Jugendfeuerwehr Niedersachsen setzt Zeichen gegen Rechts

Mehr als 600 Jugendliche der Feuerwehren aus Niedersachsen werden am 17. August auf dem Erbhof-Areal bei Thedinghausen erwartet. Grund ist der Aktionstag „Spielend gegen Rechts“ der erstmalig durchgeführt wird, um zu zeigen, dass Rechtsextremismus in der Feuerwehr keinen Platz hat.

Spielend gegen RechtsNeben verschiedenen Spielen nennt der Weser Kurier auch die Themen rechte Musik, Fußball und Rassismus, Argumente gegen Stammtischparolen und Aktivitäten gegen Rechts. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen und diese auch eröffnen. Der Leitspruch des Aktionstages ist: „Wir machen uns stark für ein tolerantes Miteinander

Gastgeber der Veranstaltung ist Thedinghausen. Die Verantwortlichen, Landes-Jugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz, Brandmeister Timo Cordes und Samtgemeindebürgermeister Gerd Schröder sehen es auch als Chance, Werbung für die Samtgemeinde zu machen.

„Jugendfeuerwehren werden gebraucht, um Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehren zu sichern, um kulturelles und gesellschaftliches Leben aufrechtzuerhalten und um zu vermitteln, welchen Wert die Demokratie und das Ehrenamt haben“, sagte Anke Fahrenholz.

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4 Kommentare zu Jugendfeuerwehr Niedersachsen setzt Zeichen gegen Rechts

  1. Hallo zusammen,
    generell finde ich es sehr gut, dass hier ein Zeichen gegen Rechts gesetzt wird!
    Ich kann wiederum nur von meiner Jugendfeuerwehrzeit sprechen, wenn ich sage, dass Politik und Ideologien hier kein Thema waren. Es soll natürlich auch Ausnahmen geben, in denen Rechtsgesinnte Betreuer die Jugendfeuerwehr als Plattform für ihre Ideologie genutzt haben. Das ist schlimm und muss sofort unterbunden werden – denn Feuerwehr ist unpolitisch!

    Und jetzt kommt mein ABER: Solche Aktionen erwecken den generellen Eindruck, dass rechte Ideologien ein Problem in den Jugendfeuerwehren darstellen würden. Immer wenn man sagt, dass man etwas bekämpft, dann muss das erst einmal existieren. Als vor einigen Jahren in Hessen so eine Kampagne gelaufen ist, wurde ich von vielen Leuten gefragt, ob das denn bei uns auch so ein großes Problem sei in der Jugendfeuerwehr. Dass heißt, die Leute lesen genau das Gegenteil aus diesen Aktionen raus, als man es sich wünscht. Aber so ist es eben: Wer eine Kampagne gegen Rechts macht, muss zwangsläufig ein Problem mit Rechts haben.

    In meinen Augen ist es effektiver diese Probleme intern zu lösen indem man Rechten Botschaften keinerlei Raum gibt. Jemand der als Rechts bekannt ist, hat nichts in der Feuerwehr und noch viel weniger in der Jugendarbeit verloren!!! Die Feuerwehr ist eine Hilfsorganisation die allen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, hilft.

    Das ist meine Meinung und ich will den Kollegen aus Thedinghausen da auch keinen Vorwurf machen. Aber vielleicht regt mein Beitrag ja ein wenig zum denken an.

  2. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir dieses hysterische “ gegen Rechts „- Kaspertheater inzwischen zum Halse heraushängt.
    Man könnte glatt glauben, wir ständen kurz vor einem Umsturz durch die braunen Horden, wenn man das allgegenwärtige Geschrei als Maßstab nehmen würde.

    Tatsache ist, wenn alle diejehnigen aus unserer politischen Kaste die sich immer allzu gern lautstark als ach so mutige Anti- Nazi- Kämpfer präsentieren ihren Job vernünftig machen würden, gäbe es sowas wie “ Rechts “ in diesem Lande gar nicht.

    Menschen lassen sich nicht beliebig lange für dumm verkaufen und wer die täglichen Erfahrungen Millionen von Bürgern als Hirngespinste abtut, ignoriert oder alle diejehnigen die bestimmte Themen anzusprechen wagen gleich als “ rechts “ beschimpft der muß sich nicht wundern, wenn die Menschen sich jemanden suchen der ihnen zuhört.

    Jeder Karnickelzüchterverein der sich wichtig machen will springt inzwischen mit großem Täterä auf den “ gegen rechts „-Zug auf, aber haben die Feuerwehren sowas nötig….?

    Wo liegt eigentlich das Problem, bzw. wo ist der Handlungsbedarf….? Wo sind denn die gefährlichen rechten Strömungen in den Feuerwehren, denen angeblich so heldenhaft entgegengetreten werden muß…?

    Und brauchen wir in den Feuerwehren tatsächlich eine Kontrolle der politischen Gesinnung…?
    Ich finde es wichtig, daß ich mich auf meinen Kameraden verlassen kann und nicht ob er rechts, links, grün oder blau ist.
    Und wer entscheidet eigentlich, was “ rechts “ ist….?

    Im Zweifelsfalle ist man heutzutage nämlich schon “ rechts „, wenn man einfach nicht in den allgegenwärtigen linken Mainstream-Singsang mit einstimmt, sondern vielleicht nur unbequeme Fragen stellt.

    Das System der Feuerwehren in Deutschland funktioniert unter anderem auch deshalb so gut, weil es eben nicht darauf ankommt welcher politischen Gesinnung man ist, wessen Geschlecht oder welcher Religion man angehört.

    Politische Aussagen aus unseren Reihen sollte es daher nicht geben, egal wofür oder wogegen auch immer.

  3. Und genau wegen solcher Personen wie Norbert L. sollte es eine breite gesellschaftliche Front gegen rechtes Gedankengut geben, welche natürlich auch, als wichtiger Teil der Gesellschaft, von den Feuerwehren getragen werden muss.
    Das Problem mit „Rechts“ ist nämlich nicht die politische Willensbekundung (die is von „Links“ teilweise nicht besser), sondern die damit einhergehende Gesinnung bzw. Weltanschauung. Wer sein politisches Programm auf der Grundlage aufbaut sich selber auf Grund von biologischen Merkmalen oder dem Ort der Geburt für etwas Besseres zu halten, der hat das Recht auf qualifizierte Teilnahme an unserer Gesellschaft meiner Meinung nach verwirkt. Und auch wenn die politischen Thesen oberflächlich dem modernen „Wutbürger“ teilweise zum verwechseln ähneln, so ist es eben diese Weltanschauung die diese begründet, welche sie dann im Umkehrschluss, zummindest aus dieser Richtung, absolut inakzeptabel machen.

    Insofern Stimme ich zu das politische Willensäußerungen aus den Reihen der Feuerwehr vermieden werden sollten. Wenn ich als Feuerwehrmann aber mit einer Gesinnung konfrontiert werde die den freiheitlich-demokratischen Grundrechten unseres Gemeinwesens diametral entgegen gerichtet ist, dann ist es geradezu meine Pflicht als Repräsentant einer öffentlichen Einrichtung mich offen dagegen auszusprechen!

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