Hamburg: Bislang geheimes Strategiepapier enthüllt Defizite

Auf 700 Seiten stehen die Ergebnisse der Untersuchung, die große Mängel im Konzept der Berufsfeuerwehr aufdecken. Größtest Problem scheinen die Personalsorgen zu sein.

So haben einige Wachen im Jahr 2010 nicht ein einziges mal die vorgegebene Schichtstärke erfüllen können. Rund 1940 Kameraden umfasst die Feuerwehr Hamburg derzeit. Nach dem Strategiepapier müssen mindestens 134 weitere Beamte eingestellt werden – um alle Zeiten einzuhalten wären es sogar 644. Momentan wird der Hamburger Löschzug (ELW, 2 HLF und DLK) häufig auf einen Kurzzug und damit um ein HLF reduziert. Als Besatzung für ein HLF stehen dann teilweise nur 4-5 Einsatzkräfte zur Verfügung.

Die vorgegebene Zeit von acht Minuten bis zum Eintreffen am Einsatzort wird nur von den wenigsten Wachen erfüllt. Die Vorgabe ist allerdings nicht mit der Hilfsfrist zu verwechseln, denn die Definition in Hamburg lautet „flächendeckend und bedarfsgerecht“.

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In dem Strategiepapier wird der Bau von sechs zusätzlichen Wachen, sowie drei Verlegungen von bestehenden Standorten angeregt. Derzeit unterhält die Feuerwehr Hamburg 22 Feuer- und Rettungswachen (FuRW).

Quellen: Bergedorfer Zeitung und Welt Online

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