Taktische Ventilation von Christian Emrich (Feuerwehrbuch Rezension)
Viele Feuerwehren nützen den Lüfter in ihrer täglichen Arbeit, allerdings wird er häufig lediglich als “Aufräumgerät” zum Schluss eingesetzt um den restlichen Brandrauch aus dem Gebäude zu bekommen. Dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt und diese auch zu einer Verbesserung der Einsatzsituation beitragen können, zeigt Christian Emrich in seinem neuen Buch “Taktische Ventilation”. Am Ende des Beitrags stellt der Ecomed-Verlag auch ein Buch für eine Verlosung zur Verfügung, so habt Ihr gleich die Chance ein kostenloses Exemplar in die Finger zu bekommen.
In der Regel üben und trainieren wir das, was auch im Einsatzalltag am häufigsten vorkommt. Oftmals sind das Themen die sich Rund um die Bereiche Brandeinsatz und Unfallrettung drehen. Umso verwunderlicher ist es, dass wir ein Gerät bei fast jedem Feuer einsetzen, aber ausbildungsmäßig in dem Bereich kaum etwas machen. Die Rede ist vom Feuerwehrlüfter. In den letzten zehn Jahren hat er bei den meisten deutschen Feuerwehren Einzug erhalten, der Wissensstand dazu hält sich aber stark in Grenzen. Dafür gibts aus meiner Sicht mehrere Gründe. Oftmals wird der “Überdrucklüfter” nur dazu verwendet am Ende des Einsatzes den restlichen Rauch aus dem Gebäude zu blasen. Hier kann man dann auch gar nicht mehr so viel falsch machen. Außerdem sind die Übungsmöglichkeiten beschränkt (im Buch gibts aber einige Tipps dazu wie man es besser machen kann). Während unsere Kollegen über den großen Teich mal eben ein Abbruchhaus in Schutt und Asche legen, ist hierzulande ein vernebeltes Gebäude wohl das höchste der Gefühle. Letztendlich gibts auch Ängste, die in Kombination mit fehlender Erfahrung dazu führen, dass man lieber die Finger davon lässt. Als Beispiel sei hier genannt, dass der Einsatz eines Lüfters das Feuer verschlimmern kann.
Schauen wir uns jetzt aber Mal das Buch genauer an. Es stammt aus der Feder von Christian Emrich den Ihr schon aus diesem Videointerview zum Thema Ventilation & Überdruckbelüftung kennt. Zudem haben Ulrich Cimolino und Dr. Stefan Svensson mitgewirkt.
Buchinhalt
Das Buch startet in die Taktische Ventilation mit den Themen Rauchgasvergiftung und Allgemeine Grundlagen. Hier wird erklärt welche Auswirkungen der Brandrauch auf den Menschen hat und welche physikalischen Grundlagen für Brandverläufe und Belüftungen wichtig sind. Anschließend erläutern die Autoren welche möglichen Gefahren die taktische Ventilation mit sich bringen kann wie beispielsweise der Einfluss des Windest und die Probleme von nicht dichtschließenden Türen. Auch wenn man beim Buchtitel erst Mal nur an unsere Feuerwehrlüfter denkt, so zeigt das Kapitel Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, dass bereits vorhandenen Einbauten gut für die Belüftung genutzt werden können. Im weiteren Kapitel Technik geht es dann nicht nur um die verschiedenen Lüfterarten wie beispielsweise motor- oder wasserbetriebene Lüfter, sondern auch um Hilfsmittel wie Rauchverschlüsse und Werkzeuge die bei der Ventilation unterstützen. Ein Abschnitt des Fachbuches widmet sich dem Thema “Erstellung von Lüftungsöffnungen”. Hier wird erläutert, wie man Öffnungen ins Gebäude bekommt und welche Werkzeuge bei dieser Tätigkeit helfen. Da Feuerwehrlüfter auch abseits von Bränden Verwendung finden wird im Kapitel “Weitere Möglichkeiten der Taktischen Ventilation” welche Einsatzmöglichkeiten es hier gibt. Von der Kühlung von Einsatzkräften bis hin zur Erzeugung großer Schaummengen. Die Abschnitte Fallbeispiele und Trainingsmöglichkeiten am Ende des Buches fand ich besonders interessant, da hier sehr praxisnah Ideen und Lösungen an die Hand gegeben werden.
Die wichtigsten Aussagen für mich
- Motorbetriebene Feuerwehrlüfter können ohne Abgasschlauch eine CO-Konzentration erzeugen, welche die maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK Wert) um ein vielfaches übersteigen (S. 17)
- Da CO leichter als Luft ist (Dieses Gas entsteht unter anderem beim Brand), muss man insbesondere Räumlichkeiten über der Brandwohnung kontrollieren da es geruchslos und in hohen Konzentrationen tödlich ist (S. 19)
- Entstehungsbrände sind oft brandlastgesteuert (das vorhandene brennbare Material bestimmt die Brandausbreitung), Vollbrände sind oftmals ventilationsgesteuert (von der verfügbaren Luft abhängig) (S. 33)
- Die Brandintensität kann durch Ventilationsmaßnahmen zunehmen, durch Verbesserung der Sichtverhältnisse muss das aber nicht unbedingt ein Nachteil sein (S. 34)
- Wenn Flammen bereits beim Eintreffen aus einem Fenster schlagen, ist bereits nahe am Brandherd eine Ablüftungöffnung vorhanden und die Ventilation kann beginnen, sobald der Trupp mit Wasser am Rohr vor der Wohnung oder dem Zimmer bereit ist (S. 43)
- Um die Auswirkung der Belüftung abzuschätzen, die Motorleistung vom Lüfter langsam erhöhen (S. 56)
- Bei Tiefgaragenbrände über Treppenhaus belüften und die Einfahrt als (große) Abluftöffnung nutzen (S. 71)
- Wasserlüfter haben keine Ex-Zulassung. Derzeit gibt es keine weitere Informationen ob die statische Aufladung der Lüfterblätter gefährlich sein kann (S. 82)
- Neigungswinkel so einstellen, dass die Luftstrom mittig in die Zuluftöffnung gelenkt wird (S. 98)
- Wärmebildkamera bei Erkundung durch Gruppenführer verwenden um Brandraum zu lokalisieren (S. 104)
- Möglichst wiederverschließbare Abluftöffnungen verwenden um ggf. Abluftöffnung während des Einsatzverlaufs wieder zu verkleinern (S. 123)
- Wenn Rauch aus der Brandwohnung zurückströmt, kann die Lüfterleistung zu hoch sein und der Rauch in saubere Bereiche gedrückt werden (S. 166)
- Brandbekämpfung von außen kann durch den heißen Wasserdampf auch für Trupps außerhalb des Raumes gefährlich sein (S. 190)
- Übungsrauch für realistisches Ventilationstraining mittels Gasbrenner/Heizlüfter erhitzen (Nebelfluid muss dafür geeignet sein), alternativ mit nasser oder trockener Holzwolle Rauch erzeugen (S. 215 ff.)
Was hat mir am Buch gut gefallen?
Wie eingangs erwähnt ist das Thema Taktische Ventilation bei den deutschen Feuerwehren unterrepräsentiert, daher denke ich dass dieses Buch dazu beiträgt, Wissen in die Feuerwehren zu tragen. Mir hat besonders gut der Praxisbezug und die Hintergrundinfos gefallen. Dadurch kann man reale Einsatzsituationen besser einschätzen und auch das Thema Belüftung offensiver angehen. Viele Feuerwehren haben vor allem Angst etwas falsch zu machen. Durch das beschriebene standardisierte Vorgehen wird ein guter Leitfaden an die Hand gegeben.
Was könnte man am Buch ändern?
Einige Kapitel im Buch sind mir persönlich zu langatmig und detailliert. Die Betonung liegt hier auf “mir persönlich”, denn es gibt nun mal unterschiedliche Intentionen sich das Buch zuzulegen, und ein anderen ist vielleicht ganz happy wenn genau
diese Themen im Detail behandelt werden. Dieser tiefe Einstieg in Randthemen hat bei mir aber dazu geführt, dass ich mich stellenweise durchquälen musste. So nimmt das Thema Rauchgasvergiftung gleich am Anfang 12 Seiten ein, das Kapitel Rauch- und Wärmeabzugsanlage 19 Seiten, Werkzeuge für die Entlüftungsöffnung werden 14 Seiten gewidmet und das Kapitel Einsatzvorplanung ist mit 12 Seiten dabei. Hier hätte man meines Erachtens sich eher auf das wesentliche konzentrieren können. Auch der Anhang mit 12 Seiten der die physikalischen Hintergründe der Belüftung erläutert war ein Bereich wo ich nach den ersten Seiten komplett ausgestiegen bin, da hier der Inhalt wohl direkt aus einer wissenschaftlichen Arbeit übernommen wurde. Hier wäre es gut gewesen wenn man zwar diese Backgroundinfos bietet, aber allgemeinverständlich aufbereitet. Seitenweise Formeln sind aus meiner Sicht nur für einen äußerst geringen Teil der Leserschaft interessant. Daher mein konkreter Vorschlag: Im Gegensatz zu umfangreichen Standardwerken aus der Buchreihe Einsatzpraxis wie “Atemschutz” oder “Technische Hilfeleistung bei PKW-Unfällen ” müssen die Nischenbücher seitenmäßig nicht so umfangreich sein, sondern können sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Dieses Buch gewinnen
Für Alle die nun auch dieses Buch in den Händen halten wollen, gibts die Möglichkeit ein solches zu gewinnen. Einfach einen Kommentar hier im Blog hinterlassen und kurz beschreiben wie gut oder schlecht das Thema Taktische Ventilation in Eurer Feuerwehr behandelt wird. Nach sieben Tagen wähle ich dann per Los aus allen Kommentaren unter diesem Beitrag den Glücklichen aus und schicke ihm ein nagelneues Buch zu. Bitte unbedingt eine gültige E-Mail Adresse angeben unter der ich Euch kontaktieren kann. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Ecomed Verlag der ein Buch für die Rezension und die Verlosung zur Verfügung stellt. [Vielen Dank an Alle die mitgemacht haben. Der Gewinner wurde benachrichtigt]
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Tags: cimolino, ecomed, emrich, taktische ventilation, ventilation, überdruckbelüftung






09. April 2012 um 12:47
Der Lüfter ist so ziemlich eines der Ersten Dinge, die mit dem ersten Rohr bei uns mit an die Haustüre gebracht werden. Sobald eine Entlüftungsöffnung vorhanden ist, wird er direkt an gemacht.
09. April 2012 um 12:47
wird regelmässig bei den Einsatzübungen beim entfernen des Übungsrauches erklärt und geübt !
09. April 2012 um 12:50
Vielen Dank für diesen absolut Interessanten Bericht Mkg
09. April 2012 um 12:52
Das belüften eines Gebäudes während/nach einem Brand wird bei uns genauso vorgenommen, aber Ausbildungstechnisch ist dieses Thema auch bei uns etwas unterpräsentiert.
Das man mit einem Lüfter mehr machen kann als nur simpel den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen ist noch nicht ganz so weit verbreitet…
Da bedarf es den Ausbildern/Führungskräften dieses zu ändern bzw. den Ausbildungsmangel abzustellen!!!
09. April 2012 um 12:54
also bei uns wird das Thema Taktische Ventilation recht gut behandelt, da wir monatliche Schulungen hierbei und zu vielen anderen Themen haben, dennoch wäre es natürlich interessant das gesamte Buch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und vielleicht noch den ein oder anderen Tipp somit bekommen zu könnten!
09. April 2012 um 12:57
Hi,
taktische Ventilation ist bei uns in der Ausbildung Thema, wird im Einsatz aber vernachlässigt oder uneffektiv durchgeführt (passive Ventilation nachdem das Feuer bereits aus ist). Das Ventilieren mit Lüfter und simultan vorgehendem AT habe ich erst in einem Einsatz erlebt, bei dem ich selbst im Innenangriff war und muss sagen, sobald der Lüfter an ist, verbessert sich die Sicht maßgeblich. MfG Nico
09. April 2012 um 12:58
Thema Überdruckbelüftung mmmmhhh… wird bei uns regelmäßig geübt und sobald im Einsatz die Lage klar ist wir der Lüfter angeschmissen, um evtl nicht verrauchte Bereiche Rauchfrei zu halten.
09. April 2012 um 13:01
Das Thema taktische Ventilation wird bei uns eher weniger behandelt
09. April 2012 um 13:01
Das Thema taktische Ventilation soll bei uns in Zukunft stärker behandelt werden, gerade für unser neues HLF, und ich sammle aktuell Material und Ausbildungsunterlagen dazu.
Das Buch wäre dafür ideal!
09. April 2012 um 13:05
Der Lüfter wird bei uns eigentlich nur zum Entfernen von Rauch nach Übungen und Bränden benutzt.
09. April 2012 um 13:06
Bei uns wird das Thema an einem selbstgebauten Rauchhaus im Miniaturformat geschult, das hat sich gut bewährt. Seit dem ist der Lüfter im Einsatz durchaus öfter eingesetzt.
09. April 2012 um 13:06
Coole Sache… Ich würde mich für mich und meine Kameraden echt freuen dieses Buch zu gewinnen und uns damit einen neuen Wissensstand anzuschaffen…
Ist echt ein interresantes und umfangreiches Thema über das wirklich in der Ausbildung zu wenig vermittelt wird..!!
Vielen Dank :D
09. April 2012 um 13:08
Moinmoin,
danke für das Ansprechen dieses Themas. Wir haben einen Lüfter und setzen ihn auch bei Brandeinsätzen ein um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Wie auch in den vorherigen Postings anklang muss sich die Erkenntnis, dass es nicht nur um das Rauch wegblasen geht bei uns erst noch durchsetzen. Dazu muss ich sagen, dass das Thema Lüftereinsatz in Loy auf dem TF /GF auch nur angerissen wird. Insoweit ist das Buch sehr wichtig, um als Gruppenführer und Ausbilder notwendigen Hintergründe zu bekommen.
Frohe Ostern übrigens. :)
Eike
09. April 2012 um 13:08
Wichtiges Thema, dass m. E. bei vielen Feuerwehren in dieser Art nicht bekannt ist.
Vielerorts wird der Lüfter erst gegen Ende des Brandeinsatzes eingesetzt. Hier bedarf es Nachholbedarf bei der Ausbildung, so dass die Vorteile einer frühzeitigen Rettungsbelüftung erkannt und genutzt werden.
09. April 2012 um 13:15
Der Lüfter wird bei uns recht oft auch taktisch eingesetzt, wobei die Ausbildung meiner Meinung nach vernachlässigt wird, wirklich gut können nur wenige mit dem Gerät arbeiten. Aber da die Erkenntnisse zur taktischen Ventilation immer umfangreicher verfügbar sind, sehe ich zuversichtlich in die Zukunft (;
09. April 2012 um 13:16
Erst kürzlich gab es bei uns eine Fortbildung, bei der u. A. auch die takt. Ventilation Thema war.
Neben Deinen hervorgehobenen Aussagen würde ich noch ergänzen, dass taktische Ventilation eine Führungsaufgabe ist. Allerdings müssen alle Feuerwehrkräfte mit dem Thema gut vertraut sein, damit auch der gewünschte Einsatzerfolg eintritt. Falscher Lüftereinsatz bzw. Handhabung kann schlimme Folgen haben. Auch hier muss die Technik der Taktik folgen und nicht umgekehrt. Es ist also sehr wichtig, wenn schon ein Lüfter in der Wehr vorhanden ist, alle Einsatzkräfte umfassend auszubilden. Solch ein Fachbuch hilft dabei.
09. April 2012 um 13:18
Hallo,
bei uns haben einige Leute Angst, etwas falsch zu machen (wie schon oben im Blog beschrieben). Ich suche nach einer Möglichkeit, den Leuten diese Angst zu nehmen. Wir haben einen Wasserbetriebenen und einen Kraftstoffbetriebenen Lüfter. Bei den Einsätzen und Übungen werden die Lüfter zwar eingesetzt, jedoch eigentlich nur, um nach dem Innenangriff das Gebäude rauchfrei zu machen.
Gruß
09. April 2012 um 13:20
bei uns wird leider nie wirklich von Entscheidungsträgern und Führungskräften nachgedacht ob es andere, vielleicht effektivere Taktiken im Bezug auf die Ventilation gäbe. Jene die sich bei uns Gedanken machen und informieren(Internet) sind jüngere Kameraden, diese haben leider nicht die nötige Entscheidungskraft in der Feuerwehr und werden von älteren Kameraden für Ideen zu taktischen Veränderungen eher belächelt.
09. April 2012 um 13:20
Leider wird in unserer Feuerwehr der Lüfter, wie hier beschrieben, lediglich als “Aufräumgerät” genutzt. Ich denke aber, dass dank dieses Artikels sich schon was bewegen wird. Von daher schon einmal vielen Dank.
09. April 2012 um 13:29
Das Thema ist in der Tat auch bei uns noch sehr unterrepräsentiert. Von daher ist ein solches Buch ein willkommenes Hilfsmittel für unsere Ausbildung.
09. April 2012 um 13:32
Sehr Interesannte Ausbildungsunterlage.
Da dieses Thema nicht nur bei und in der einenen OT Wehr etwas Untergeht, sondern leider auch in der gesamten Gemeinde muss hier mehr auf das Thema Eingeganen werden von Ausbildern & Führungskräften.
Diese Unterlagen sind ein Must have für eine gute Ausbildung.
Grüße
09. April 2012 um 13:36
Wir haben Lüfter, ausgebildet wird quasi nichts, also jedenfalls nichts von den Leuten, die die Dinger beschafft haben / dafür verantwortlich sind. :-/
Gute Rezi btw :-)
09. April 2012 um 13:48
Wir verwenden Lüfter während und nach den Löscharbeiten, jedoch denke ich dass es noch viel zu optimieren gibt.
09. April 2012 um 13:58
Sehr interessanter Bericht.
In unserer Wehr wird die Belüftung in regelmäßigen Abständen in einem Ausbildungsabend unterrichtet. Dies geschieht mit Hilfe einer Powerpoint Präsentation. Trotzdem nehmen wir uns auch die Zeit dies praktisch zu üben und den enormen effekt zu demonstrieren. (Raum unter Nebel setzen) Dies wird mit dem Einsatz des Rauchverschlusses kombiniert. Das Buch wäre eine gute Ergänzung.
09. April 2012 um 13:59
@Stefan: Mich Interessiert es, was es in eurer Wehr noch zu optimieren gibt.
Freundliche Grüße
Michael
09. April 2012 um 14:01
Sehr schönes Thema was bei uns jedoch viel zu kurz in der während der Ausbildungen angeschnitten wird und auch im Einsatz gibt es viele Dinge die mit dem Lüfter nich immer Optimal laufen weil er auf unserem Hubrettungsfahrzeug verlastet ist und die meisten sich erst um die 2. Wasservorsorgung kümmern anstatt den Lüfter zu positionieren ….das Buch kann gut dabei helfen solche Taktisch unklugen Entscheidungen zu vermeiden
09. April 2012 um 14:05
Da wir nur eine kleine Ortsfeuerwehr sind, haben wir keinen Lüfter. Bei einen Brand wo ein Lüfter benötigt wird kommt die Nachbarwehr zur Unterstützung. Bsp. bei Wohnungsbränden wir die Nachbarwehr mitalarmiert und der Lüfter wird sofort in Betrieb genommen.
Viele Grüße
09. April 2012 um 14:26
Das Thema “Belüftung” ist ein sehr heikles Thema, da man durch falsches Vorgehen sehr viel Schaden anrichten kann. Daher sollte in jeder Feuerwehr wo ein Lüfter vorhanden ist, auch die Mannschaft darauf ausgebildet sein, um im Ernstfall den Lüfter richtig zu platzieren und anzuwenden um somit Einsatztaktisch richtig zu belüften. Daher finde ich dieses Buch sehr Hilfreich für die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte.
Beste Grüße
09. April 2012 um 14:28
Bei Übungen wie auch bei den Einsetzen regelmäßig (stets in Bereitschaft) eingesetzt!
09. April 2012 um 14:40
Tja. Wir würden möglicherweise schon einen Lüfter einsetzen, bisher ist aber noch keiner vorhanden. Auch in der direkten Nachbarschaft nicht. Führt natürlich dazu, dass zum einen Lüfter im Einsatz nicht zügig eingesetzt werden können, zum zweiten hat auch keiner von uns so wirklich Ahnung, was man damit so macht, was nicht, was das für Auswirkungen hat/haben kann.
09. April 2012 um 14:42
Bei uns wird der Lüfter noch vorrangig zum Belüften der E-Stelle am Ende des Einsatzes genutzt. Aber beim letzten Zimmerbrand (Matratze brannte) wurde der Lüfter parallel zum Innenangriff eingesetz. Das Problem hierbei war nur, dass gar keine Abluftöffnung vorhanden war. Der entstandene Überdruck hat dann geholfen, das Treppenhaus zu verrauchen. Erst, als der AT in Absprache mit dem Abschnittsleiter ein geeignetes Fenster öffnete, zeigte das Lüften offensichtlich Wirkung.
Der korrekte Einsatz des Lüfters parallel zum Innenangriff wurde erst nach diesem Einsatz richtig besprochen. Eine praktische Übung dazu ist angesetzt. Im Vorhinein werden die Leiter der Facheinheit Brandbekämpfung Versuche in verschiedenen Gebäuden durchführen.
09. April 2012 um 14:58
Tach,
Buch hört sich äußerst interessant an … das Thema Belüftung/Ventilation wird, denke ich, auch bei uns etwas zu wenig behandelt… Vielleicht könnte sich das nach dem “Studium” des Buches ändern… vorausgesetzt wir “gewinnen” ;-)
Ruhigen Ostermontag noch!
09. April 2012 um 15:20
Bei uns war es ein langer Kampf das die älteren den Lüfter auch einsetzten, wenn es noch brennt. Aber inzwischen klappt das ganz gut. Wichtig ist halt das der Lüfter niemals ohne nachzudenken eingesetzt wird.(z.B. fehlende Abluftöffnung usw)
mfg Christian
09. April 2012 um 15:27
Bei uns wurde das Thema bis jetzt auch leider eher stiefmütterlich behandelt.
Vor zwei Jahren gab es dann einen Führungswechsel und jetzt sind wird dran,Stück für Stück die Ausbildung auf ein aktuelles Niveau anzuheben.
Bin schon schwer auf das Buch bzw das ganze Themengebiet gespannt;-)
Danke für die viele hilfreichen Tipps und Literaturratschläge,macht weiter so;-)
09. April 2012 um 15:40
Sehr interessantes Thema. Mittlerweile durch diese Seite hier inspiriert sich mit der Belüftung auseinander zu setzen. Grüße
09. April 2012 um 16:20
Das Thema wird leider noch zu wenig behandelt.
Das Gerät ist vorhanden wird aber definitiv zu wenig beachtet und beübt.
Aber das soll sich in der zweiten Jahreshälfte ändern.
Vielleicht ist das Buch eine gute Möglichkeit der Vorbereitung.
Leider werden seitens der Landesfeuerwehrschule zu wenig Plätze im Verhältnis zu den getätigten Anmeldungen angeboten…
Danke für die Kritik.
09. April 2012 um 16:26
Leider verfügen bei mir nur die Berufsfeuerwehrn über Ventillatoren von denen sie aber nur selten gebrauch machen und wenn doch, dann meist nur bei den Aufräumarbeiten. Dieser Tatsache geschuldet kommt die Ausbildung mit dem gerät nich einmal im Dienstplan vor.
09. April 2012 um 16:34
Bei uns ist das Thema leider noch unterpräsentiert. In Übungen wird es eigentlich nur am Ende um eine Verrauchung zu beenden genutzt. Direkt eingebunden wurde es noch nie. Behandelt wird es bei uns noch stiefmütterlich.
09. April 2012 um 16:36
Das Thema Taktische Ventilation gehört bei uns leider auch zu den er vernachlässigten Themen.
Teilweise habe ich bei uns leider auch schon oft gehört das es angeblich aus Personal technischen Gründen bei uns nicht möglich wäre den Lüfter mit dem erstem Rohr einzusetzen.
Aber ich bin der Meinung das die Einsatzmöglichkeiten und die daraus resultierenden Vorteile für die Personensuche aber auch die vorgehenden Einsatzkräfte geradezu verpflichtend sind sich mit dem Thema intensiver auseinander zu setzen.
Gruß Hans
09. April 2012 um 16:43
Ich hatte das Glück, Christian in Pfarrkirchen kennen zu lernen. Daher kenne ich seine Kompetenz in dieser Sache. Er hat sicher ein bedeutendes Werk zum Thema verfasst.
In unserer eigenen Wehr gehört die Druckbelüftung schon seit Jahren zur Einsatztaktik, auch wenn manchmal sicherlich frühzeitiger damit zur Unterstützung des AT begonnen werden könnte. Aber hinterher ist man immer schlauer, das Einschätzen des richtigen Zeitpunktes der Belüftung kann man sicher nach der Lektüre des Werkes besser vornehmen.
Schönen Gruß von hier aus an Christian.
09. April 2012 um 16:50
Lüfter wird in der Regel nur zur Entfernung der letzten Rauchmengen oder zur Rauchfreihaltung des Treppenraums genutzt.
09. April 2012 um 17:07
Super Thema, wenig Wissen allgemein bei den Wehren …
Sollte vll auch als “Lehrgang” angeboten werden … im Führungskreis …
sollte ich das Buch nicht gewinnen, muss ich das meinem Kommandanten wohl selber kaufen …
09. April 2012 um 18:54
Bei mir in der Wehr haben wir erst seit letztem Jahr einen Überdrucklüfter und das Personal ist noch nicht 100% geschult. Es wird regelmäßig in den Dienst eingebaut.
09. April 2012 um 19:07
Bei uns wird der Umgang mit Lüftern schon regelmäßig geübt und auch bei der Brandbekämpfung sehr häufig eingesetzt.
09. April 2012 um 19:18
Mit einer richtig eingesetzten Ventilationsmaßnahme kann man sich das Arbeiten im Einsatz erleichtern und auch den Schaden verringern. Allerdings führt eine falsch Durchgeführte Ventilation oft zum genauen Gegenteil. Daher ist es in meinen Augen sehr wichtig sein Wissen an dieser Stelle zu vertiefen bzw. es aufzubauen um einen Brand effektiv löschen zu können.
09. April 2012 um 19:29
Bei uns wird das Thema Taktische Ventilation noch nicht so ausführlich dargelegt. Es herrscht leider noch immer die Meinung, dass der Lüfter erst nach dem IA eingesetzt werden sollte. Bei Übungen wird dieser meist nur zum entfernen des Nebels verwendet, ohne etwaige einsatztaktische Maßnahme.
09. April 2012 um 19:40
Hallo.
Wir haben zwar keinen Lüfter, aber das Buch interessiert mich sehr.
Wenn wir mal einen Lüfter bekommen sollten, gehört natürlich auch Ausbildung dazu und der Mut ihn auch im richtigen Moment ein zusetzen.
Mfg Bruno
09. April 2012 um 19:47
Leider wird das Thema Ventilation hier nicht in dem Rahmen trainiert wie es angebracht wäre.
Die jüngeren Gruppen- und Truppführer wissen aber um die Bedeutung von Ventilation, so dass es auch ohne die entsprechende Ausbildung ausreichend Personal gibt, welches sich damit auskennt.
Leider ist es damit davon abhängig welches Personal gerade zu einem Einsatz fährt wie gut oder schlecht die Ventilation durchgeführt wird. Vielleicht ließe sich das mit den Übungsbeispielen aus dem Buch ändern. ;-)
09. April 2012 um 21:11
Lüfter wird bei uns genutzt, jedoch fehlt noch irgendwie die Taktik dabei…
Kameradschaftliche Grüße
09. April 2012 um 21:25
Bei uns wird das Thema taktische Ventilation mehr stiefmütterlich behandelt, also gar nicht. Der Gruppenführer sollte von der Landesfeuerwehrschule (Gruppenführerausbildung) her (noch) wissen wie die ganze Sache funktioniert, mehr aber auch nicht. Allerdings kann ich mich auch an keinen Einsatz bei uns hier erinnern, wo dieser eingesetzt wurde. Und dann sicherlich nicht ab Beginn des Innenangriffes sondern erst wie bereits oben erwähnt bei den Nachlöscharbeiten. Dieses Bich würde uns sicherlich helfen, weiter daran zu arbeiten das hier noch mehr Wert auf die Ausbildung gelegt wird.
09. April 2012 um 22:38
Hallo, bei uns steht die erstmalige Beschaffung eines Drucklüfters im Rahmen der Ersatzbeschaffung unseres LF8 an. Da werden wir uns mit dem Thema beschäftigen müssen.
09. April 2012 um 22:50
Bei uns wurde das Thema taktische Ventilation bisher sehr wenig behandelt. Aber in den letzten Monaten wurde sich mehr mit Thema auseinandergesetzt, denn es gibt wirklich mehr Möglichkeiten als nur nach einer Übung oder einem Brand zubelüften. Man sollte das gesamte Thema auch taktisch tiefer betrachten. Und solche Bücher und weiteres Ausbildungsmaterial sollten dazu beitragen, das Thema taktisch richtig Ventilieren in den Feuerwehralltag zu integrieren.
10. April 2012 um 00:08
Bei uns wird das Thema Belüftung im Landkreis immer weiter voran getrieben, es gab die letzen Jahre immer wieder Seminare über zwei Tage für Freiwillige Feuerwehren. Desweiteren wird von den Kreisbrandinspektoren die Überdruckbelüftung beim vorgehen bevorzugt. Habe aber selbst schon erlebt das uns die Hitze wieder zurück kam, somit besteht immernoch Schulungsbedarf.
10. April 2012 um 07:02
Man merkt, dass Kameraden der alten Schule die Überdruckbelüftung nicht gerne machen.
Dagegen ist bei allen jüngeren Kollegen aus der Führung zu sehen, dass es bei ihnen mittlerweile standart ist.
Leider wird Ausbildugstechnisch das Thema nur einmal im Jahr absolviert.
10. April 2012 um 07:23
Taktische Ventilation ist ein eher schlecht behandeltes Thema bei unserer FW. Möglichkeiten sind gegeben, jedoch ist die Unsicherheit die richtige Taktik anzuwenden hoch, so meine Einschätzung. Und die Möglichkeiten eine taktische Ventilation zu üben und zu trainieren sind im allgemeinen sehr gering. Puppenhäuser oder Abrissgebäude gibt es keine bis wenige. Und bei einem Abrisshaus mal zwei drei Stunden rumprobieren was passieren könnte wenn man würde ist auch nicht jedermanns Sache.
Interessant finde ich schon mal die Aussage, dass man eine Zunahme der Brandintensität in Kauf nehmen kann wenn gleichzeitig die Sicht besser wird. Wenn man manchen Führungskräften dies erzählt, könnten deren Augen schon mal größer werden :) !
MkG
Steffen
10. April 2012 um 08:27
Wir haben seit einem Jahr ein neues StLF 10/6 und mit dem neuen Fahrzeug kam auch ein Drucklüfter aufs Fahrzeug. Allerdings ist es gegenwertig auch so wie im Beitrag beschrieben. Bisher wird er nur zum “Aufräumen” eingesetzt, da viele, vor allem ältere Feuerwehr Kammeraden, mit dem Gerät noch nicht so vertraut sind. Was die weiteren Einsatzmöglichkeiten des Drucklüfters angeht, finde ich ein solches Buch sehr interessant um verschieden Taktische maßnahmen nachzulesen damit das Gerät auch mehr Einsatz findet.
10. April 2012 um 08:39
Interessantes Buch!
Wird bei uns schon taktisch eingesetzt, nur ist es wie so oft noch nicht durchgängig Standard und muss ständig wieder geschult werden.
10. April 2012 um 08:54
Das Thema Belüftung ist bei uns auf jeden Fall ein Thema. Insbesondere um Rauchschschäden einzugrenzen. Es besteht aber hier intensiverer Schulungsbedarf
10. April 2012 um 09:59
Ein sehr interessantes Thema.
Bei uns wird wenig bis gar keine Ausbildung mit dem Belüftungsgerät betrieben. Im Einsatz wird er meist erst im Nachhinein zum lüften eingesetzt.
10. April 2012 um 10:19
Hallo, in meiner Wehr wird dieses Thema sehr Stiefmütterlich behandelt, weil ja durchaus Gefahren entstehen können. Um dieses zu ändern wäre dieses Buch durchaus hilfreich. Ich persönlich habe auch so gut wie keine Ahnung von dem Thema, werde mich aber umgehend näher damit befassen, vielleicht ja sogar mit diesem Buch ;-)
10. April 2012 um 10:38
Mir fällt bei dem Thema immer wieder auf, dass es insbesondere von den Führungskräften viel zu wenig wahrgenommen wird. Viele nehmen als reines technisches Hilfsmittel, wie z.B. ein Strahlrohr war. Daraus folgt die Einstellung, “die Einsatzkräfte müssen das Gerät beherrschen.”
Das spiegelt sich auch in der Wahrnehmung von zwei eigentlich (fast) komplett verschiedenen Begriffen als ein Thema wieder. Dabei meine ich die “Taktische Ventilation” vs. “(Über)druckbelüftung”. Dabei ist doch die (Über)druckbelüftung nur ein kleiner Teilbereich der taktischen Ventilation. Diese muss doch viel umfänglicher betrachtet werden und beschäftigt sich eigentlich mit der Gesamtheit der “Rauchlenkung” im Einsatz. Ist also fast ein eigenes Aufgabengebiet zur Schadensabwehr bzw. -minimierung in Verbindung mit der Verbesserung der Bedingungen an der EST.
Die taktische Ventilation selbst ist also eine reine Führungsaufgabe! Sie benötigt wesentliche Kenntnis über das Rauchverhalten. Im Einsatz macht sie eine zielgerichtete Planung, Lenkung und Steuerung der notwendigen Maßnahmen sowie Überwachung des Erfolges notwendig.
Bei der taktische Ventilation ist es also für die Führungskraft nicht mit dem Befehl “Lüfter in Stellung bringen” getan.
10. April 2012 um 11:55
Hallo. Wir beschäftigen uns seit ca. 4 Jahren mit der taktischen Ventilation im Löschzug. Das vergangene Jahr haben wir zum “Jahr des Lüfters” gemacht und uns bei Ausbildung und Fortbildung auf dieses Thema konzentriert, so dass mittlerweile auch eine Veränderung in der Taktik beim Einsatz erkennen lässt. Leider verläuft die Akzeptanz unter den Kameraden eher schleppend. Einige Nachbarwehren sind hier, trotz Schulung durch einen externen Referenten, komplett beratungsresistent.
“Lüfter vor!”
10. April 2012 um 18:04
Bei uns wird der Lüfter meistens nur zum entqualmen nach der Übung oder nach einem Brand benutzt. Ab und zu wird er auch bei einer Übung zur Unterstützung des Atemschutzes genommen.
Es giebt aber noch viel zu Lehrnen bei diesen Thema.
10. April 2012 um 18:38
Bei uns wird das Thema unter den älteren Führungskräften eher vorsichtig angegangen.
Bei früherer Belüftung können sich durchaus Vorteile ergeben, die man aber nur nutzen kann wenn man die Gefahren kennt.
11. April 2012 um 07:49
Taktische Ventilation wird bei uns zu selten eingesetzt, oft erst zum Entqualmen von Räumen, daher wäre das Buch ein guter Ansatz dem Abhilfe zu schaffen.
11. April 2012 um 12:45
Also bei uns ist die taktische Ventilation ein absolutes Randthema. Der Lüfter wird wohl bei Übungen und Nachlöscharbeiten aufgestellt. Bei Einsätzen wird der aber erst im zweiten oder dritten Schritt aufgestellt. Es gibt auch niemanden in unseren Reihen der sich damit auseinandersetzt bzw beschäftigt was sich mit diesem Buch aber ändern könnte.
11. April 2012 um 12:49
Bei uns steht und fällt die taktische Ventilation mit dem jeweiligen Gruppenführer. Grundsätzlich wird er immer genutzt aber mit unterschiedlichen Hintergrundwissen
11. April 2012 um 17:10
Der Begriff Taktische Ventilation ist bei uns noch nie gefallen. Der Lüfter wird bei uns eingesetzt, wenn das Feuer aus ist und der Rauch aus dem Gebäude soll.
Aber grade im Bezug auf die Rettungsbelüftung, ist es doch sehr sinvoll sich damit intensiv zubefassen, grade da wir letzte Woche einen Dachstuhlbrand hatten, wo das vorgehen unter Atemschutz in der Dachwohnung ein “Krabbeln” war, weil man absolut nichts gesehen hat.
11. April 2012 um 20:11
Bei uns, mehr oder weniger sogar im ganzen Land Tirol ist der Lüfter noch immer ein Gerät zur Rauchentvernung nach dem Brand und wenns gut geht um Leichtschaum zu erzeugen. Es gibt noch ein zwei Sonderanwendungen wie Gaswäsche aber leider wars das sonst.
Das Buch kann mir sicherlich gut Helfen die Ausbildung dazu in meiner Feuerwehr zu verbessen.
11. April 2012 um 21:22
Lüfter benutzen wir schon seit 1995. Die Mannschaft wird auch regelmäßig über das Einsetzen und Instellungbringen trainiert. Seit ca. 2 Jahren schulen wir (ich) auch den taktischen Einsatz eines Lüfters in der Mannschaft. Denn nach meinen Erfahrungen ist es so, dass der Gruppenführer die taktische Ventilation manchmal total vernachlässigt… Ich hoffe, das sich das ändert, wenn der Lüfter von der Mannschaft selbständig betriebsbereit gemacht wird.
12. April 2012 um 00:38
Sehr interesanter Artikel Über ein gutes Thema ein Lüfter kan im einsatz “gold” wert sein
12. April 2012 um 09:11
Lüfter werden bei uns seit Jahren eingesetzt aber in der eigentlichen Ausbildung leider total vernachlässigt. Das ist Schade, gerade deshalb weil die auch für mehr, als reine Brandbekämpfung, eingesetzt werden können.
12. April 2012 um 11:32
Lüfter gehört bei uns beim Wohungsbrand mit zu den wichtigsten Dingen die auch recht früh eingesetzt werden.
Zur Ventialation während des Angriffs um den A-Trupp die Arbeit zu erleichter genauso wie in Zusammenarbeit mit dem Rauchvorhang um den Rest der Wohnung/des Gebäudes rauchfrei zu halten.
Wird auch regelmäßig so geübt.
12. April 2012 um 23:22
Hallo! Danke für den interessanten Artikel!!!! Wir versuchen den Lüfter bei jedem Brandeinsatz in Gebäuden einzusetzen. Leider haben wir ab und an Abstimmungsprobleme zwischen Atemschutztrupp und Gruppenführer. Jungen Atemschutzträgern wird meiner Meinung nach zu wenig über die taktische Belüftung im Atemschutzlehrgang gelehrt und somit fehlen oft hilfreiche Rückmeldungen (Belüftungsöffung geschaffen etc.) vom Angriffstrupp an den GF. Wir sind gut dabei können aber besser werden….Das Buch würde gut in unsere Gerätehaus-Bibliothek passen ;-) Liebe Grüße
12. April 2012 um 23:57
Jede unserer 6 Ortswehren in der Gemeinde hat eine ” Spezialaufgabe “, unsere ist inzwischen die Be- / Entlüftung.
Als Ersatz für unser in die Jahre gekommenes TSF ( auf dem sowieso alles andere verlastet war…) wurde nun extra ein Fahrzeug angeschafft, auf dem mehrere Hochleistungslüfter mit dem entsprechenden Stromerzeugungs-, Beleuchtungs- und Zugangszubehör verlastet sind.
Die Akzeptanz in der Gemeinde und somit die Auslastung des Fahrzeugs geht allerdings zur Zeit noch gegen Null, einerseits liegt das natürlich daran, daß es hier einfach nur relativ wenige Einsätze gibt bei denen das geballte Equipment nötig ist ( meist reicht der kleinere Lüfter den fast alle unsere Ortswehren zusätzlich noch haben völlig aus…).
Hinzu kommt die Hemmung mancher Wehren, qualifizierte Hilfe auch wenn sie am Ende vielleicht nicht nötig war, anzufordern ( Stichwort : das ist unser Feuer….).
Der dritte Punkt dürfte sein, das viele Wehrführer die Möglichkeiten beim Einsatz von Hochleistungslüftern schlicht nicht kennen oder unterschätzen.
13. April 2012 um 19:45
Hallo,
in dem ganzen Text is meiner Meinung nach ein Fehler.
Wichtigste Aussagen des Buches.
Aussage 2:
CO ist leichter als Luft, darüber liegende Wohnung kontrollieren…
Ist wohl falsch, man muss darunter liegende Wohnungen und Schächte, Keller… kontrollieren ich vermute das, das einfach ein Schreibfehler ist
13. April 2012 um 20:31
sorry war total falsch mein vorheriger Beitrag kann rausgenommen werden
14. April 2012 um 20:11
Tja, bei uns sieht es so aus, dass Lüfter inzwischen recht Flächendeckend vorhanden sind, wobei die Ausbildung noch etwas stiefmütterlich behandelt wird.
14. April 2012 um 22:51
Hallo,
der Lüfter ist ein super Hilfsmittel in meinen Augen. Leider wird er auch bei uns viel zu wenig im Einsatzfall eingesetzt, was wahrscheinlich daran liegt das die Frührungskräfte zu viel Angst vor neuem haben. Öfters bekommt man auch zu hören:,, Das haben wir schon immer so gemahct”. ich würde mich freuen, wenn es allgemein, vor allem in freiwilligen Feuerwehren mehr offenheit für neue Einsatztaktiken geben würde.
14. April 2012 um 23:11
In unserer Stadt gibt es einen Lüfter, der auch regelmäßig bei Einsätzen verwendet wird. Ausbildungen mit ihm finden bei uns (FFW) kaum statt, da die Berufsfeuerwehr ihn hat.
15. April 2012 um 11:45
Auch bei uns ist das ein Thema, welches schon mindestens einmal im Jahr zum Dienst intensiv behandelt wird, jedoch noch nicht bei allen Kameraden 100%ig angekommen ist.
Viele sehen schon die Vorteile der Entrauchung von Treppenräumen etc., jedoch weniger die Vorteile bei der aktiven Brandbekämpfung … welche ja auch nicht so schnell und logisch zu erklären sind. Uns fehlt (glücklicherweise – oder für den Ernstfall leider) auch ein wenig die Praxiserfahrung zu diesem Thema.
Ich denke das Buch ist schon sehr zielführend, da es auch Aspekte und Ratschläge beinhaltet, die die meisten ehrenamtlichen Feuerwehrleute wohl nicht beachten würden – durch solche Publikationen wird man erst einmal auf die einen oder anderen Auswirkungen durch kleine Fehler (Beispiel CO) aufmerksam.
Schöne Rezension – weiter so!
15. April 2012 um 15:50
Grundsätzlich wird bei Übungen und Einsätzen schon ein Lüfter eingesetzt. Ein Lehrgang hat mir aber kürzlich erst die wirklichen Möglichkeiten aufgezeigt und klargemacht, dass man dieses Thema noch viel mehr beachten und “beüben” muss.
15. April 2012 um 16:54
Bei uns hat das Thema Taktische Ventilation in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung gewonnen.
Wir setzen den Lüfter schon seit mehreren Jahren in der Kombination zum Innenangriff ein.
Dadurch konnten wir auch schon einigen Schaden an Mensch und auch an Gebäuden eindämmen.
Der LZ wird bei uns in kommender Zeit mit einem weiteren Lüfter ergänzt, um flexibler bei Brandeinsätzen Belüftungsmaßnahmen durchführen zu können.
Ausbildung dazu findet auch in den Dienstplan integriert statt. D.h. er wird bei Übungen auch genutzt und jedem FM ist auch bewusst warum wir Belüften.
18. April 2012 um 16:39
Bei uns werden jedes Jahr die theoretischen Grundlagen an einem Ausbildungsabend wiederholt, die praktische Ausbildung findet im Rahmen der Einsatzübungen statt.
An unserer Landesfeuerwehrschule gibt es auch ein gutes Seminar zu dieser Thematik.
Jens