Neue Erkenntnisse zu Posttraumatischen Belastungsstörungen

Nach traumatischen Erfahrungen erkrankt nicht jeder Betroffene an einer „posttraumatischen Belastungsstörung“(PTBS). Forscher aus Amerika und der Schweiz haben nun mögliche Gründe hierfür gefunden.

Zwei Genvarianten haben US-amerikanische Forscher entdeckt, welche erklären könnten, warum es Unterschiede in der Anfälligkeit für PTBS gibt. Den Forschern war aufgefallen, dass die eine Variante die Produktion des Hirnbotenstoffes Serotonin beeinflusst. Serotonin ist umgangssprachlich auch als Glückshormon bekannt. Nach einer traumatischen Erfahrung kann dies womöglich bewirken, dass der Serotoninspiegel zu niedrig ist.

Ein weiteres Forscherteam von Neurowissenschaftler der Universität Basel haben ebenfalls neue Erkenntnisse zu PTBS gewonnen. Sie haben herausgefunden, dass bei einem guten Gedächtnis das Risiko,  an einer PTBS zu erkranken, erhöht ist. So würden Träger einer gewissen Genvariante sich besser an Informationen erinnern. Auch ihre gedächtnisrelevanten Hirnregionen seien aktiver.

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Beide neu entdeckten Merkmale würden zwar nicht dringlich zu einer PTBS führen, das Risiko der Erkrankung allerdings begünstigen. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, neue Möglichkeiten der Prävention zu finden. Laut den Feuerwehr-Unfallkassen handele es sich hierbei um eine ernste Erkrankung, welche nicht auf die leichte Schulter genommen wird.

Quelle: FUK-Dialog September 2012

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