Katastrophenschutzübung in Tunnel

Am vergangenen Sonntag fand eine Katastrophenschutzübung im Münchner Richard- Strauss- Tunnel (Bayern) statt. Ziel der Übung war es, bestehende Einsatzkonzepte für Feuerwehr und Rettungsdienst zu testen.

Die bestehenden Einsatzkonzepte für Feuerwehr und Rettungsdienst zu testen und gegebenenfalls Schwachstellen aufzudecken, war Ziel der Katastrophenschutzübung am vergangenen Sonntag. Die Weströhre des Richard- Strauss- Tunnels in Richtung Giesing war Schauplatz dieser Übung.

Um 7 Uhr wurde die Röhre gesperrt und das Übungsszenario aufgebaut: Ein LKW musste beim Überholen stark bremsen. Der direkt dahinter fahrende Bus konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr voll auf und kippte um. Mehrere Fahrzeuge konnten nicht mehr ausweichen und krachten in den Bus, eines überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Zwischen Bus und Tunnelwand wurde ein weiteres Fahrzeug eingeklemmt. 50 als Schwerverletzte geschminkte Statisten wurden in den Trümmern positioniert. Weitere 25 Statisten taumelten leicht verletzt, jedoch zum Teil schwer traumatisiert durch die Gegend oder mimten Nervenzusammenbrüche.

Geübt wurde die Rettung, Sichtung, Markierung sowie der Transport und Verteilung der Patienten. Im Einsatz waren rund 200 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr München. Rund 90 Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter unterstützen die Feuerwehr bei den Rettungsmaßnahmen. Insgesamt nahmen zirka 1000 Beteiligte, davon alleine rund 400 in den Krankenhäusern, an der Übung teil. Neun Münchner Kliniken nutzten die Übung, um ihre eigenen Notfallkonzepte zu testen.

20 Tunnel sind im Stadtgebiet München vorhanden oder werden gebaut. Der Großteil der Tunnel sind Straßentunnel, nur drei Tunnel gehören zum S-Bahn- oder U-Bahnnetz. Der Richard- Strauss- Tunnel gehört mit seiner Länge von 1500 Metern zu den größten Tunneln in München. Ihn durchfahren geschätzt rund 96.000 Fahrzeuge pro Tag.

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Quelle: Feuerwehr München und TZ

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