Mecklenburg-Vorpommern: Schutzziel nur noch schwer zu erreichen

Das viele Freiwillige Feuerwehren in Deutschland mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben ist nichts neues, doch in Mecklenburg-Vorpommern spitzt sich die Lage inzwischen dramatisch zu.

Bereits 2009 berichtet der Spiegel über das Problem schwindender Einsatzbereitschaft von Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern, vor allem werktags. Aufgrund großer Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsplatz hätten schon damals vorwiegende kleinere Orte das Problem, während der Arbeitszeit nur wenig Einsatzkräfte im Alarmfall zur Verfügung zu haben. Zu den schwindenden Mitgliederzahlen aufgrund des demographischen Wandels zeichnete sich ein gefährlicher Trend ab. Die Landesregierung versuchte umgehend diesem entgegenzuwirken: Mit der Kampagne „Köpfe gesucht“ warb sie vermehrt nach neuen Mitgliedern und setzte ebenfalls die Altersgrenze für ein Engagement in der Freiweilligen Feuerwehr von 62 auf 67 Jahren, allerdings ohne Erfolg.

So berichtet die Schweriner Volkszeitung am Montag darüber, dass einige Feuerwehren inzwischen nur noch bedingt einsatzbereit seien. Im Kreis Rostock kann in kleinen Gemeinden die Gruppenstärke von neun Mann oft nicht erreicht werden und teilweise nur mit drei Einsatzkräften, nach Alarmierung einer Wehr, gerechnet werden. Auch das selbst gesteckte Ziel im Landkreis Rostock, den Einsatzort in 13 bis 14 Minuten zu erreichen, gelinge nur noch mit viel Mühe. Zudem sei oft nicht gewährleistet, dass nach dieser Zeit ein Brandeinsatz mit genügend Atemschutzgeräteträgern abgearbeitet werden könne. In manchen Gemeinden droht deshalb nun die Einführung einer Pflichtfeuerwehr.

Quellen: Spiegel online und Schweriner Volkszeitung

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