100 Atemschutztrupps im Einsatz gegen Silobrand

Am Montag kam es im Bezirk Hollabrunn (Österreich) kurz vor 08:00 Uhr zu einem Silobrand in einem Gutsbetrieb. Über 125 Einsatzkräfte waren letztendlich mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bis Dienstagnacht dauerten die Arbeiten an. Der Glimmbrand konnte nur mit Stickstoff gelöscht werden.

3Aus bislang unbekannter Ursache brannte in einem 25m hohen Schrotsilo in mehreren Abschnitten das Schrot. Die Einsatzkräfte aus 17 Feuerwehren mussten händisch mehrere Tonnen Schrot aus dem Silo bringen, da ein direkter Löschzugang auf Grund der Gefahr des Aufquellens des Brandgutes und der Verbauung nicht möglich war. Wegen der schweren körperlichen Arbeit wurden etliche Atemschutztrupps benötigt, da jeder Trupp nur zwei Durchgänge bewältigen konnte. Sie mussten das Schrot mehrere Treppen nach unten bringen, bevor es mit dem Aufzug nach unten ging. Neben der Hitze im Silo, kam erschwerend die Kälte draußen hinzu.

Zum Ablöschen des Brandes wurde ein LKW mit Stickstoff an die Einsatzstelle bestellt, der das Silo fluten sollte. Löschlanzen sollen an zuvor freigeräumten Zugängen in das Silo eingeführt werden, damit der minus 196°C kalte Stickstoff den Glimmbrand ersticken kann. Rund 1.000kg Stickstoff wurden in das Silo gepumpt. Nach mehreren Stunden wurden die ersten Erfolge ersichtlich. Es schien so, dass der Brand gelöscht sei.

17Kurz vor Mitternacht wurde dann allerdings erneut ein Glutnest lokalisiert und mit mehreren Feuerlöschern bekämpft. Die Glutnester entstanden durch ein glühendes Rohr im Inneren des Silos. Weiterhin wurde das Rohr geöffnet und auch hier wurden weitere Glutnester entdeckt, die schnell abgelöscht werden konnten. Schließlich konnte um 01:35 „Feuer aus“ gemeldet werden. Messungen mit der Wärmebildkamera ergaben keine erhöhten Werte mehr.

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Insgesamt standen 125 Mitglieder der Feuerwehr im Einsatz, dass macht über die gesamten Löscharbeiten eine Arbeitsleistung von 2.250 Stunden. Neben dieser enormen Zahl, umfasst auch das Funktagebuch 17 Seiten. Das Einsatztagebuch schafft es auf stolze 40 Seiten. Von den Atemschutztrupps mussten 383 Flaschen gefüllt werden.

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