Ölspur sorgt für fünf Stunden Einsatz in Herdecke

Zum Schutz der Umwelt musste die Feuerwehr Herdecke (Nordrhein-Westfalen) am vergangenen Freitag ausrücken. Eine der größten Ölspuren der letzten Jahre mussten die Einsatzkräfte im Stadtgebiet beseitigen. Etwa 40 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz. Auch die Feuerwehr Dortmund war eingebunden.

oel_1Durch einen technischen Defekt an einem PKW lief eine enorme Menge an Diesel aus. Die Fahrerin bemerkte davon nichts. Um die Dieselspur zu binden mussten mehrere Tonnen Bindemittel von den Feuerwehren verwendet werden. Die Polizei leitete während der Beseitigungsmaßnahmen den Verkehr um. Eine Kehrmaschine der Technischen Betriebe war auch im Einsatz, um das kontaminierte Bindemittel wieder aufzunehmen.

„Die Einsatz- und Materialkosten gehen hier heute in die Tausende“, so Daniel Heesch, Feuerwehrsprecher. Mit dem LKW und Gerätewagen der Feuerwehr wurde das Bindemittel an die Einsatzstelle transportiert. Der Wehrführer der Feuerwehr Dortmund blieb auf der Wache und kümmerte sich gleich um die neuen Bestellungen des Bindemittels, da alle Vorräte aufgebraucht wurden.

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3 Kommentare zu Ölspur sorgt für fünf Stunden Einsatz in Herdecke

  1. Kenner des Reisbärn // 6. Januar 2013 um 22:36 // Antworten

    Und in China viel ein Sack Bindemittel um.

    Keine Frage, Feuerwehrleben hebt sich, alleine schon durch das Feuerwehrlabor, von der Masse an Feuerwehrseite ab.
    Was ich mir von einer Feuerwehr-Webseite Wünsche ist der Bericht, noch besser eine Reportage über Einsätze, die selten sind, oder alternative/neue Taktiken angewendet wurden. Mir ist klar das ihr nicht die Mittel haben könnt um einen Reporter für eine umfangreiche Reportage abzustellen. Es werden auch keine PR-Meldungen von Herstellern übernommen, zumindest klingt kein Text so, das habt ihr sogar einigen Printmedien voraus.

    Nachbestellungen und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit sind hoffentlich Standard. Kenne zumindest keine Feuerwehr die heiß darauf ist auch noch die Nachbargemeinde zu fegen.
    Wie toll eine Kehrmaschine ist, lernt man spätestens nach dem ersten LKW/Traktor-Tank.

  2. Dieser Einsatz ist ein wunderbares Negativbeispiel.
    es ist ja mittlerweile oft genug beschrieben und nachgewiesen worden, dass das Stiefelbalett keine wirklich Reinigungswirkung hat.
    Hier wäre einfach nur absichern und warten bis die Fachfirma kommt, vermutlich wäre das auch nicht wirklich teurer gewesen, aber vor allem umweltschondender!

  3. Ich muss da Christian leider Recht geben. Habe auch schon genug Ölspuren miterlebt. Meist war dies nur ein hauchdünner Kraftstofffilm der eimerweiße mit Ölbindemittel bedeckt wurde.

    Es gibt auch Ölspurwetter. Gerade im Sommer nach langer Trockenheit und dann einen halben Liter Regen. Da wirkt ein Tropfen Diesel ähnlich dem Tankerunglück der Exxon Valdez, da sieht man alle Farben des Regenbogens, jedoch ist meist die wahre Menge des „Öl“ sehr gering.

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