Verwaltungsfeuerwehr hilft bei Tagesgeschäft

In Penzlin (Mecklenburg- Vorpommern) unterstützen demnächst Verwaltungsmitarbeiter die Freiwillige Feuerwehr. So soll die Tagesalarmbereitschaft gesichert werden.

Die Sicherung der Tagesalarmbereitschaft ist für viele Feuerwehren in Deutschland mittlerweile ein wichtiges Thema, so auch in Penzlin. Dort kam es in der Vergangenheit auch manchmal vor, dass die Feuerwehr nur mit vier bis fünf Einsatzkräften ausgerückt ist. Um dem entgegenzuwirken, sollen demnächst Verwaltungsmitarbeiter die Feuerwehr Penzlin unter der Woche unterstützen.

Insgesamt 17 Verwaltungsangestellte sind seit September bei dem Gemeindewehrführer in Ausbildung. Sie erhalten die gleiche feuerwehrtechnische Ausbildung wie die freiwilligen Feuerwehrleute und auch die gleiche Ausrüstung. Rund 10.000 Euro lässt sich die Stadt die Maßnahme kosten. Anfangs gab es jedoch Bedenken bei einigen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Diese wurden aber durch Gespräche mit dem Bürgermeister und dem Gemeindewehrführer beseitigt. Die Feuerwehrführung ist zufrieden mit den neuen Kameraden und hofft, dass einige sogar ganz in die Freiwillige Feuerwehr eintreten.

Einen Videobeitrag des NDR zur Verwaltungsfeuerwehr in Penzlin ist unter folgendem Link zu finden: Verwaltungsfeuerwehr Penzlin

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Quelle: NDR

5 Kommentare zu Verwaltungsfeuerwehr hilft bei Tagesgeschäft

  1. Ist bei uns auch so. Wir bekommen mit Verwaltung und Bauhof ungefähr eine Gruppe zusammen. Gemeinsame Ausbildung ist mittlerweile auch angedacht.

  2. Es sollte in Deutschland grundsätzlich so sein, dass die Gemeinden Gemeindearbeiter(Bauhof, aber auch Verwaltung) motivieren, Mitgieder der freiwilligen Feuerwehr zu werden und auch bei Neueinstellungen Feuerwehrmitglieder bevorzugen. Das stellt einen billigen, aber sehr effektiven Weg dar, die Feuerwehr gerade während den Arbeitszeiten personell besser aufzustellen.

  3. Der Ort hat laut Wikipedia 3986 einwohner, aber 17 Mitarbeiter der Verwaltung, kann das sein? Handelt es sich um eine Verwaltungsgemeinschaft?

  4. Was mir Bauchschmerzen bereitet ist die Formulierung „sollen“.
    „wollen / können / dürfen“ unterstellt eine gewisse Freiwilligkeit aber „sollen“ klingt sehr nach Befehl und das das Reibungslos funktioniert kann ich mir, ohne das sich die „Kameraden in Spee“ auch freiwillig ehrenamtlich (natürlich Vollzeit) engagieren, schlecht vorstellen.

  5. Oh, bei uns schon lange Bestandteil.
    Wir sind eine Kommune mit knapp 25.000 Einwohner, aufgeteilt in der Stadt mit 3 Ortschaften.
    In der Verwaltung und auf´m Baubetriebshof sind jeweils 8 Kameraden. Bei kleinigkeiten, wie Ölspur oder Kleinst Brände, werden auch nur diese Alamiert.
    Alle Kollegen haben ihre Klamotten im Zug (Stadt) hängen.
    Die Kollegen vom Baubetriebshof, haben in allen Gerätehäuser ihre Klamotten. An jeden Standort steht ein MTW. Sollte sich Bauhofsleute im Einsatzfall, durch ihre Arbeit in einer Ortschaft auf halten, fahren sie dieses Gerätehaus an. Ist Gruppe nicht alamiert, rück sie mit dem MTW aus. Ist die Gruppe mit alamiert, füllen sie das LF mit auf.

    Werden neue Stelle besetzt, werden Leute aus der Feuerwehr, bei gleicher voraussetzung, bevorzugt.

    Das System hat sich echt bewährt.

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