Terrorangst – soll man sich beeinflussen lassen?

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Die letzten beiden Wochen ist das Thema Terror wieder ziemlich hoch gekocht. Ich muss sagen, dass ich mir anfangs schon darüber Gedanken gemacht habe. Wenn man sich aber mal die nackten Zahlen anschaut ist die Angst unbegründet, außer man fürchtet sich auch vor dem Autofahren.

terrorgefahr-muenchen-oktoberfest-001Bisher war die Terrorbedrohung in Deutschland ja eher abstrakt. Klar wurde bisher hin und wieder mal Deutschland in gewissen Al-Qaida Videobotschaften gennant, aber es war doch eher etwas schwamming. In den letzten Wochen hat sich das aber geändert. Als Münchner macht man sich dann halt auch seine Gedanken wenn auch die Wiesn (das Oktoberfest) genannt wird. Zumal die Sicherheitsvorkehrungen nicht zu übersehen waren. Rund um die Theresienhöhe wurden massive Straßenblokaden aufgebaut und es gab vermehrt Taschenkontrollen am Hauptbahnhof und auf dem Oktoberfest selbst.

Und da beginnt man natürlich auch zu grübeln. Was passiert wenn einer in der vollgequetschten S-Bahn (die in München in der Innenstadt unterirdisch ist) eine Bome hochgehen lässt. Gerade Feuerwehrler lassen sich ja gerne mal das eine oder andere Schreckensszenario durch den Kopf gehen. Man überlegt ob es besser ist vorne oder hinten einzusteigen, oder wann denn die beste Zeit ist zu pendeln.

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Dann habe ich mir aber einfach nochmal überlegt wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist überhaupt getroffen zu werden. Ich denke das ist auch die richtige Fragestellung. Denn ich bin mir ziemlich sicher das etwas in Deutschland passieren wird, man sollte also nich überrascht sein wenn es soweit ist. Aber die eigentlich Fragen ist, wie hoch ist die Chance dass ich bei so etwas ums Leben komme.

Die Wahrscheinlichkeit zu sterben

terrorgefahr-muenchen-oktoberfest-003Schaut man sich die nackten Zahlen an, merkt man schnell, dass es gefährlich ist in die Berge zu gehen wie bei einem Terroranschlag getötet zu werden. Wenn wir uns die die Zahlen von dem Madrider Zuganschläge im Jahre 2004 anschauen so wurden damals 191 Menschen getötet. Rechnet man das auf fünf Jahre um so sind das 38,2 Tote pro Jahr. Spanien hat über 46 Mio. Einwohner was einem Verhältnis von 1:1.204.188 entspricht. Wem, dass jetzt hoch erscheint der sollte mal schauen wo man sonst noch so überall sterben kann.

  • 1:5.293 als Führerscheininhaber (2003) (Quelle und Quelle)
  • 1:23.085 als Mitglied des Deutschen Alpen Vereins (2007)  (Quelle)
  • 1:135.314 als Schwimmer zu ertrinken (2007) (Quelle)

Wer sich also vor den oben gennanten Aktivitäten nicht scheut, brauch auch keine Angst zu haben bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen.

Ist das ganze also nur Panikmache? Nicht ganz. Als Feuerwehr, vor allem in Großstädten, sollte man natürlich Vorbereitungen treffen. Dinge wie Massenanfall von Verletzten (MANV), Massen-Dekontamination und parallele Großeinsätze sollte schon im Voraus geplant und geübt werden. Hinzu kommt noch die Brisanz, dass unter Umständen auch auf die Hilfskräfte selbst gezielt Anschläge unternommen werden.

Wie sieht es bei Euch aus. Wurden aufgrund der jüngsten Ereignisse Vorbereitungen getroffen oder wird das Thema komplett verdrängt?

3 Kommentare zu Terrorangst – soll man sich beeinflussen lassen?

  1. Hi,

    schade – scheint die Sendung / den Podcast von Quarks und Co zu dem Thema nicht mehr zu geben.

    Gab Anfang 2008 eine interessante Sendung zum Thema Angst & Terror.
    War sehr interessant.

    [x] nein, keine Angst machen lassen, denn das ist die größte Macht der Terroristen.

  2. Hier der Link zu Sendung, leider – scheinbar nicht mehr online:
    http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0212/uebersicht_terror.jsp

  3. Der Sinn von Terror ist Angst und wenn man die hat, beugt man sich der Angst. Man macht also genau das, was die Terroristen wollen.

    Caspar

    P.s.: Terrorangst ist im übrigen doppelt gemoppelt. Terror kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Angst“. Terrorangst ist also die „Angstangst“ oder „Terror & Angst“ sind Angst & Angst.

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