Häftling setzt Bett in der Justizvollzugsanstalt München in Brand

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Am Dienstag, 07.04.2015, gegen 13:45 Uhr, bemerkte ein Inhaftierter der JVA München-Stadelheim (Bayern) einen Brandgeruch und löste daraufhin den Hausalarm aus.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich alle Gefangenen unter Verschluss in ihren Zellen. Über die Wache der JVA wurde daraufhin die Feuerwehr verständigt.

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Zwei Justizbeamte begaben sich daraufhin zur Alarmauslösung und stellten fest, dass aus der gegenüberliegenden Zelle eine starke Rauchentwicklung kommt. Sie sperrten die Tür auf und holten einen 22-jährigen Inhaftierten aus seiner Zelle. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr konnten sie den Brand selbständig löschen.

Der allein in der Zwei-Mann-Zelle untergebrachte Gefangene wurde mit einer Rauchgasintoxikation unter Bewachung von JVA-Beamten in ein Krankenhaus verlegt. Weiterhin wurden die beiden unmittelbar beteiligten Justizbeamten (27 und 28 Jahre alt) wegen Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert sowie weitere 12 JVA-Beamte vorsorglich zur Überprüfung ins Krankenhaus verbracht.

10.000 Euro Schaden

Das untere Bett brannte und setzte das darüber liegende Bett in Brand. Durch die Hitze platzte der Putz von der Wand ab. Die Zelle, der Gang und die Fassade wurden durch Rauch und Ruß beschädigt. Der entstandene Schaden in der Zelle beträgt ca. 10.000 Euro.

Das Kommissariat 13 (Brandermittlung) rückte aus und übernahm vor Ort die Ermittlungen. Es wurde festgestellt, dass in einem Stockbett die untere Matratze vorsätzlich angezündet wurde. Der 22-jährige Verdächtige räumte die Tat ein und gab an, dass er nach einer Verlegung von seinen Freunden in der JVA getrennt wurde und deshalb auf sich aufmerksam machen wollte.

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