Lust auf internationale Feuerwehrarbeit?

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Bisher war das Denken der deutschen Feuerwehren doch eher regional geprägt. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass die Feuerwehr Ländersache ist und es somit schon nicht einfach ist deutschlandweit einen gemeinsamen Nenner zu finden (Funkrufnamen, Führungskräftekennzeichnung, Schutzkleidung, etc.). Allerdings wurden in letzter Zeit nun auch auf europäischer Ebene Bemühungen unternommen um den Austausch über Landedsgrenzen hinweg zu fördern mit der Chance auch als einfacher Feuerwehrmann internationale Erfahrung zu sammeln.

Zugegeben bin ich ein Europafan. Klar, man hört oft gemotze über den Regulierungswahn der EU, aber nichts desto trotz denke ich das letztendlich alle davon profitieren. Im Oktober habe ich den Newsletter des Deutschen Feuerwehrverbandes erhalten wo auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, sich international zu engagieren, und die Möglichkeiten klingen wirklich interessant.

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Auch andere Hilfsorganisationen machen mit.

Die EU hat 2001 ein Programm aufgesetzt um Katastrophenschutzkräfte über die Landesgrenzen hinweg auszubilden. Unter dem Namen „The European Community’s Civil Protection Mechanism“ werden verschiedene Kurse angeboten um den Erfahrungsaustausche über die Landesgrenzen hinweg auszutauschen und die Einsatzkräfte europaweit einheitlich auf internationale Einsätze vorzubereiten. Das Ziel ist es einen Pool an Experten aufzubauen die innerhalb und außerhalb Europas bei Katastrophenfällen zum Einsatz kommen. Da deutsche Feuerwehrkräfte in diesem Bereich noch wenig vertreten sind, wurde im Newsletter Feuerwehrangehörige zur Teilnahme aufgerufen.

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Wer kann mitmachen?

Mitmachen können alle Angehörigen der deutschen Feuerwehr, also egal ob ehrenamtlich oder beruflich. Zwar werden insbesondere Führungskräfte gesucht, aber das schließt ja normales Fußfolk auch nicht aus :-). Das ganze läuft über ein Bewerbungsverfahren bei den internationalen Trainingskoordinatoren. Für Deutschland ist das Claus Höllein vom THW (claus.hoellein@thw.de).

Wie sieht das Training aus?

Es gibt eine umfangreiche Broschüre zu dem Training aus der ich mal die wichtigsten Punkte zusammen geschrieben habe. Die Traningskurse sind modulartig und hierarchisch aufgebaut. D.h. man beginnt mit der Basisausbildung und kann dann durch absolvieren der einzelnen Trainingseinheiten bis ins Katastrophenmanagement aufsteigen.

Los geht das ganze mit einem sechstägigen Einführungskurs wo die theoretischen und praktischen Grundlagen der internationalen Katastrophenarbeit vermittelt werden. Wenn man diesen absolviert hat kann weitere Module absolvieren. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit sich im Bereich Logistik und Ressourcenmanagement forzubilden. Wer es praktischer mag kann einen Technical Expert Course besuchen wo je nach Wissens- und Interessensgebiet verschiedene Schwerpunkte ausgebildet werden wie z.B. Gefahrgut, Medizin oder Wasseraufbereitung.

Die Kurse sind übrigens, inklusive den Reisekosten, für die Teilnehmer kostenfrei und wie ich finde eine ideale Möglichkeit sich international auszutauschen und sich fortzubilden. Ich möchte nicht wissen, was man für so eine Ausbildung normalerweise zahlen müsste.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Angebot? Macht es Sinn sich auf dieser Ebene weiterzubilden oder findet ihr das Angebot überflüssig?

1 Kommentar zu Lust auf internationale Feuerwehrarbeit?

  1. hallo,

    hab da mal ne frage wie schreibt man da eine Bewerbung,
    also was muss da alles drinnen stehen?

    Lg Büni

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