Sind Berufsfeuerwehrleute dümmer als ehrenamtliche Brandschützer?

B 1 Brandmeisterlehrgang

Wie ich zu der Frage komme? Nun, wenn man sich anschaut, dass ehrenamtliche Feuerwehrleute nach 150 Stunden Ausbildung auf die Menschheit los gelassen werden, BFler aber eine 5 monatige Grundausbildung durchlaufen, muss man sich schon wundern warum das so ist.

Brandmeister Ausbildung

Egal ob BF oder FF, die Anforderungen im Einsatz sind die gleichen

Lange Zeit habe ich mich nicht mit dem Ausbildungssytem der Berufsfeuerwehr wenig beschäftig. Hatte damit zu tun, dass ich jahrelang in einer freiwilligen Feuerwehr war wo weit und breit keine BF war. In den letzten Jahren nehmen die Berührungspunkte von vielen ehrenamtlichen Kräften in mittelgroßen Städten allerdings zu. Entweder wurden schon die ersten hauptamtlichen Kräfte eingestellt (Neu-Ulm, Kempten) oder es wird offen über den Bedarf diskutiert. In den nächsten Jahren werden daher immer mehr Freiwillige Feuerwehren mit hauptamtlichen Brandschützern verstärkt, insbesondere zu den Tageszeiten unter der Woche. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte man die beiden Parallelwelten in der Ausbildung genauer betrachten und auch die Frage stellen warum es überhaupt diese Unterschiede gibt.

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Eines der Argument ist wohl das Thema Zeit. Ein Ehrenamtlicher kann schlecht 5 Monate auf die Feuerwehrschule gehen um seine Ausbildung zu absolvieren. Daher sollten wir uns mal die Grundausbildung von Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr näher betrachten um zu sehen wo die Unterschiede sind. Andererseits müssen sich aber auch Freiwillige Feuerwehrleute eingestehen, dass die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr einfach viel umfassender ist.

Auf Basis des Ausbildungs- und Stoffplan für Nordrhein-Westfalen habe ich bei der BF alle Themen aus der Grundausbildung gestrichen die meines Erachtens Zusatzausbildungen sind. Schwerpunktmäßig ist das die Ausbildung zum Rettungssanitäter und das Thema Gefährliche Stoffe und Güter. Übrig bleiben dann Ausbildungsthemen die ich unter dem Begriff „Grundlagen“ zusammen gefasst habe. Der Punkt „Sonderausbildung“ zeigt Inhalte die beim Brandmeisterlehrgang enthalten sind, aber meines Erachtens nicht zwangsläufig Bestandteil der Grundausbildung sein müssen.

Brandmeisterlehrgang Berufsfeuerwehr

So kommen wir bei den BF Grundlagen auf einen Ausbildungsbedarf von 530 Stunden. Nach der Feuerwehr Dienstvorschrift 2 für Freiwillige Feuerwehr seht ihr die Grundausbildungslehrgang inkl. Atemschutz hier aufgeführt:

Feuerwehr Dienstvorschrift 2 (fwdv 2)

Das heißt, dass momentan die Grundausbildung der Berufsfeuerwehr knapp dreimal so hoch ist (530 Stunden) wie die in der Freiwilligen Wehr (172 Stunden + 25 Stunden Atemschutz). Ist natürlich ein ganz schöner Batzen aber nicht unerreichbar. Wenn man von 20 Übungen alle zwei Wochen und 6 Samstagsübungen im Jahr ausgeht, hat man in knapp 5 1/2 Jahren ehrenamtliche Kräfte die eine nahezu identische Grundausbildung wie die hauptberuflichen Kräfte haben, abzüglich Rettungssanitäter und Gefahrgut.

Ausbildungsstunden Freiwillige Feuerwehr

Bei anderen Hilfsorganisationen gibt es übrigens auch nur eine gemeinsame Ausbildung für ehrenamtliche und hauptberufliche Kräfte. So gibts es im Rettungsdienst den Rettungssanitäter und den Rettungsassistenten. Die Ausbildung ist hier für Freiwillige und Berufskräfte identisch.

Gerade in größeren Freiwilligen Feuerwehren mit ehrenamtlichen und hauptberuflichen Einsatzkräften kann man sich durchaus überlegen ob man eine einheitliche Ausbildungsgrundlage schafft. Das Verständnis wird dadurch auf beiden Seiten verstärkt, der Wissensstand ist einheitlich und die hauptamtlichen Kollegen haben eine höhere Flexibilität. Denn dann können auch ehrenamtliche Kräfte Schichten fahren wie es häufig im Rettungsdienst gemacht wird.

Wie ist Eure Meinung hierzu? Werden zukünftig die Ausbildungsanforderungen von Berufsfeuerwehrleuten und ehrenamtlichen Kräften angeglichen oder bleibt es wie bisher?

30 Kommentare zu Sind Berufsfeuerwehrleute dümmer als ehrenamtliche Brandschützer?

  1. Hallo Zusammen,

    meiner Meinung fehlt hier ein Interessanter Teil der nur die Freiwilligen Feuerwehren betrifft.
    Viele Feuerwehrmänner kommen aus der Jugendfeuerwehr, die bei uns in Bayern ab den 12 Lebensjahr ausgebildet werden. Ich setzte mal die Jugend-Ausbildung und Übungen auf ca. 70 – 100 Std. im Jahr an. Und diese Ausbildung würde ich nicht unterschätzen.

    Gruß Josef

  2. Hallo Josef,

    danke für Deine Antwort. In meiner Rechnung gehts erstmal nur um den Zeitaufwand gesamt, wie man den verteilt habe ich offen gelassen.

    Aber Du hast schon recht, mit einer fundierten Jugenausbildung kann man sicherlich eine gute Grundlage schaffen.

  3. Hallo,
    also ich bin auch in der FF und bei uns geht der B1 2 Jahre mit Sanitäter und die Ausbildung die wir als Freiwillige machen ist nicht Vergleichbar. Ein Freund macht grad den B1 und die Grund Unterlagen von denen habe ich mit meinen von der FF verglichen und da siht man das die BF viel mehr deteils dadrinnen hat und die müssen auch einiges mehr Wissen. Mein LZ ist auch ne GSG Einheit und die Ausbildung für die FF geht 6 wochen und für die BF 6 Monate da siht man auch einen Riesigen unterschied.

  4. Hi,
    ich will nicht in Abrede stellen, dass die BF-Ausbildung wesentlich umfangreicher ist, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass dort soo viele neue/andere Dinge vermittelt werden, die man bis zum FF-Truppführerlehrgang nicht auch zumindest mal gemacht hat. Klar gibts bei der FF genug Vollpfosten, die nur ein Bruchteil später können (wollen) und trotzdem löschen dürfen.
    Solche gibt es aber auch bei der BF – und nach dem Hinweis, dass er in diesem Jahr noch nicht bei einem (Wohnungs-)Brand unter Atemschutz gearbeitet hat, ich aber dafür bei fast allen den zweiten Trupp geführt habe, war er dann auch ganz still mit seinen 2 PKW-Bränden.
    Je nach Größe der BF gibt es da natürlich Unterschiede, aber ich wage jetzt einfach mal die These, dass ein Großteil der überschüssigen Ausbildung eines BFlers vergessen wird, bevor er das Wissen einsetzen muss.
    Entweder, weil er nicht auf der Position im Zug eingeteilt ist, oder weil er Frei hat.

    Bei dem Vergleich der Ausbildungen sind mir aber Fehler/Ungenauigkeiten aufgefallen – zumindest bei uns. Denn ein BFler darf in der Regel nach siner Ausbildung auch Löschfahrzeuge und Drehleitern lenken und bedienen. Bei einem FFler kommt da ein extra Lehrgang und EINIGE Übungsstunden dazu.

    Abschließend bleibt vielleicht noch zu sagen, dass auch viele Einsätze, die ausschließlich mit FF abgearbeitet werden, definitiv nicht schlechter abgearbeitet wurden, wie mit einer BF an der Einsatzstelle. Und Beispiele für alle Thesen gibt es genug, man kann es halt nicht verallgemeinern. Sobald es sehr speziell wird, lass ich mir den Wissensvorsprung eines BFlers gefallen, aber wenn der BFler als Wassertruppmann eingesetzt wird, kann er auch nur das Standrohr stellen und Schläuche verlegen.

  5. Man Darf nicht vergessen das die BFler nicht nur Feuerwehr Relevantes lernen, da Sie ja Beamte sind haben die auch noch Burgerkunde, Deutsch und ein paar andere Fächer.

    Und so gering is die ausbildung einer jeden FF auch nicht Laut der TAZ (trainig- und ausbildungszentrum) der FF München haben dor alle FFler nach Abgeschlossen Grund ausbildung (TM I, TM II, AS, TR und 6 Grundmodule) etwa 450 Std. ausbildung hinter sich. Allein Mein Truppmann I dauerte 3 Monate á 2 Termine zu je 3 std der woche. Dann kommen ja noch weitere Extralehrgänge wie Maschinist und Funksprecher und Funkaufbaulehrgang (auch IuK lehrgang genannt) dazu. so weit ich Richtig informiert bin bild die Feuerwehr Schulen auch immer besser aus.

  6. Wie Mike bereits erwähnte muss ein FF’ler für jede Position die er Ausüben möchte/will einen „Zusatzkurs“ belegen da dies von der eigentlichen TM/TF Ausbildung nicht abgedeckt wird. So ist ein Maschinistenkurs zu belegen wenn er das Fahrzeug lenken möche, ein Motorsägenlehrgang, wenn er diese „führen“ will oder oder oder. Dies ist meines Wissens mit der Ausbildung des BF’lers alles Abgedeckt, hier kann jeder für nahezu jede Position eingesetzt werden. Das ist bei den (meisten) FF’lern nichts so!!! Zumindest nicht bei allen, so „begründe“ ich auch die „geringere“ Ausbildung bei der FF.

  7. Hi!

    Was hier anscheinend aber auch vergessen wird, ist die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Berufsfeuerwehrleute. Da kommen deutlich mehr Stunden zusammen als die, die man bei einer FF mit einer 2 stündigen Übung alle 2 Wochen erreicht. Bei meiner BF kommen standardmässig pro Jahr gut um die 250h pro Einsatzbeamten zusammen.
    Übrigens kenne ich auch keinen BFler der nur Wassertruppmann ist oder eine sonstige Position exclusiv besetzt.
    Und auch bei einer FF sind die Brandeinsätze der geringste Teil der Tätigkeit…

  8. Reinhold Bauer // 31. Juli 2010 um 1:47 // Antworten

    Hallo liebe Kameradinnen und Kameraden

    vieleicht sollte man mal bedenken, dass die Ausbildung bei der FF gewissermaßen „etwas“ gestreckt ist (zumindest hier in Bayern)…
    was ein BF- ler in 5 Monaten (ggf. mehr) lernt, lernt der freiwillige in einer ausgedehnteren Zeit (kann schon mal 5 Jahre dauern);
    lässt sich aber verkraften, da der freiwillige ja noch ein zweites Leben hat und so eine Feuerwehr aus Leuten verschiedenen Ausbildungstands besteht; da heist es einfach mal, der Erfahrenere passt auf den Jüngeren auf und nimmt ihn unter seine Fittiche! ich bin so gross geworden und handle danach (natürlich am liebsten erst mal in Übungen) und wenn wir alle so handeln, die jüngeren hilfreich zu unterstützen, dann sehe ich da auch kein Problem, was die Ausbildungsdauer betrifft;

    Nebenbei: schon mal nachgerechnet, was so ein junger FF- Angehöriger vom ersten Tag in der JF bis zu demTag an der Er/Sie TM/TF/MA/Fu/AT ist, so alles an Ausb. durchlebt hat (geschweige denn Jugendleistungsspange BY/D, Wissenstets, JLM etc.)

  9. Reinhold Bauer // 31. Juli 2010 um 2:13 // Antworten

    Hallo ich bin´s noch mal, der Reinhold

    Schon mal überlegt, dass die BF- Neulinge Beamtenanwärter sind?
    So eine Ausbildung kostet natürlich viel Geld!!! Und dann erwartet man (auch Ich), dass diejenigen, die da rauskommen, sofort uneingeschränkt einsetzbar sind.
    FF- ler kosten aubildungsmäßig (fast) nix,dauert nur „etwas“ länger, ist aber anders einfach nicht anders zu machen. Und komischerweise funktioniert dieses System auf dem „platten Land“ in D ja schon eine ganze Weile, wobei ich nix dagegen hätte, wenn wir hier nur BF´en hätten, dann gäbe es keine Arbeitslosigkeit mehrin D, denn dann hätte die Feuerwehr vermutlich eine Mannstärke wie die BW im (damaligen) VV (ca 1,3 Mio Nasen) und dann wäre ich auch dabei 🙂

  10. Zitat von Reinhard Bauer:

    „Nebenbei: schon mal nachgerechnet, was so ein junger FF- Angehöriger vom ersten Tag in der JF bis zu demTag an der Er/Sie TM/TF/MA/Fu/AT ist, so alles an Ausb. durchlebt hat (geschweige denn Jugendleistungsspange BY/D, Wissenstets, JLM etc.)“

    Schon mal überlegt, was so ein BFler in seiner gesamten Dienstzeit so an Ausbildungen durchlebt?

  11. schonmal überlegt was man in der Ausbildung zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bei der BF sonst noch so „beigebracht“ bekommt was mit Feuerwehr (fast) gar nichts zu tun hat? (zumindest nicht direkt)
    Das hat mit der Laufbahnprüfung zu tun… also Staatsrecht, Mathe, Chemie, Physik, Sport usw. usw.
    Falls einer glaubt das halbe Jahr „Grundausbildung“ an der Landesfeuerwehrschule als BFler „Erholung“ ist hat sich geschnitten… (beim Abschlußlehrgang wirds besser 😉 )

    Übrigens als BFler finde ich die Überschrift zu diesem Beitrag „grenzwertig“…

    Wenn ich sehe was bei den FFs so an „Kräften“ auf die Menschheit losgelassen wird nach „Schnellbesohlung“ (Grundausbildung TM/TF etc.) könnt ich manchmal nur mit dem Kopf schütteln.
    Weil immer weniger „freiwillig“ was machen wollen, werden Typen aufgenommen die man vor Jahren noch lächelnd abgelehnt hätte… (ob das gut ist?)

    Klar gibts jede Menge 1a Fachleute bei den freiwilligen… nur ist die Ausbildung zum BFler doch noch etwas anderes… auch wenn einige Städte davon träumen ihre (gut) ausgebildeten FFler ohne Laufbahnprüfung als hauptamtliche Kräfte zu beschäftigen ohne die teure lange Ausbildung…
    Gut das es sowas nicht gibt…. zumindest bei den BFs nicht…

    Außerdem sollte man sehen das viele BFler als Quereinsteiger angefangen haben und bis zum ersten Tag nur wußten das die mit roten Autos rumfahren 😉
    Also wird alles vom Urschleim an erlernt… zuzüglich dem Wissen zur Laufbahnbefähigung (was man nachher nicht unbedingt wieder braucht)

    Gruß Belli

    • Hallo Belli,

      danke für Dein Feedback. Ich hoffe doch sehr, dass der Artikel zeigt, dass die Antwort auf die grenzwertige Frage nein ist.

      Natürlich ist die Grundausbildung der BF sehr gut und vermittelt ein umfangreiches Wissen. Die Frage ist aber nicht was man in eine Person reinsteckt und was dann auf der Urkunde steh,t sondern was sie daraus macht.

      Ich komme aus einem Unternehmen wo es keine Titel gab. D.h. es sind da zwar viele Doktoren, Studierte und Leute ohne Studium rumgesprungen, aber es stand einfach nicht im Vordergrund. Interessanterweise gab es in den Projekten Leute die etwas drauf hatten und andere die Flaschen waren und das war unabhängig von ihrer Ausbildung.

      Und genau darum geht es. Mir ist wichtig was der Kollege kann und nicht was er mal gemacht hat. Ich kenne viele Berufsfeuerwehrleute die sehr engagiert und fit sind, und vor denen ziehe ich meinen Hut, akzeptiere sie und lerne gerne dazu. Es gibt aber auch BF Kollegen die machen das ausschließlich um am Ende vom Monat ein paar Euro auf dem Konto zu haben, und keinen Fingerkrum mehr. Die hatten noch nie ein Fachbuch in der Hand und beschäftigen sich auch sonst nicht viel mit dem Thema Feuerwehr. Und da bringt es mir nix, wenn BF unter dem Namen steht.

      Das bei der FF aber auch nicht alles Überflieger sind dürfte klar sein :-).

  12. Moin,
    du vergleichst jetzt die Ausbildung zum Brandmeister bei der BF mit der Ausbildung zum Truppführer bei der FF. Ein Truppmann braucht kein Taktisches Wissen, denn er ist kein Gruppenführer. Das währe kontraproduktiv. Ich habe meine Brandmeisterausbildung als FF Angehöriger gemacht mit insgesamt 120 Stunden am Institut der Feuerwehr NRW. Voran gingen aber auch die anderen Themen in der Truppmann 1+2, Sprechfunker, Maschinist und vieles mehr auf Kreisebene. Alles in allem kamen wir der 500 Stunden sehr nahe. Der BF’ler muss sein Geld damit verdienen und sollte mit der Ausbildung „unfallfrei“ und gesund aus jedem Einsatz zurückkommen, und dann noch der beschissene Schichtdienst mit 24Stunden Dienst und so.
    Der Brandmeister BF bekommt die gesamte Ausbildung in geballter Ladung auf einmal verpasst. Die FF’ler „häppchenweise“ auf Jahre verteilt, denn Truppführer kann nur der werden, der 3 Jahre Erfahrung als Truppmann gesammelt hat.

  13. Moin,

    in Bezug auf Intelligenz muss ich aber auch noch eine andere Seite anschneiden. Einige BF’ler die ich in meinen Einsatz-Zeiten als GF kennengelernt habe waren 100%ige „Kotzbrocken“. Fachwissen hin und Stressfaktoren her. Was bei den Feuerwehrinstituten wohl nicht vermittelt wird, ist der „wahre“ Einsatz unter Stress. Ich hätte denen gerne meine Meinung gegeigt, aber dass währe ja Beamtenbeleidigung gewesen. Ich plädiere dafür, dass bei der BF ein Assesmentcenter eingeführt wird.

  14. …..und noch einen. Auch bei der FF werden manche Kameraden zu Löschabteilungsführer ausgebildet, die im wahren Berufsleben totale Nieten sind. Und die leben dann ihre „Führungskultur an andere aus……….

  15. Lassen wir doch mal die Kirche im Dorf: 2 Wochen an der Landesfeuerwehrschule verbringen und als Gruppenführer nach Hause gehen heißt auf der einen Seite: 2 Wochen lang nicht arbeiten zu können, was gerade für beruflich sehr eingebundene Menschen ultra schwierig ist und auf der anderen Seite: nach viel zu kurzer Zeit eine Befähigung zu erhalten, der man nicht gerecht werden kann (!) In 2 Wochen wirst du nicht zum Gruppenführer. Auch nicht in drei oder vier. So ist das nunmal bei der FF, wir machen das freiwillig 😉 Ich hatte Glück und hatte dieses Jahr 4 Wochen Zeit zwischen Zivildienst und Praktikum. Die hab‘ ich komplett in Kassel verbracht. Erst Gruppenführer, dann GABC Einsatz. So, und wer kann das, wenn er einen Job hat, an dem er gebraucht wird? Eben. Und dafür gibts die lieben BF’ler 🙂

  16. Hermann sagt // 28. März 2011 um 13:04 // Antworten

    Hallo zusammen,
    ist zwar schon ein bisschen spät meine Meinung hier kund zu tun, aber!! Ich arbeite seit 28 Jahren hauptamtlich (Seit 2003 Gruppenführer )bei einer freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, zur Zeit arbeite ich mit rund 90 hauptamtlichen und etwa 350 Ehrenamtlern zusammen. In NRW dauert der B1 18 Monate ( bei uns erhalten alle Azubis im B1 noch den DL Maschinisten, Pumpenmaschinst, Gerätewart und Rettungssanitäter, Führerschein Kl. -C- ist obligatorisch ), dann folgt die Laufbahnprüfung, der Bf`ler macht bei uns anschließend noch die Ausbildung zum Rettungsassistenten, noch mal 18 Monate. Bei uns findet mindesens einmal pro Woche 2h Ausbildung statt, einmal pro Jahr eine Woche RA Fortbildung, dazu kommen noch Seminare, usw., usw, Ich Denke doch das da große Unterschiede bestehen, sehe ich auch bei Einsätzen, ich habe da so meine Erfahrungen. Die Überschrift halte ich für sehr gewagt. Dazu kommt noch das es sehr viel einfacher ist bei einer FF aufgenommen zu werden, als bei einer BF den Einstellungstest zu überstehen. Der Einstellungstest ist nicht umsonst so angelegt. Der BF`ler sollte schon den B1 bestehen können. Übrigens bewerben sich bei uns Regelmäßig Leute aus dem ehrenamtlichen Bereich die den Test nicht bestehen. Soll aber NICHT heißen das unsere FF schlecht ist, im Gegenteil. Ich habe gehörigen Respekt vor diesen Leuten, sie leisten einiges in ihrer Freizeit. Ich Denke doch das da große Unterschiede bestehen, sehe ich auch bei Einsätzen, ich habe da so meine Erfahrungen. Es ist zwar Richtig, das es angagierte und wenige angagierte Leute dabei sind, aller dings haben die BF`ler einen anderen Hintergrund. Die Überschrift halte ich für sehr gewagt. Dazu kommt noch das es sehr viel einfacher ist bei einer FF aufgenommen zu werden, als bei einer BF den Einstellungstest zu überstehen. Der Einstellungstest ist nicht umsonst so angelegt. Der BF`ler sollte schon den B1 bestehen können. Überigens bewerben sich bei uns Regelmäßig Leute aus dem ehrenamtlichen Bereich, die den Test nicht bestehen. Soll aber NICHT heißen das unsere FF schlecht ist, im Gegenteil. Ich habe gehörigen Respekt vor diesen Leuten, sie leisten einiges in ihrer Freizeit.

  17. Ausbildung, das ist die Frage? Was braucht ein einfacher Feuerwehrmann/-frau?

    Freiwillige Feuerwehrmann, bringt vor allem das größere Interesse mit, da es Ihnen
    nicht um die Bezahlung geht. Sie kommen oft schon aus der Jugendfeuerwehr und
    haben schon Einsatzerfahrung.
    Sie haben die bessere Berufserfahrung, da Sie im gewerblichen Berufsleben stehen.

    Ich zum Beispiel bin ein freiwilliger Feuerwehrmann, komme aus einer ganz kleinen
    Feuerwehr, habe mehrere Gesellenbriefe z. B.: Schlosser, Techn.-Zeichner mit Berufs-
    erfahrung. Habe eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, Feuerwehrtaucher Stufe 2.
    Atemschutz- und Tauchgerätewart usw…

    Berufsfeuerwehrleute sind oft schon zum Brandmeister befördert, ohne jeden Einsatz.
    Ein beruflicher Feuerwehrmann, kann sich während seiner Arbeitszeit mit der Ausbildung
    beschäftigen, somit müsste Er besser sein als ein freiwilliger Feuerwehrmann.

    Die Wahrheit ist aber, es hängt von der Förderung des einzelen Feuerwehrmann/-frau
    ab und wie Sie zur Feuerwehrarbeit stehen, ob freiwillig oder beruflich.

    Die Berufsfeuerwehrleute sind als Beamte zu teuer, da sind hauptamtliche Kräfte kosten-
    güstiger. Es gibt ja auch noch hauptberufliche Werkfeuerwehrleute, die je nach Betrieb
    noch besser verdienen, aber all dies wird sich jetzt schnell ändern…

    Es gibt kein besser oder schlechter, hier vergleicht man zwei ganz verschiedene Systeme.
    Für mich ist es viel schlimmer, das Führungskräfte oft schlechter sind als die Manschaft.

    Ich habe als freiwilliger Feuerwehrmann mal einen BF-Auswahltest gemacht und bestanden,
    zusätzlich einen Berufsfeuerwehrgrundlehrgang gemacht und eine zweijährige
    Dienstzeit im mittleren Dienst gemacht, mit Notrufsachbearbeiter ( 112 ) und späterer mit einer Zweijahresprüfung meinen Abschluß zum Brandmeister.
    Es kommt immer auf die Wehr an, die Einsatzerfahrung und Einsatzarten, das Verständnis der Feuerwehrleute usw…
    somit gibt es kein besser und schlechter….
    Bedenkt mal, das bei den zuverlässigsten Berufen in der Bevölkerung, der des Feuerwehrmanns seit Jahren an erster Stelle steht. Doch in Wahrheit gibt es viel mehr Freiwillige als berufliche Feuerwehrleute.
    Es ist die Aufgabe der guten die schlechteren zu fördern, damit immer alle gut ausgebildet
    sind und keine Feuerwehrleute (beruflich oder freiwillig ) auf der Strecke bleibt.

    Mfg.: Herbert

  18. Hermann sagt // 17. Mai 2011 um 11:01 // Antworten

    Hallo Herbert,

    ich bin gerade vom Dienst gekommen und habe deinen Kommentar gelesen, ich gehöre offensichtlich zu den dessinteressierten Berufsfeuerwehrleuten, denen es nur ums leicht verdiente Geld geht, Ich werde jetzt mal etwas polemisch: dort wo ich als Feuerwehrbeamter „arbeite“ holen wir selbstverständlich die freiwillige Feuerwehr dazu wenn es schwieriger wird, oder der Einsatz mit Arbeit zu tun hat. Da ja die Berufsfeuerwehrbeamten, werder Interesse noch Lust auf ihren Beruf haben, müssen wir das ja tun, um an der Einsatzstelle wenigstens etwas Qualität zu gewährleisten.

    Man, glaubst du wirklich das bei den Berufsfeuerwehren nur Lauschepper rumlaufen?
    Ich, und im Übrigen alle meine 90 Kolegen haben vor der Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann (SB) eine Berufsausbildung in einem Handwerk abgeschlossen, und nach der Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann/Frau noch die Ausbildung zum Rettungsassisten/in absolviert. Wenn man diese Zeiten zusammenaddiert kommt man auf etwa 6 Jahre Ausbildung. Ich Denke, das ein Feuerwehrbeamter nich überbezahlt ist, wenn er nach seiner Ausbildung mit der Gehaltsstufe A7 Bundesbesoldungstabelle nach Hause geht. Dazu kommt noch, das er im Normalfall nur noch einmal Befördert wird (nach A8 Ende). Viele meiner Kolegen sind auch auf der ehrenamtlichen Schine der Feuerwehr unterwegs und angagieren sich dort. Wie kommst du darauf, das sich ein Berufsfeuerwehrmann (SB) nicht für seine Aufgaben im Feuerwehrdinst interessiert? Wenn ich deinen Kommentar so lese, habe ich das Gefühl, das wohl nur ein ehrenamtliches Mitglied einer Feuerwehr eine vernünftige Arbeit abliefern kann.
    So jetzt mal zu den eimzelnen Abschnitten aus deinem Kommentar:

    Zu: Ausbildung, das ist die Frage?

    Richtig, das ist auch die Frage, hast du mal in die entsprechenden Ausbildungskataloge geschaut? Du hast geschrieben, das du eine entsprechende Ausbildung absolviert hast. Hier Verstehe ich deine Frage nicht!!

    Zu:Frewiwilligen Feuerwehrleuten geht es nicht ums Geld, und sind deshalb interessierter.

    Ich für meinen Teil bin seit über 28 Jahren Berufsfeuerwehrmann (SB) und interessiere mich immernoch sehr für meinen Beruf.

    Zu: Feuerwehrbeamte sind zu Teuer.

    Hast du schonmal das FSHG gelesen?
    Stadte und Gemeinden sind verpflichtet eine leistungsfähige Feuerwehr zu unterhalten.
    Ich arbeite in der Leitstelle, werde auf dem Lösch,- und Hilfeleistungszug eingeteilt, übernehme Führungsfunktionen im Zug sowie im Wachbetrieb, und ich bin auch Zeitweise im Rettungsdienst als Rettungsassistent tätig. Wenn ich dann sehe, dass wenn die angagierte und interessierte Freiwillige Feuerwehr alarmiert wir, von 90 alarmierten Einsatzkräften ganze 10-12 erscheinen, frage ich mich, wie du auf so eine Idee kommst. Meine subjektive Erfahrung ist, das es die Freiwillige Feuerwehr nur noch am Wochenende und in den Abendstunden gibt. Denn Nachts kommen auch deutlich weniger zu den Einsätzen.

    Zu: Berufsfeuerwehrleute werden ohne jeden Einsatz zum Brandmeisetr Befördert.
    Stimmt so nicht, Bei uns absolvieren alle Brandmeisteranwärter mehrer Wachpraktika, und werden dort mit auf dem Löschzug in verschiedenen Fuktionen eingeteilt.

    Zu: ein beruflicher Feuerwehrmann, kann sich während seiner Arbeitszeit mit der Ausbildung beschäftigen, somit müsste Er besser sein als ein freiwilliger Feuerwehrmann.

    Tut er auch.

    Zu: Die Wahrheit ist aber, es hängt von der Förderung des einzelen Feuerwehrmann/-frau
    ab und wie Sie zur Feuerwehrarbeit stehen, ob freiwillig oder beruflich.

    Richtig.

    Zu:Ich habe als freiwilliger Feuerwehrmann mal einen BF-Auswahltest gemacht und bestanden, zusätzlich einen Berufsfeuerwehrgrundlehrgang gemacht und eine zweijährige
    Dienstzeit im mittleren Dienst gemacht, mit Notrufsachbearbeiter ( 112 ) und späterer mit einer Zweijahresprüfung meinen Abschluß zum Brandmeister.

    Zwei Fragen, 1. Wie kommt es, das ein Feuerwehrbeamter ohne Einsatzerfahrung Notrufe bearbeitet? Bei uns ist es so, das der Feuerwehrbeamte mindestens Oberbrandmeister und Rettungsassistent ist, im Regelfall sitzt dort allerdings ein Hauptbrandmeister (mit Gruppenführerprüfung). 2. Warum übst du den Beruf nicht mehr aus?? Zu langweilig, oder zu anstrengend, oder zu wenig Geld, oder hast du dich für dein Gehalt geschämt?

    Zu: Es kommt immer auf die Wehr an, die Einsatzerfahrung und Einsatzarten, das Verständnis der Feuerwehrleute usw…somit gibt es kein besser und schlechter….

    Es gibt nicht besser oder schlechter, aber es gibt doch deutliche Unterschiede. Wie in jedem Beruf kann ich angelernt werden ( das ist ein Strahlrohr, da kommt das Wasser rein, und dort kommt es wieder raus, ich kann den den Hebel verstellen und der Wasserstrahl sieht anders aus. Wenn ich Sprühstrahl nehme ist das besser zum Löschen) oder ich mache eine Fundierte Ausbildung mit allen Hintergründen und Informationen. Eigentlich doch ganz einfach, oder? Warum geht ein Berufsfeuerwehrmann 7 Wochen zum Gruppenführerlehrgang am Institut der Feuerwehr, und ein Ehrenamtler nur 2 Wochen? Zugführer, BF insgesammt 18 Monate Ausbildung, der Ehrenamtler ist nach 3 Wochen fertig. Fragen?

    Zu: Bedenkt mal, das bei den zuverlässigsten Berufen in der Bevölkerung, der des Feuerwehrmanns seit Jahren an erster Stelle steht. Doch in Wahrheit gibt es viel mehr Freiwillige als berufliche Feuerwehrleute.

    Komisch, das hier nach dem „Beruf“ gefragt ist.

    Zu: Es ist die Aufgabe der guten die schlechteren zu fördern, damit immer alle gut ausgebildet sind und keine Feuerwehrleute (beruflich oder freiwillig ) auf der Strecke bleibt.

    Richtig.

    Mfg.: Hermann

  19. Und was ist das interessante an dem Link?

  20. Also als Berufsfeuerwehrmann möchte ich noch gerne hinzufügen, dass wir nach unserer 18-Monatigen Ausbildung und der evtl anschließenden Ausbildung zum Rettungsassistent, bei unserer BF jeden 24 std. Dienst also jeden 3. Tag mind. eine Ausbildungseinheit absolvieren. Meiner Meinung nach sollte man sich in einer FF mehr spezialisieren, also auf bestimmte Funktionen konzentrieren.

  21. Ein BERUFSfeuerwehrmann // 27. März 2013 um 15:16 // Antworten

    Die Themenbezeichnung alleine und die Frage die sich faraus ergibt lässt doch schon darauf schliessen warum derjenige immernoch „ehrenamtlich“ tätig ist. Der Gesetzgeber hat durch die einzelnen Laufbahnverordnungen in den Bundesländern ein System aufgebaut welches dafür Sorge trägt, das Personen wie der Autor dieses Themas nicht in den Genuß einer entsprechend teuren und aufwendigen Ausbildung kommen, und eine ebenso gleich große Verantwortung für und gegenüber dem Bürger übertragen bekommen. Auch unter „Bestenauslese“ und persönlicher Eignung in den „Landesbeamtengesetzen“ wiederzufinden. Man darf ja auch nicht alles auf die Menschen loslassen. Der Steuerzahler darf ruhig was gescheites erwarten wenn er dann wirklich mal Hilfe braucht!!! Mach du mal schön weiter in deiner freiwilligen Feuerwehr. Wenns drauf ankommt und Profis gefragt sind wird man dich sowieso nur zugucken lassen 😉 Das kann Ich aus meiner zehnjährigen Feuerwehr-Rettungsdienst erfahren ganz klar so sagen :DDDDDD

  22. @Ein BERUFSfeuerwehrmann
    Wer lesen (und verstehen) kann ist klar im Vorteil!
    Ein kluger (Feuerwehr-)Mann hätte den ganzen Artikel gelesen und müsste sich dann nicht zu so polemischen Äußerungen herablassen.
    Ich weiß auch nicht was du unter „wenns drauf ankommt“ verstehst, aber da wo ich her komme würde ein Haus zwei mal abbrennen bevor die ersten „Profis“ ankommen. So lange du also nicht bereit bist Abstriche bei dem Salär in Kauf zu nehmen um die „teure und aufwändige Ausbildung“ und den Unterhalt von Berufsfeuerwehren FLÄCHENDECKEND zu gewährleisten, wirst du akzeptieren müssen das es nur MITEINANDER geht.

  23. Hallo,
    ich möchte auf etwas in dem Artikel eingehen wovon noch bisher keiner geredet hat. Im Artikel wird davon geredet das es bei Hilfsorganisationen die im Rettungsdienst tätig sind, die gleiche Ausbildung für ehrenamtliche und hauptamtlische Kräfte vorgeben, im Form vom Rettungssanitäters, Rettungsassistenen. Somit haben im Rettungsdienst zwar von Ausbildung her ehrenamtliche und hauptamtlich die selbe Vorraussetzung, jedoch liegt hier wenn man als ehrenamtler ehrlich zu sich ist im praktischen einige große Unterschiede. Als ehrenamtler ist man einfach nicht so geübt und so routiniert wie ein hauptamtlicher.

    Außerdem ist der zeitliche Aufwand diese Ausbildung neben dem eigendlichen Beruf her zu absollvieren enorm. Dewegen ist es dürchaus sinnvoll die Ausbildungen von Ehrenamtler so kurz und kompakt zu gestallten. Ich bin selber ehrenamtliche Rettungssanitäterin und weiß wovon ich rede.

    Ich kann deswegen diese Diskusion nicht so recht verstehen. Alle Angehörigen der BF müss nun mal um einiges mehr lernen als FFler und in meinen Augen sollte jeder der in der FF ist darum froh sein, dass von ihnen dieser hohe zeitliche Aufwand nicht gefordert wird, wie im Rettungsdienst.

    Im Ehrenamt wie im Hauptamt gibt es in meinen Augen immer irgendwelche Rettungsramboss die meinen sie können alles und sind die letzten Pfeifen.

    Ich glaube es ist keine Frage der Ausbildung wie gut ehrenamtliche und hauptamtliche zusammen arbeiten sondern viel mehr liegt es an jedem einzelnen Menschen. Gegenseitiger Respekt und Teamarbeit egal ob er nun ein BF ein FF oder sonst was auf seiner Uniform stehen hat.

  24. Hallo,

    Brandmeister in einer BF mit einem Brandmeister einer FF zu vergleichen finde ich nicht passend. Bei einer BF ist der Brandmeister die unterste Stellung in diesem Beruf. Bei dieser Ausbildung wird theoretisches Wissen aufgebaut und in „Übungen“ praktisch umgesetzt. Hier sind die Einsatzerfahrungen gleich NULL. Bei einer FF muss man in der Regel jahrelang verschiedene Ausbildungen über sich ergehen lassen um erst einmal den Brandmeister machen zu dürfen, welcher dann 2 Wo. Vollzeit dauert. Es fängt an mit dem Grundlehrgang, danach ist man Truppmann, dann kommt die Truppführerausbildung und erst dann, in der Regel mindestens 4 Jahre, eher wesentlich später, darf man zur Brandmeisterausbildung zugelassen werden. Hinzu kommen in diesen Jahren diverse Zusatzausbildungen, wie Sprechfunker, Maschinist, Atemschutzgeräteträger usw. Auch sammelt man wesentlich mehr Erfahrung im tatsächlichen Einsatzdienst. Man sollte also realistisch bleiben. Ein Brandmeister der FF hat eventuell weniger an Ausbildungsstunden, dafür aber wesentlich mehr praktische Erfahrung.

  25. Hermann Schramme // 9. Februar 2014 um 10:33 // Antworten

    Hallo,

    hier eine kleine Erklärung zu den Dienstgraden bei den Feuerwehren in NRW: vor ein Paar Jahren haben die AGBF, der Verband der Feuerwehren NRW und das Innenministerium NRW die Köpfe zusammengesteckt und die Dienstgrade bei den Feuerwehren „vereinfacht“, siehe dazu den entsprechenden Runderlass des Innenministeriums. Also gibt es jetzt gleiche Dienstgradabzeichen mit unterschiedlichen Aussagen, 1 roter Balken mit roter Umrandung bedeutet bei der BF Brandmeister (A7 Bundesbesoldungstabelle, is ja kein Geheimnis), bei der FF Feuerwehrmann, der BF`ler hat einen B1 Lehrgang mit den oben beschriebenen Ausbildungen absolviert, der FF`ler einen Truppmann-Lehrgang, ohne Sonderlehrgänge. 2 rote Balken mit roter Umrandung bedeuten im BF Bereich Oberbrandmeister im FF Bereich Oberfeuerwehrmann. Für den BF`ler ist hier im Regelfall Ende der Beförderungsmöglichkeiten. In der Theorie kann mann noch zum Hauptbrandmeister ohne Führungslehrgang befördert werden, angeblich sogar noch zum Hauptbrandmeister mit Zulage, ich kenne aber keinen! Leider haben sich die Experten keine weiteren Gedanken zur Benennung der Dienstgrade gemacht. Da im ehrenamtlichen Bereich der Brandmeister einen Führungslehrgang (F3 Gruppenführer) vorraussetzt, ebenso der Ober.- und Hauptbrandmeister. Jetzt gibt es bei der BF noch die geprüften Brand.- Oberbrand.- und Hauptbrandmeister (B3 Gruppenführer). Diese dürfen dann noch eine Rot/Silberne Kordel an der Dienstmütze und eine Rot/Silberne Umrandung des Dienstgradabzeichen tragen, und bekommen einen kurzen roten Streifen an den Helm geklebt. Die Dienstgradbezeichnung bleibt allerdings gleich. Im übrigen macht sich die Ernennung dann auch nicht Finanziel bemerkbar. Leider sind die Dienstgradbezeichnungen sehr Mißverständlich benannt, außerdem drücken die Bezeichnungen nicht den Ausbildungsstand der Feuerwehrleute SB aus. Eigendlich müsste der BF`ler nach Absolvierung des B1 Lehrgangs zum Hauptfeuerwehrmann (3 rote Balken) ernannt werden (Siehe Inhalt des B1 Lehrgangs). Also, der Brandmeister BF hat KEINEN Führungslehrgang B3 absolviert und übernimmt auch keine Führungsauafgaben, er ist leider nur so Benannt.

    Also:
    1 roter Balken mit roter Umrandung
    FF = Feuerwehrmann
    BF = Brandmeister ohne Führungslehrgang B3 (A7 Bundesbesoldungstabelle)
    2 rote Balken mit roter Umrandung
    FF = Oberfeuerwehrmann
    BF = Oberbrandmeister ohne Führungslehrgang B3 (A8 Bundesbesoldungstabelle)
    3 rote Balken mit roter Umrandung
    FF = Hauptfeuerwehrmann
    BF = Hauptbrandmeister ohne Führungslehrgang B3 (A9 Bundesbesoldungstabelle)
    4 rote Balken mit roter Umrandung
    FF = Unterbrandmeister
    BF= Hauptbrandmeister mit Amtszulage ohne Führungslehrgang B3 (A9Z Bundesbesoldungstabelle)

    1 roter Balken mit Rot/Silberner Umrandung
    FF = Brandmeister F3
    BF = Brandmeister B3 (A7 Bundesbesoldungstabelle)
    2 rote Balken mit Rot/Silberner Umrandung
    FF = Oberbrandmeister F3
    BF = Oberbrandmeister B3 (A8 Bundesbesoldungstabelle)
    3 rote Balken mit Rot/Silberner Umrandung
    FF = Hauptbrandmeister F3
    BF = Hauptbrandmeister B3 (A9 Bundesbesoldungstabelle)

    Zu: Auch sammelt man wesentlich mehr Erfahrung im tatsächlichen Einsatzdienst. Man sollte also realistisch bleiben. Ein Brandmeister der FF hat eventuell weniger an Ausbildungsstunden, dafür aber wesentlich mehr praktische Erfahrung.

    In der Grundausbildung B1 leisten die Anwärter mehrere Wochen Praktikumszeit in den Wachabteilungen ab, hier werden sie auf diversen Funktionsstellen eingeteilt, und nehmen am Normalen Einsatzdienst auf der Wache Teil. Zum Thema praktische Erfahrungen sammeln, denke ich das es auch dort Unterschiede gibt. Also dort wo ich arbeite, eine FF mit hauptamtlichen Kräften, werden im Jahresmittel etwa 900 Einsätze, TH, ABC und Brandschutz gefahren. Da sind natürlich auch alle Kleineinsätze (Türöffnung, Ölspur usw.) drin. Was fährt eine reine FF so im Jahr?

    Gruß Hermann

  26. Die Diskussion ist doch schon uralt. Ich kann´s nimmer hören. Jeder FF´ler fährt wohl nur die richtig schönen Feuer und hat die ultimative Einsatzerfahrung. In Zeiten des Internets kann man meist wunderbar nachvollziehen was die FF´s so fahren. Ein Großteil ist Pillepalle, so wie bei BF´s auch.

    Das Thema Ausbildung wurde schon hinreichend thematisiert. Eines wird immer gerne vergessen. Ein B 1-Lehrgang, WFM-Ausbildung, … ist wesentlich intensiver – man wird ein wenig „umgebaut“. Ich war lange genug bei FF´s, die Übungsintensität, der Ton und die Motivation sind schon gehörig anders. Der geneigte FF-Angehörige wird beim ersten „Anschiß“ eine Schnute ziehen und seinen Zauberspruch aufsagen: „Ich mache das hier freiwillig………….“. Wenn ein BF´ler seinen B 1-Lehrgang vergeigt ist Feuer am Dach, ein FF´ler hat außer ein paar blöden Sprüche wenig anzuhören.

    Akzeptiert es einfach, daß BF und FF ZWEI Paar Schuhe sind!! Ich sehe den Unterschied quasi wöchentlich, da ich in meinem Nebenjob mit FF-Angehörigen arbeiten darf. Da kommt der Unterschied schon zu Tage. Aber ich bin ja nur ein dummer Brandmeister:)!

  27. Hi Frank!

    Hast Du dich mal mit der Berufsfeuerwehrausbildung auseinandergesetzt? Du weisst schon welche Inhalte die BF-Grundausbildung enthält, und dass man vor der Laufbahnprüfung für fast ein Jahr regulär auf dem Löschzug eingesetzt wird? In der Zeit fährt der Azubi Einsätze, und zwar in einer Anzahl, die die meisten FFler in Deutschland in den von Dir oben genannten 4 Jahren nicht mal annähernd erreichen. Was denkst Du wieviele Einsätze der Kollege in 4 Jahren dann fährt?

    Die Qualifikationen die man während der BF-Ausbildung erlernt sind: Truppmann, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Truppführer, Maschinist für Löschfahrzeuge, Rettungsschwimmer, TH-VU PKW/LKW/Bahn, TH-Bau, G-ABC-Einsatz, CSA-Träger, Absturzsicherung, Kettensägenführer und der Rettungssanitäter. Die B-Ausbildung unterscheidet sich in manchen Bundesländern, so dass der Laufbahnlehrgang in vielen Fällen auch die Gruppenführerqualifikation beinhaltet. Dieser Laufbahnlehrgang dauert dann 8 Wochen. In dieser Zeit wird man auch zum Kreisausbilder ausgebildet (mind. TM/TF).

    Was Du anscheinend nicht verstanden hast, ist dass der Brandmeister eben der unterste Dienstgrad bei einer Berufsfeuerwehr ist und nicht eine Funktion innerhalb der BF beschreibt. Wo ist dein Problem mit der Amtsbezeichnung? Neid?

  28. Hallo Zusammen,

    ich bin die ganzen Kommentare durchgegangen und habe mich eigentlich nur gefragt auf welchem Stern ihr eigentlich lebt.

    Ich bin seit 25 Jahren in der Feuerwehr und habe 13 Jahre eine Ortswehr geleitet. Und während der ganzen Zeit habe ich nur festgestellt, dass es in jedem Bereich die gleiche Verteilung von Vollpfosten gibt. Hierbei ist es unerheblich ob jemand ein FFler oder BFler ist.

    Dass es gravierende Unterschiede in der Ausbildung gibt, liegt in der Natur der Sache. Aber das darf uns in der Zusammenarbeit doch nicht behindern! Niemand ist deswegen „Besser“, sondern nur evt. besser ausgebildet. Das erhöht in dieser Situation seinen taktischen Einsatzwert. Genauso wie eine Drehleiter bei einem Gebäudebrand und eben nicht bei einem PKW Unfall.

    Außerdem darf man nicht vergessen, dass die FF im ländlichen Raum nicht nur Aufgaben im Brandschutz übernimmt, sondern ebenfalls im kulturellen Bereich.

    So, jetzt reißt euch am Riemen und vergesst die Frage wer „besser“ ist oder welchen Dienstgrad er hat. Entscheidend ist das Engagement für die Sache.

    Grüße aus Niedersachsen

  29. Hallo,
    die zeitliche Darstellung der Ausbildungszeit ist fehlerhaft.
    Dort wird lediglich die Ausbildung TM1 und TM2 berücksichtigt.

    Hier die Auflistung aus unserem Kreis
    TM1 und TM2 80h
    Sprechfunker 27h
    AGT 50h
    TM3 und TM4 80h
    Maschinist 35h
    Truppführer 60h
    ABC I 90h
    F3 90h
    Macht somit eine Ausbildungszeit von 512 h

    Also ist die Dauer der Ausbildung ehrenamtlich = der Ausbildung Beruflich.

    Desweiteren sind die Lerninhalte am IDF bei der B3 und F3 Ausbildung identisch.

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