Privater Smart mit Blaulicht sorgt für Wirbel

Uwe Ingwersen ist Ortswehrführer der Gemeinde Aventoft (Schleswig-Holstein), Gemeindewehrführer von Aventoft/Rosenkranz und stellvertretender Amtswehrführer. Um schnell an den Einsatzstellen zu sein, wurde sein Privat-PKW, ein Smart, rot beklebt und beschriftet. Ebenso kam ein Blaulichtbalken auf das Dach. Alles gesponsert. Nur ein Kabel musste er selber kaufen.

interschutz-leipzig-2010-mo-036Nachdem alles umgebaut war, ging er zum TÜV und ließ es prüfen bevor er sein Fahrzeug bei der Zulassungsstelle anmeldete. Doch das führte dann zu den Problemen wie die SHZ berichtete. Der Smart ist als Privatfahrzeug angemeldet und „Ein privater PKW kann aber nicht mit Blaulicht ausgestattet werden“ erklärt Christian Albertsen, Kreiswehrführer aus Husum.

Uwe Ingwersen sagt zum Vorwurf, dass er ja mit Blaulicht zum Brötchen holen fahren könne: „Klar, dass kann ich theoretisch machen, auch mit dem großen Feuerwehrfahrzeug, aber illegal ist beides“. Er sieht die positive Wirkung des kleinen Flitzers. An der Ampel werden oft Fotos von seinem Smart gemacht. Das ist sehr werbewirksam.

Als sich die Zulassungsstelle meldete machte Herr Ingwersen kurzen Prozess. Er überschrieb den Smart an die Feuerwehr und nun ist alles ordnungsgemäß. Doch der Kreiswehrführer sieht es dennoch skeptisch an, ob das Fahrzeug zweckmäßig ist. „Wenn alle 136 Wehrführer jetzt auch ein Blaulichtfahrzeug zur privaten Nutzung haben wollen, fahren 136 Fahrzeuge mehr durch die Gegend. Ist das notwendig?“ stellte Albertsen in den Raum. Wie lange der kleine Flitzer im Dienste der Feuerwehr, jedoch auch in Zukunft fahren darf, ist noch ungewiss.

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