Spaßanruf der Narben hinterlässt

Zwei Operationen an der Hand, Physiotherapie und noch immer krankgeschrieben sind die Folgen eines Spaßanrufes am 27. Januar bei der Leitstelle Würzburg (Bayern). Eine junge Stimme meldete unter dem Pseudonym „Felix“ einen Brand in einem Hochhaus mit 90 Bewohnern. Auf dem Weg zum Gerätehaus verunglückten zwei Kameraden.

feuerwehr2Bei der Meldung „Brand in einem Hochhaus“ lässt wohl jeder alles stehen und liegen und begibt sich schnellstmöglich zum Gerätehaus. So auch bei Sebastian Kehrbaum und seinen Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen. Doch beim Abbiegen passierte es dann. Ein Kamerad, der ebenfalls auf dem Weg zum Gerätehaus war, prallte frontal in die Seite von Sebastian Kehrbaum. „Parkende Autos am Straßenrand ließen einen Blick in die Straße erst zu, als ich mit der Schnauze meines Autos schon drin stand“, so Sebastian K.

Weitere Kameraden die an der Unfallstelle vorbeikamen, meldeten den Unfall und fuhren zur Unfallstelle zurück, nachdem sie als „Einsatzreserve“ am Gerätehaus abgestellt wurden, heißt es auf infranken.de. Die Folgen sind neben einem Sachschaden von 70.000€, ein gebrochener Mittelhandknochen bei Sebastian und eine Platzwunde und Schleudertrauma bei seinem Kameraden. Beide sind durch die Kommunale Versicherung Bayern versichert.

Einsatzkräfte haben nach Paragraph 35 der StVO einen gewissen Rahmen zur Befreiung von den Straßenverkehrsregeln. Stadtbrandmeister Markus Ungerer sagt: „Wir stehen als Einsatzkräfte unter einer eigenen Problematik. Fährst du mit Tempo 40 zum Einsatz, wirft man dir Bummelei vor, fährst du mit Tempo 60, dann bist du als Raser verschrien“. Bis heute konnte „Felix“ nicht ermittelt werden. Er alarmierte die Einsatzkräfte von einer öffentlichen Telefonzelle aus.

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3 Kommentare zu Spaßanruf der Narben hinterlässt

  1. Gute Besserung an die Kameraden!

    Wie schaut es mit Telefonnummernrückverfolgung seitens der Leitstelle aus?

    Ich hoffe man findet diese Person!

  2. @Michi
    Wie schaut es mit aufmerksam Lesen aus?!

  3. Kenner des Reisbärn // 19. März 2013 um 17:21 // Antworten

    „Er alarmierte die Einsatzkräfte von einer öffentlichen Telefonzelle aus.“ Lesen hilft 😉
    So leid mir das für die Kameraden auch tut, aber er §35.8 StVO gibt eine gebührende Berücksichtung der Sicherheit vor. Hier hat mindestens einer nicht korrekt gehandelt. Dennoch hoffe ich das von einem Strafverfahren abgesehen wird, die körperlichen Schäden und die 70k€ sind eine mehr als ausreichende Strafe.
    Gute Besserung.

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