Großbrand in Recyclingbetrieb

Feuer in einem Hallenkomplex für Papierrecycling. Gepresste Papierballen, loses Papier und eine Papierpresse standen in Flammen. Hydranten auf dem Betriebsgelände nicht betriebsbereit. Feuerwehr mit Großaufgebot an Einsatzkräften und Technik im Einsatz.

Feuerwehr Hannover GroßbrandAm vergangenen Freitag kam es zu einem Brand auf dem Gelände einer Recyclingfirma in Hannover (Niedersachsen). Gepresste Papierballen, loses Papier und eine Papierpresse standen in einem 50 Meter mal 100 Meter großen Hallenkomplex in Flammen.

Die automatische Brandmeldeanlage des Unternehmens löste gegen 11:40 Uhr einen Alarm in der Regionsleistelle aus. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte fanden einen ausgedehnten Brand in einer Halle für Papierrecycling vor. Flammen schlugen aus dem Gebäude und eine riesige Rauchsäule stieg auf. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf drei von fünf möglichen erhöht. Sofort wurden Brandbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, die jedoch durch nicht betriebsbereite Hydranten auf dem Werksgelände erschwert wurden. Um eine ausreichende Wasserversorgung herzustellen, wurde eine Wasserförderung mit einem Hytrans Fire System aus einem nahegelegenen Teich aufgebaut. Den Feuerwehrleuten gelang es, das Feuer auf einen 20 Meter mal 20 Meter großen Bereich zu begrenzen. Über mehrere Wasserwerfer, zwei Drehleitern sowie dem Löschunterstützungsfahrzeug wurde der Brand im Inneren der Halle als auch von außen bekämpft. Aus dem Arbeitskorb der Teleskopmastbühne heraus wurden mehrere  Entrauchungsöffnungen in die Fassade und in das Hallendach geschnitten.

Schadstoffmessungen der Feuerwehr ergaben keine gesundheitsschädlichen Ergebnisse. Allerdings kam es zu einer deutlich wahrnehmbaren Geruchsbelästigung. Während der Nachlöscharbeiten mussten glühende Papierballen und –reste ins Frei gebracht und abgelöscht werden. Teile der Fassade mussten abgenommen werden, um dortige Glutnester löschen zu können. Durch die Freiwilligen Feuerwehren wurde der Grundschutz im Stadtgebiet sichergestellt. Dort kam es zu mehreren Kleineinsätzen, die abgearbeitet werden mussten.

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Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf zirka 1.000.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar. Die Brandermittler der Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz waren 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover.

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