Online-Marketing fürs Ehrenamt?

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Bildquelle: nachrichten.at

Für Firmen ist Onlinewerbung ein heißes Thema. Gegenüber bisherigen Marketingaktionen wie Plakete, Handzettel oder Anzeigen in Zeitschriften gibt es viele Vorteile. Jetzt entdecken auch Hilfsorganisationen die neue Werbemöglichkeit.

Man muss mit der Zeit gehen. Warum also nicht die Möglichkeit des Internets nutzen um Mitglieder zu kommen? Genau das hat sich auch das Österreichische Rote Kreuz gedacht und eine Online Kampagne fürs Ehrenamt gestartet. Über Werbebanner bietet das ÖRK „Die passende Jacke für Dich“. Klickt man auf die Aufforderung kommt man direkt auf eine Website mit weiteren Informationen. Hier kann man sich über die verschiedenen Engagementmöglichkeiten informieren oder direkt per Telefon Kontakt aufnehmen.

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Die Online-Werbung ist aber noch längst nicht alles, denn den größten Effekt erzielt man durch die Verzahnung von unterschiedlichen Werbemedien. Laut Sandra Wolkerstorfer die beim ÖRK für das Freiwilligenmanagement zuständig ist, werden neben anderen Werbeformen auch Spots in Kino, TV und Rundfunk geschalten. Mit den Ergebnis ist man bisher sehr zufrieden.

Da das Thema Mitgliederschwund auch für die deutschen Feuerwehren ein großes Thema ist wäre es auch mal wieder an der Zeit mit Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gegen zu steuern. Vor Jahren gab es mal vom DFV (oder war es der LFV Bayern?) eine Kampagne „vor 5 Minuten spielte er noch mit seinen Kindern“. Das Motiv war dann ein Feuerwehrangehöriger im Einsatz. Mir hat diese Aktion sehr gut gefallen, obwohl sie damals noch nicht mit Online Werbung begleitet wurde.

Welche Vorteile bietet Werbung im Internet?

Zum einen ist sie sehr gut messbar, d.h. ich kann genau nachvollziehen über welche Werbemittel der Besucher kommt und was er auf meiner Seite macht. Springt er ab oder informiert er sich weiter? Durch die gute Messbarkeit ist Online-Werbung auch sehr günstig im Vergleich zu anderen Medien. Oftmals zahle ich bei Werbung nur wenn jemand draufklickt. Ein weiterer großer Vorteil ist die gute Steuerbarkeit. Ich kann sehr genau einstellen wer die Werbung zu sehen bekommt. Insbesondere bei Google kann man festlegen, dass Werbung nur angezeigt wird wenn bestimmte Begriffe eingegeben werden. Gibt ein Internetnutzer „Feuerwehr Mitgliedschaft“ ein ist es natürlich sehr interessant dort eine Anzeige zu bringen, die ihm sofort mit weiteren Informationen versorgt.

Ich sehe hier noch viel Potential und umso früher sich Feuerwehren mit dem Thema Online-Marketing auseinander setzen um so eher werden sie damit erfolgreiche sein. Bin auch gespannt ob vom Deutschen Feuerwehrverband in diesem Bereich eine Aktion in nächster Zeit kommt.

Weitere Quellen:

OÖ Nachrichten

1 Kommentar zu Online-Marketing fürs Ehrenamt?

  1. Hallo Flo,

    ich hab jetzt bewusst gewartet um die Reaktionen zu nehmen.

    Liegt es am Sommerloch das hier niemand auf deinen Artikel hier eingeht. Oder ist es doch die Tatsache, dass nicht viele damit etwas anfangen können.

    An sich eine Tolle Sache ich selbst mach derzeit ein Praktikum bei einer Online Marketing Agentur. 🙂

    An sich wirklich eine tolle Möglichkeit sich im Internet verstärkt zu präsentieren, jedoch auch mit einiges an Arbeit verbunden. Hierzu müsste man zudem erst die Schwelle überschreiten, für den Internetauftritt seiner Feuerwehr Geld auszugeben. Mit dem Online-Marketing steigt man zudem sehr tief in die Werbematerie ein und ich vermute man wird sich früher oder später mit Firmen(z B.: Onlineshops mit Feuerwehrbedarf, Fahrzeughersteller) messen müssen die groß angelegte Werbekampagne starten und mit einem 5-stelligen Euro Budget auch die Feuerwehrsparte im Internet abdecken wollen und müssen.

    Man muss sich durchaus bewusst sein was man hier macht, wo die Konkurrenz ist (das sind hier nicht die Nachbarfeuerwehren). Hier muss man sehr tief in die Materie eindringen und auch Trends im Internet kennen und beobachten.

    Nichts desto trotz wird die erste Feuerwehr die das schafft mit Paid Search durchzustarten mit Sicherheit erst einmal richtig Traffic machen. Bis dann alle Feuerwehren, ich denke du weist wie viele es in Deutschland gibt, mit ihren Ad’s herein drücken. Das ganze würde nur funktionieren wenn die Kampagnen auch Regional auf den Einzugsbereich der Feuerwehr beschränkt wird.

    Des Weitere würden sich die Feuerwehren dem Bürger wie kommerzielle Unternehmen darstellen. Ob man das so möchte kann ich jedoch nicht beurteilen.

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