Rückfallebene: Notfunknetz durch WLAN- Mesh

Forscher der Technischen Universität Darmstadt (HE) untersuchten wie sich WLAN- Router auf einer Fläche von einem halben Quadratkilometer verteilen. Das Ergebnis zeigt eine Routerdichte mit der es möglich wäre ein Notfunknetz zu betreiben.

Während einer Wardrive- Aktion – also einer systematischen Suche nach kabellosen Netzwerken – erfassten Wissenschaftler die periodisch ausgesendeten Anwesenheitssignale der Router und konnten so die ungefähre Position der Geräte bestimmen. Es wurden 1971 WLAN- Zellen gefunden, die ausreichen um ein vermaschtes Funknetz (WLAN- Mesh) zu bilden. Bei solch einem Netz tauschen die Router per Funk untereinander die Daten aus, anstatt über das kabelgebundene Breitbandnetz.

Um bei Großschadenslagen oder im Katastrophenfall solch ein Netz nutzen zu können, müssten die WLAN- Router mit einer erweiterten Firmware ausgestattet werden. Durch dieses Update könnte parallel zu dem vorhandenen internen Funknetz eine zweite, logisch getrennte WLAN- Zelle aufgespannt werden. Diese technische Eigenschaft besitzen zahlreich WLAN- Router  schon heute, so müsste aber für den Einsatz als Notfallfunknetz noch die Mesh- Technik implementiert werden.

Die Umsetzung dieser Idee birgt auch Hindernisse: Dieses Notfallnetz wird durch die allgemeine Stromversorgung betrieben. Diese kann bei Katastrophen ausfallen und somit das ganze Netz zerstören. Es gibt zwar akkubetriebene WLAN- Router, doch die Routerbesitzer werden wohl kaum freiwillig solch ein Gerät beschaffen.

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Quelle: heise

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