Tag der offenen Tür Feuerwehr Fürstenfeldbruck

Der Sommer neigt sich dem Ende und somit auch die Feuerwehrveranstaltungen. Die Feuerwehr Fürstenfeldbruck nutze aber noch eienn strahlenden Septembersamstag um sich der Öffentlichkeit vorzustellen.

Fürstenfeldbruck ist mit ca. 33.000 Einwohnern eine der größten Städte zwischen München und Augsburg. 1972 erlangte die Stadt traurige Berühmtheit als im Rahmen der Olympiaattentate auf dem nahen Militärflugplatz bei einem gescheiterten Befreiungsversuch 15 Menschen ums Leben kommen.

Anzeige

Feuerwehrvideo

Rote und weiße Riesen

Fluglöschfahrzeug Airport München

Fluglöschfahrzeug Airport München

Genau 25 Jahre später wurde im Gewerbegebiet am Stadtrand ein großzügiges Areal für die Feuerwehr eröffnet. Das Gerätehaus umfasst heute über 20 Stellplätze, eine Tiefgarage, Atemschutzübungsstrecke, Einsatzzentrale sowie diverse Schulungsräume und nicht zuletzt einen geteerten Hubschrauber Landeplatz. Dieser Freiraum wird aber auch benötigt denn viele Besucher nutzten den Tag um ihre Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen kennen zu lernen. So waren unter anderem die Wehren aus Wolfratshausen mit ihren Flughelfern, die Flughafenfeuerwehr München mit einem vierachsigen Löschfahrzeug und weitere benachbarte Feuerwehren vertreten. Das THW stellte unter anderem ihren selbstgebauten Einsatzleitbus vor der bei größeren

Gerätewagen SEG Starnberg

Gerätewagen SEG Starnberg

Schadenslagen als Schaltzentrale dient. Imposantes gab es auch bei der SEG Starnberg zu bewundern. Ein Gerätewagen in reinweiß auf einem neuen Atego Fahrgestell mit Lentner Aufbau. Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp für den MANV und hat medizinisches Material für 50 Verletzte an Bord (mehr Infos).

Jeder kann!

Aus Bad Tölz kam die Bergwacht und brachte in einem Sitzgurt die kleinen Besucher in luftige Höhen. Die Bergwachtler selbst seilten sich in einer Einsatzvorführung vom Korb der Drehleiter ab. Die Wasserwacht zeigte sich als Retter in und auf dem nassen Element und das Kriseninterventionsteam der Malteser präsentierte sich als Helfer bei psychischen Verletzung nach schweren Unfällen. Als Fahrzeug dient hier ein VW T4 in ungewöhnlicher Farbe metallic grün-blau. Bei der Polizei konnte man einen Streifenwagen und ein Motorrad genauer unter die Lupe nehmen.

Die Fürstenfeldbrucker selbst sorgten für die Verpflegung und betreuten diverse Stationen. An einem demolierten Führerhaus präsentierte man die Rettung bei LKW Unfällen, ein weiterer Infostand informierte über die aktive Mitgliedschaft in Jugendfeuerwehr und aktiver Wehr. Im Keller des Gebäudes konnte man die Atemschutzübungsstrecke besichtigen. Dort ist auch ein kleiner Hitzeraum der auf mind. 50° erwärmt wird und von den Atemschutzträgern durchkrochen werden muss.

Ins Auge sticht auch die Plakataktion der FF Fürstenfeldbruck mit dem Titel „Jeder kann!“. Auf Einsatzfotos wurden den Feuerwehrmitgliedern die Berufsbezeichnungen hinzugefügt. Hierdurch wird einerseits das breite Berufsspektrum in der Freiwilligen Feuerwehr gezeigt andererseits fühlen sie Angehörige der jeweiligen Berufe direkt Angesprochen. Vom Hausmeister über den Büroangestellten bis hin zum Studenten, jeder ist bei der Freiwillige Feuerwehr willkommen.

Bühne frei

Als Highlight stellte sich diesmal nicht eine Einsatzvorführung heraus sondern die originelle Präsentation von Feuerwehrschutzkleidung in Form einer Modenschau. Mit entsprechenden Accessoires und Einsatzszenen wurden die Anzüge auch visuell sehr gut dem Publikum vermittelt. So sammelten Wehrleute in Schutzanzügen einen an Vogelgrippe erkranktes Gummihuhn ein oder ein Feuerwehrmann in Hitzeschutzkleidung trotzte den Flammen einer brennenden Holzwanne. Besonders originell auch der Abgang der Darsteller bei dem gezeigt wurde wie sich die Feuerwehrleute in der Nacht im Gerätehaus umziehen. Unter tosendem Applaus kamen die Einsatzkräfte im Schlafanzug an ihre Spinde um sich blitzschnell umzuziehen und auf dem Fahrzeug aufzusitzen. Hier wurde mit dem nötigen Augenzwinkern das Engagement der ehrenamtlichen Kräfte besonders hervorgehoben.

Nicht weniger spektakulär die Vorführung der Außenlastbehälter. Ein Transporthubschrauber der Bundeswehr (Bell UH-1D) brachte zusammen mit den Flughelfern der FF Wolfratshausen den Besuchern die Waldbrandbekämpfung näher. In insgesamt vier Durchgängen wurden diverse Löschtechniken gezeigt. Bei der punktuellen Ausbringung des Löschwassers dringt das Nass tief in den Boden und bekämpft somit Feuer die schwer zu erreichen sind. Bei der zweiten Technik wird das Wasser über eine große Fläche verteilt um beispielsweise unbetroffene Waldbereiche zu benetzen und eine Brandausbreitung zu verhindern.

Man sieht die Feuerwehrkameraden haben sich einiges einfallen lassen und man kann gespannt auf nächstes Jahr sein wenn es wieder heißt Tag der offenen Tür in Fürstenfeldbruck.

Weitere Impressionen

Weitere Bilder in der Fotogalerie…

Weitere Links

Feuerwehr Fürstenfeldbruck
Flughafenfeuerwehr München
THW Fürstenfeldbruck
THW München-Mitte
Feuerwehr Bad Tölz
BRK Starnberg
Bergwacht Bad Tölz
KIT Gröbenzell/Fürstenfeldbruck

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Ziemlich dreist | feuerwehrleben.de

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*