, immer eine große Spannweite von Menschen gibt, wie bereits oben beschrieben. Und insbesondere im Internet kann sich nunmal jeder äußern, das ist auch gut so und gerade dort sollte man dann mit der nötigen Sensibilität ran gehen. Gegenseitige Schuldzuweisungen in Unkenntnis der Person ist auf jeden Fall, in jedem Fall, nicht zielführend.

  34. @Christian:

    „also die Bild soll mal die frsse halten“ Ich denke sowas hat nicht mit eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeiten zu tun. Das ist einfach nur unterste Schublade und ist in der Aussenwirkung für uns nicht von Vorteil. Übrigens ist so ein Satz meistens auch die Reaktion auf einen gut gemeinten Hinweis vielleicht mal seine Ausdrucksweise zu überdenken und vielleicht mal den Ball in Wort und Schrift etwas flach zu halten.
    Natürlich gibt es solche und solche bei der Feuerwehr. Aber Beiträge wie oben sind die die hängen bleiben und das Bild der FF in Deutschland nachhaltig schädigen. Kritik ist keine Eiinbahnstrasse, sie muss eben auch angenommen werden. Nur ist, wie gesagt, die Kritikfähigkeit anscheinend nicht sehr ausgeprägt.
    „Und insbesondere im Internet kann sich nunmal jeder äußern, das ist auch gut so und gerade dort sollte man dann mit der nötigen Sensibilität ran gehen.“ Warum sollte nur der konstruktive Kritik übt denn mit der nötigen Sensibilität ran gehen? Was ist mit dem der schreibt? Sollte nicht erst mal überlegt werden bevor man seine Tastatur benutzt?

    Leider beschränkt sich so ein Verhalten nicht nur auf das Internet. Die Aussenwirkung vieler Kameraden ist maximal schädlich.

  35. @Daniel
    „Warum sollte nur der konstruktive Kritik übt denn mit der nötigen Sensibilität ran gehen?“
    Ganz einfach, weil er es kann. Man sollte eben, so verstehe ich dich auch, sich immer nach bestem Wissen und Gewissen verhalten und eben auch ausdrücken. Manche haben mehr drauf, manche weniger, darum sollte man sich gegenseitig unterstützen. Einfach überbügeln ist, wie schon gesagt, keine Lösung. Sonst kommt, insbesondere hier im Netz, nur eine lange Litanei von gegenseitigen Beschuldigungen und Beleidigungen dabei raus die dann erst recht nicht gut für die Außenwirkung ist.
    Ich wiederhole mich gerne wenn ich sage: Hier bzw. im Netz schreibt jeder „Hinz und Kunz“ vom alt gedienten Feuerwehrmann bis zum Mitglied in der Jugendfeuerwehr, vom promovierten Maschinenbauer bis zum XYZ-Gesellen. An diese Leute würde ich im „real life“ unterschiedliche Ansprüche stellen was ihr „Verhalten“ in Gewissen Situationen angeht. (Obwohl das schon ziemlich voreingenommen ist, aber ob man nu will oder nicht, man macht sich eben doch fast immer Vor-Urteile). Nur der Punkt ist, man sieht es den Leuten hier nicht an wer sie sind. Und wenn mir nu ein 16jähriger sagt jemand soll die Fresse halten, dann hat das für mich eine andere Qualität als wenn mir das ein 40jähriger erzählt.

  36. Alexander Jung // 16. Januar 2013 um 17:41 // Antworten

    Ich muss sagen mein erster Gedanke auf den Ursprungsartikel war auch: Was ist denn mit der Feuerwehr nicht richtig?

    Nach dem Lesen des Einsatzablaufes, speziell dass eben doch mit einer WBK nach Glutnestern etc gesucht wurde, kam dann die Einsicht: Hier ist etwas schief gelaufen, was nicht einfach auf eine „Trottel-Feuerwehr“ zurückzuführen ist. Die genaue Ursache sollte herausgefunden werden, am besten auch mit Vergleichstests. Aus Fehlern, und dies war nun mal einer, muss gelernt werden, sonst wird er wiederholt! Dazu gab es ja auch schon den ein oder anderen guten Ansatz/Kommentar hier. @Daniel: Ich stimme dir zu, dass solche Fehler nicht abgetan werden sollten. Das Schadet dem Bild in der Öffentlichkeit (Profis vs. „Bauerntölpel“) und fördert nicht gerade eine fundierte Aufarbeitung des Geschehens. Gänzlich vermeiden lassen sich solche Fehler wohl aber nicht, da Irren nun Mal doch menschlich ist. Nur wer ein und den selben Fehler zwei Mal macht ist dumm.

    Worum es mir bei dem Artikel über die „Bild“ geht ist allerdings etwas anderes.
    Für mich zeigt so ein Artikel auch wie wichtig eine gute Pressearbeit für Feuerwehren heutzutage ist. Wenn ich das 2. Mal zu einem Brand im gleichen Objekt ausrücke muss mir als Feuerwehr ja schon auf der Anfahrt klar sein: hier haben wir Mist gebaut UND die Presse wird das mitbekommen.
    Ich weiß dass nicht jede Feuerwehr sich einen Pressesprecher halten kann und selbst wenn, dieser ja nicht immer verfügbar ist (FF), aber bei einem so großem Aufgebot an Feuerwehrkräften sollte sich im Rahmen der Einsatzleitung (nach der „hektischen Phase“) auch Gedanken um eine Pressemitteilung gemacht werden. Die Polizei hat definitiv Pressesprecher, die können das zB auch übernehmen.

    Die Bild wird sich wahrscheinlich nicht davon abhalten trotz allem solche Schlagzeilen zu verwenden, aber wenigstens die Zeitungen (die Bild ist nämlich keine, sondern ein Magazin) sollten bei ihren Artikeln auf die Sichtweise der Feuerwehr zurückgreifen können.

  37. @Christian:

    „Einfach überbügeln ist, wie schon gesagt, keine Lösung.“ Was heisst den überbügeln? Ist es schon überbügeln wenn man die Leute nur sachlich darauf hinweist, dass sie gerade Sachen schreiben die nicht der Wahrheit entsprechen oder sie darum bittet sich ein wenig zu mässigen?
    „Manche haben mehr drauf, manche weniger, darum sollte man sich gegenseitig unterstützen.“ Ja, und diejenigen die es nötig haben sich unterstützen zu lassen müssen das auch akzeptieren können und die Unterstützung auch annehmen wollen. Ist halt leider meistens nicht der Fall.
    „Sonst kommt, insbesondere hier im Netz, nur eine lange Litanei von gegenseitigen Beschuldigungen und Beleidigungen dabei raus die dann erst recht nicht gut für die Außenwirkung ist.“ Siehe oben. Die Beleidigungen kommen in den allermeisten Fällen von den Leuten, die die sachliche und sinnvolle, da nötige, Kritik nicht annehmen können.

    „Nur der Punkt ist, man sieht es den Leuten hier nicht an wer sie sind. Und wenn mir nu ein 16jähriger sagt jemand soll die Fresse halten, dann hat das für mich eine andere Qualität als wenn mir das ein 40jähriger erzählt.“

    Man kann aber an der Ausdrucksweise und dem schriftlichen Ausdruck nach erkennen auf welcher geistigen Stufe jemand steht. Das hat weder was mit handwerklichem Geschick noch mit Intelligenz zu tun. Der Intelligente wird sich eher Gedanken machen bevor er schreibt und er wird sich nicht so unsachlich auslassen, egal ob er Legastheniker ist oder nicht. Und da jeder sich äussern kann ist es auch egal ob das ein 16 jähriger JFler schreibt oder ein 40 jähriger FA, geschrieben ist geschrieben.
    Nur kann man viele Aussagen einfach nicht unkommentiert stehen lassen, denn man muss schon versuchen den Schaden so gering wie möglich zu halten. Wenn man nämlich einfach diese Beiträge laufen lässt, gerade dann wirft das ja ein mieses Bild auf die FF da die Stimme der Vernunft stumm bleibt. So sehen die von mir als „Feuerwehr-Interessierte“ beschriebenen potentiellen Neuzugänge, dass sich nicht alle bei der Feuerwehr so verhalten und dass es doch Personen bei der FF gibt die Fachwissen haben. Es ist noch nicht alles verloren!

    Ich will auch niemanden als zu dumm hinstellen, wenn Du diesen Eindruck hast. Es geht mir einzig und allein um unsere Eigendarstellung nach aussen. Vielleicht auch nach innen. Denn so mancher hat schon seinen Hut genommen weil es ihm einfach zu blöd wurde.

    Gruß,

    Daniel

  38. Michael (WF) // 19. Januar 2013 um 12:50 // Antworten

    Hallo,

    hier noch mal ein Nachtrag für die, die den zweiten Brandausbruch direkt oder indirekt mit dem Einsatz einer ehrenamtlichen Feuerwehr in Verbindung gebracht haben:

    Jetzt ist ein ähnlich gelagerter Fall in Köln passiert, also eindeutig im Einsatzbereich einer Berufsfeuerwehr:

    http://www.nonstopnews.de/meldung/16348

  39. @Daniel

    Was du schreibst ist schon richtig. Aber du wirst ungehörige und/oder unqualifizierte Beiträge nicht verhindern können. Und wer es drauf anlegt, der schafft es immer zu provozieren.

    Und ja genau, ich hatte das Gefühl das du Leute als „zu dumm“ zum schreiben von Beiträgen hälst und es ihnen desshalb „nahlegen“ wolltest besser nichts zu sagen. Dann musst du dir aber die Frage gefallen lassen, wo denn die Zensur bei dir anfangen sollte, schon bei zu viel Rechtschreibfehlern, bei mangelndem Fachwissen oder bei unzimlichen Ausdrücken?!

    Ich wolte darauf hinaus und das hast du ja quasi auch bestätigt, das man, außer immer wieder konstruktiv(!) auf die Leute einzuwirken und damit auch Beobachtern zeigen zu können das es auch innerhalb der Feuerwehr andere (eigene) Meinungen gibt, nichts machen kann. Das ist zwar manchmal lästig, aber so ist das Internet. In der LG kannst du natürlich ganz anders auf die Leute einwirken.

    Also ich würd mal sagen wir verfolgen da in etwa die gleiche Linie, mir gefiel nur der Anschein der wilkürlichen Zensur nicht. 🙂

  40. @Christian:

    „Und ja genau, ich hatte das Gefühl das du Leute als “zu dumm” zum schreiben von Beiträgen hälst und es ihnen desshalb “nahlegen” wolltest besser nichts zu sagen.“ Ich wollte ihnen nahelegen erstmal zu überlegen bevor sie etwas schreiben und doch bitte diese Beleidigungen zu unterlassen. Mehr nicht.

    Mit Zensur hat das nichts zu tun. Jeder darf und soll seine Meinung sagen. Jedoch sollte man so respektvoll dem Gegenüber sein und wenn es nicht anders geht ein Rechtschreib- Programm drüber laufen lassen, damit der andere auch eine Chance hat zu verstehen, was der Schreiber eigentlich möchte. Desweiteren muss man nicht beleidigend werden, sondern kann seine Meinung auch mit objektiven Argumenten darlegen. Jemand, der merkt und zugeben kann, dass er Defizite in seinem Wissen hat, der reagiert in Diskussionen anders und nimmt Hinweise an.

    Das was ich die ganze Zeit schrieb hat nichts mit Zensur zu tun oder dass ich jemandem verbiete seine Meinung zu äussern. Wohingegen „Halt die Fre**e wenn DU keine Ahnung hast!“ schon eher in die von Dir beschriebene Richtung geht. Und diese Worte kann man doch ziemlich häufig in dem von mir verlinkten Kommentationsbaum und anderen Diskussionen/Foren finden.

  41. Vielleicht war da auch gar kein Glutnest und erst nach durchlesen der Versicherungsunterlagen stellte man fest das es gar nicht so ungünstig wäre wenn da doch eins wäre.
    Tja – und auf einmal war da auch eins.

    Die Sache muss man schon von allen möglichen Seiten betrachten. Trau schau wem

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