Private Tätowierversuche lösen Brandeinsatz für die Feuerwehr aus

Aufgrund des Rauch- und Gasgeruches wurde die komplette Unterkunft geräumt. Auslöser waren PET-Flaschem mit denen Bewohner eine Tätowieraktion durchführen wollten.

feuerwehr-symbolfoto-3Am 8. Oktober gegen 23.20 Uhr, wurden Polizei und Feuerwehr in die Asylunterkunft Herford (Nordrhein-Westfalen) gerufen. Angestellte des dortigen Sicherheitsdienstes hatten die Unterkunft bereits evakuiert, da in einer Wohnung Rauch und Gasgeruch festgestellt worden war. Einsatzkräfte der Feuerwehr lüfteten das Gebäude. Löscharbeiten mussten nicht vorgenommen werden.

Aufgrund der Feststellungen in einem Badezimmer einer Wohnung wurde ein dort untergebrachter 18-Jähriger wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung vorläufig festgenommen.

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Die Vernehmungen durch die Brandermittler der Polizei konnten anschließend die vermeintliche Ursache für die starke Rauchentwicklung und der damit verbundenen Evakuierung der Wohnungen durch den Sicherheitsdienst klären.

Der 18-Jährige gab an, er habe zusammen mit zwei weiteren Bewohnern Tätowierungen durchführen wollen. Zu diesem Zweck habe man Kunststoffflaschen angezündet und zum Schmelzen gebracht. Dadurch sei starker Qualm entstanden. Als der Sicherheitsdienst die Wohnung wegen des Geruchs und der Rauchentwicklung betreten habe, habe man eine PET-Flasche schnell in einer Gastherme verstecken wollen. Dort war die Flasche von Einsatzkräften der Feuerwehr bei der Suche nach der Ursache für den beißenden Geruch aufgefunden worden.

Ermittlungen am Tatort ergaben, dass offensichtlich zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer Explosion bestanden hatte.

Der 18-Jährige wurde nach seiner Vernehmung wieder entlassen.

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