Zwei Stockwerke beim Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand

In der Nacht vom 28. auf den 29. September wurde ein Zweifamilienhaus in Uentrop (Nordrhein-Westfalen) ein Raub der Flammen. Menschen  kamen  bei  dem  Brand  nicht  zu  Schaden. Ein Katze wurde durch die Feuerwehr gerettet.

Vollbrand WohnhausAlle  sechs  Hausbewohner  und  ein Hund konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus eigener Kraft in Sicherheit bringen. Eine Katze, die auf einem Fensterbrett im ersten Obergeschoss festsaß und durch lautes Miauen auf sich aufmerksam machte, wurde von der Löschgruppe Rumbeck über eine Steckleiter gerettet, bevor die Flammen das Fenster erreichten.

Um  1:51  Uhr  wurden  der  Löschzug  Arnsberg  und  die  Löschgruppe  Rumbeck  über Sirenenalarm mit dem Stichwort „Brennt Zweifamilienhaus“ nach Uentrop alarmiert. Zusätzlich alarmierte die Feuerwehr-Leitstelle in Meschede auf Grund der Notrufmeldung auch die Hauptwachen Arnsberg und Neheim, den Fernmeldedienst der Arnsberger  Wehr  sowie  den  Rettungsdienst.  Zum  Zeitpunkt  des  Eintreffens  der  ersten Rettungskräfte standen das erste Obergeschoss und der Dachstuhl des Wohnhauses bereits  im  Vollbrand.  Umgehend  bauten  die  Wehrleute  Wasserversorgungen  von mehreren Hydranten auf und trugen einen umfassenden Löschangriff von mehreren Seiten,  unter  anderem  über  eine  Drehleiter,  vor.  Auf  Grund  der  starken  Rauchentwicklung  mussten  die  Einsatzkräfte  hierbei  teilweise  unter  schwerem  Atemschutz vorgehen.

Schwerpunkt lag auf der Brandbekämpfung

Da schnell klar war, dass sich keine Personen oder Tiere mehr in Gefahr  befanden, konnte  sich  die  Feuerwehr  ganz  auf  die  Brandbekämpfung  konzentrieren.  Hierbei stand besonders der Schutz der zu beiden Seiten nebenstehenden Wohnhäuser sowie die Kühlung eines hinter dem Brandobjekt gelegenen Flüssiggastanks im Vordergrund. Wegen der massiven Brandschäden und einer damit  verbundenen potenziellen Einsturzgefahr konnte die Brandbekämpfung nur von außen erfolgen.

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Da im Zuge der mehrere Stunden andauernden Löscharbeiten zahlreiche Trupps unter Atemschutz eingesetzt werden mussten, wurden im Einsatzverlauf der Löschzug Oeventrop sowie der Gerätewagen Atemschutz aus Arnsberg nachalarmiert, um stets genügend  Atemluftflaschen  und  Atemschutzgeräteträger  vor  Ort  zur  Verfügung  zu haben. Um alle Brandherde erreichen zu können, musste über die Drehleiter später die  Dachhaut  des  Hauses  geöffnet  werden.  Mit  Hilfe  einer  Wärmebildkamera  und eines Fern-Thermometers wurden die Brandherde lokalisiert.

Die  betroffenen  Hausbewohner  wurden  zunächst  vom  Rettungsdienst  betreut  und später  durch zwei  ebenfalls  hinzugerufene  Mitarbeiterinnen  des  Ordnungsamts  der Stadt Arnsberg untergebracht, da das Wohnhaus nicht mehr bewohnbar ist.

80 Einsatzkräfte waren mit 19 Fahrzeuge vor Ort

Nach gut vier Stunden konnte der Großteil der Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen und wieder in die Standorte einrücken. Als Brandwache blieben eine Gruppe des Löschzugs Oeventrop mit einem Löschfahrzeug sowie eine Drehleiter vor Ort. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 19 Fahrzeugen und rund 80 Rettungskräften vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen.

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