"Falsches Rot" verzögert Fahrzeugübergabe

Um eine Zulassung für ein Feuerwehrfahrzeug in Hessen zu bekommen, muss dieses in RAL 3000 lackiert sein. Ist dies nicht der Fall, wird es schwer, das OK vom TÜV zu bekommen. 

Die Feuerwehr Emmershausen (Hessen) hatte sich für 25 000 Euro einen neun MTW (Mannschaftstransportwagen) angeschafft. Finanziert wurde der gebrauchte Volkswagen ohne öffentliche Mittel. Der „zivile“ Bus wurde für den Einsatzdienst umgerüstet, beklebt und musste nun noch vom TÜV eine Zulassung als Einsatzfahrzeug bekommen. Allerdings wurde diese vorerst nicht erteilt, da das Fahrzeug in RAL 3004 und nicht, wie gefordert, in RAL 3000. Die Empörung war groß, hatte man doch sonst alle Anforderungen erfüllt.

Das Problem schlug schnell große Wellen, sodass bald der Kreisbrandinspektor und der Landrat sich der Sache angenommen hatten. Anschließend bekam der neue MTW auch mit der Farbe RAL 3004 die Zulassung. Vor allem die Jugendfeuerwehr profitiert von dem neuen Fahrzeug und wie zukünftig auch andere Feuerwehren mit dem selben Problem. Künftig sollen eigens angeschaffte Gebrauchtfahrzeuge in Hessen auch mit RAL 3004 eine Zulassung zum Einsatzfahrzeug bekommen.

Quelle: Taunus Zeitung

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5 Kommentare zu "Falsches Rot" verzögert Fahrzeugübergabe

  1. Naja – wenn sich die Feuerwehr in D noch nicht mal auf eine einheitliche Uniformfarbe einigen kann, sollten wir es doch wenigstens bei der Farbe der Fahrzeuge versuchen.

    Ich finde es richtig und wichtig, dass hier auch (streng) auf die korrekte Farbe geachtet wird. Feuerwehrautos sind rot – und wie „rot“ zu verstehen ist, ist hierzulande glücklicherweise geregelt. Sonst fahren wir bald in bunten Autos durch die Gegend – und dagegen gibt es glaub ich genügend Argumente (Sichtbarkeit, Wiedererkennbarkeit, etc.).

  2. Finde das auch komisch. RAL 3000 und RAL 3004 ist schon ein großer Unterschied.

  3. Gibt doch eh schon 3000 und 3024, Feuerwehrautos erkennt der Laie am besten an den blauen Lampen die da oben drauf sind. Die darf auch nur die BOS haben, Die „Feuerwehrfarben“ darf sich jeder auf sein Auto pinseln. Mit der Beschriftung „Feuerwehr“ muss dagegen schon aufgepasst werden…

  4. Fensterputzer: Naja – und was ist mit den Autos der Bahn-Notfallmanager, der Energieversorger, der privaten Krankenwägen, der Sichtheitsdienste (etc…).

  5. Da hat sich der Angestellte es TÜV wichtiger genommen als es die Feuerwehr manchmal tut. Wo arbeitet er/sie jetzt?

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