FEUERWEHRLEBEN

Landkreis Eichstätt testet neues MANV-Konzept in Echtzeit

Nachdem im Jahr 2014 erstmals ein MANV-Konzept für die Region Ingolstadt erstellt wurde, wollten die Kreisbrandinspektion Eichstätt und der Zweckverband der Region Ingolstadt dieses Konzept einem Test unterziehen und in Echtzeit üben.

Angenommen wurde, dass ein voll besetzter Bus mit einem PKW zusammenstößt. Der PKW stürzt eine Böschung hinab. Die drei schwerverletzten Insassen werden im Fahrzeug eingeklemmt. Der Bus kommt auf der anderen Seite der Straße in einem Grünstreifen zum Stehen. Dabei werden die dort stehenden Bäume mitgerissen. Die 45 Insassen sind unterschiedlich schwer verletzt.

Aufgrund der eingehenden Meldung wurde von der ILS Region Ingolstadt gem. Alarmstichwort “VU3” die zuständigen drei Feuerwehren alarmiert. Weiterhin wurden die Führungskräfte des Landkreises Eichstätt hinzu alarmiert. Zur Einsatzstelle wurde ebenso die Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter beordert. Auch das Landratsamt Eichstätt wurde informiert und wurde dann in Dienst gestellt. Zusätzlich wurden das THW Ingolstadt und Eichstätt wegen der einsetzenden Dunkelheit zur großflächigen Ausleuchtung der weitreichenden Einsatzstelle angefordert. Auch die Polizei Ingolstadt war mit einem Fahrzeug und Führungsdienstgrad vor Ort.

Das MANV Konzept wurde bis zu den Krankenhäusern durchgespielt

Als Premiere wurde das MANV-Konzept der Region Ingolstadt erstmals hinzualarmiert. Um die Übung so realistisch wie möglich darstellen zu können, wurde auch der öffentliche Rettungsdienst mit eingebunden. Für die an der   Übung eingesetzten Rettungswagen des Rettungsdienstes wurden Ersatzfahrzeuge in Dienst gestellt, um die Versorgung der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen. Neu war auch, dass die Verletztendarsteller in die unterschiedlichen Krankenhäuser der Region transportiert wurden und der komplette Ablauf von der Sichtung, Erstversorgung, Abtransport, Notaufnahme bis fast hin zum OP durchgespielt wurde. Die Integrierte Leitstelle Ingolstadt hatte ebenfalls mit zwei zusätzlichen Disponenten an der Übung teilgenommen. Somit konnte das Szenario ohne eine Übungskünstlichkeit realgetreu abgearbeitet werden.

Feuerwehr unterstüzt bei der Verletztenversorgung

Zur Unterstützung des Rettungsdienstes wurde auch nach dem neuen MANV-Konzept der Region Ingolstadt , die Feuerwehr mit einer Gruppe eingebunden. Der Vorteil liegt in der schnellen Verfügbarkeit von einer großen Anzahl von Helfern innerhalb kürzester Zeit. Was sich bei der Übung als sehr positiv gezeigt hat. Ziel und Inhalt der Übung, die fast ein Jahr an Vorbereitungszeit in Anspruch nahm, war:

Mit Fragebogen wurden alle Teilnehmer befragt

Hinzu kam, dass auch die Presse- und Gästebetreuung sowie die Verpflegung/Versorgung für fast 300 Teilnehmer mit getestet wurde. Um brauchbare Ergebnisse zu ermitteln, wurden in jedem Abschnitt über 20 verschiedene Beobachter der einzelnen Fachdienste eingesetzt, die ihre Eindrücke und Erkenntnisse zu Papier brachten. Auch wurde eine Flugdrohne, die Bilder raus der Luft lieferte, für die Beobachtung eingesetzt. Ebenfalls wurden alle Teilnehmer mittels Fragebogen hinsichtlich ihrer Erkenntnisse und Eindrücke abgefragt. Diese Auswertung läuft gerade und wird uns noch einige Zeit gut beschäftigen.

Insgesamt betrachtet wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen, was uns von allen Teilnehmern auch bestätigt wurde. Dies ist auch auf die „Echtzeitübung“ und darauf zurückzuführen, dass wir so wenig wie möglich an „Übungskünstlichkeit“ eingebaut hatten. Selbst der Einsatzbereich wurde erst am Nachmittag des Übungstages präpariert und war den Teilnehmern nicht bekannt.

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