Terroranschlag mit Biowaffen-ein mögliches Szenario für die "Task Force Biologie"

In Essen (Nordrhein-Westfalen) hat die Feuerwehr die Aufgabe, zusammen mit dem LKA (Landeskriminalamt) Berlin, in einem zweijährigen Pilotprojekt des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), eine konzeptionelle Grundlage für eine „Task Force Biologie“ aufzubauen.

Eine derartige „Task Force“ existiert bereits für chemische Gefahrenlagen, doch gibt es bis jetzt keine Einheit, die sich mit der Bekämpfung von Pandemien oder terroristischen Angriffen mit biologischen Waffen befasst. Dem steuert das BBK mit seinem Pilotprojekt nun entgegen.

Den Ernstfall „Terroranschlag mit biologischen Waffen“ hat die Feuerwehr Essen, zusammen mit dem SEK (Spezialeinsatzkommando) der Polizei, bereits geübt. Bis hin zum Bekennerschreiben wurde eine derartige Lage inszeniert und gemeinsam abgearbeitet.

Als Standort für das Pilotprojekt wurde neben Essen auch Berlin gewählt. Dort soll innerhalb der nächsten zwei Jahre unter anderem eine Beratungsstelle, vergleichbar mit TUIS (Transport-, Unfall-, Informations- und Hilfeleistungssystem), entstehen. Einsatzleiter bei biologischen Gefahrenlagen sollen die Möglichkeit bekommen, bei Fragen sich telefonisch Rat zu holen oder von einer Delegation im Einsatz unterstützt zu werden. Bei Katastrophenlagen soll ein ganzer Gefahrgutzug der Task Force an der Einsatzstelle tätig werden. Ebenfalls sollen mögliche Gegenmaßnahmen im Eintrittsfall, sowie eine Einschätzung der Lageentwicklung anhand von Analyseergebnissen während des Projekts erforscht werden.

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Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und WAZ

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