Ursache für explodiertes gasangetriebenes Fahrzeug veröffentlicht

Die Polizeidirektion Bad Segeberg hat eine Pressemitteilung veröffentlich in der Sie zu den Ursachen des Verkehrsunfalls am 15.08.2014 Stellung nimmt. Bei den Löscharbeiten an einem brennenden PKW wurden durch die Explosion des Gastanks mehrere Feuerwehrkräfte zum Teil schwer verletzt. Der Fahrer des Fahrzeugs kam bei dem Unfall ums Leben.

Der Kriminalpolizei Bad Segeberg liegt jetzt das Gutachten zum tödlichen Verkehrsunfall vom 15.08.14 in Rohlstorf vor. Dem DEKRA-Gutachten ist zu entnehmen, dass durch die Kollision mit dem Baum Bremsflüssigkeit und Getriebeöl ausgetreten sind und sich aufgrund der starken Deformation des Fahrzeugs an heißen Bauteilen des Motors entzündet haben dürften. Hinweise auf eine fehlerhafte Montage der Gasanlage konnten im Rahmen der Untersuchungen nicht festgestellt werden. Durch eine Ablagerung im Überdruckventil konnte der Druckanstieg im Gastank durch die Erhitzung in Folge des Fahrzeugbrandes nicht ausgeglichen werden, sodass es zum explosionsartigen Aufreißen des Gastanks kam.

Der Pkw war mit einer Anstoßgeschwindigkeit von rund 80 km/h gegen den Baum gefahren. Hinweise für eine Fremdbeteiligung liegen nicht vor. Ein Suizid wird ebenfalls ausgeschlossen. Der Unfall wird auf ein mehrere Sekunden anhaltendes Reaktionsdefizit bei dem Fahrer zurückgeführt. Die Ursache hierfür konnte durch die Obduktion – bei infolge des Feuers eingeschränkter Beurteilbarkeit des Leichnams – nicht geklärt werden. Eine innere organische Ursache kann ebenso wenig ausgeschlossen werden, wie ein Sekundenschlaf oder eine Ablenkung. Im Rahmen der Obduktion konnte die Identität des Fahrzeugführers mittels DNA-Abgleich als der 53jährige Fahrzeughalter bestätigt werden.

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