FF-Altersgrenze: In Hamburg ist mit 60 Schluß, Northeim will auf 65 anheben

Die Leistungsfähigkeit über 60 jähriger Feuerwehrleute wird anscheinend sehr unterschiedlich aufgefasst. Vielleicht alles nur eine politische Frage?

In Hamburg sagt das Feuerwehrgesetz mit 60 Jahren ist der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr beendet. Dagegen hatte ein Hamburger Feuerwehrmann erfolglos geklagt. Das Oberste Verwaltungsgericht bestätigte die Rechtmäßigkeit des Gesetzes.

Währenddessen wird im niedersächsischen Landkreis Northeim geplant, die Altersgrenze von 62 auf 65 Jahre anzuheben. Man soll sich mit der Änderung schon einig sein; es muss nur noch der Landesfeuerwehrverband zustimmen.

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Ganz anders sieht es dabei in Schleswig-Holstein aus: Wer will kann mit 60 in die Ehrenabteilung übertreten oder bis 67 weitermachen. In Bremen hingegen ist genau wie in Hamburg mit 60 Jahren Schluß. Man fragt sich dabei, warum das Höchstalter so unterschiedlich gehandhabt wird.

Liegt es vielleicht daran, dass Schleswig-Holstein und Niedersachsen Flächenstaaten sind, während Hamburg und Bremen als Städte zählen? Also daran, dass man in den Städten weniger Nachwuchsprobleme und vorallem noch die Berufsfeuerwehren hat. Auf jeden Fall ist fraglich, inwieweit der Feuerwehrmann als Mensch im Vordergrund steht.

Quellen: HNA.de und Hamburger Justiz

 

4 Kommentare zu FF-Altersgrenze: In Hamburg ist mit 60 Schluß, Northeim will auf 65 anheben

  1. ich will gar nicht daran denken an das ende meiner aktiven zeit in der feuerwehr. wenn es so weit ist dann hinterlässt es in meinem herzen eine große leere die nicht wieder zu füllen sein wird. seit klein auf war ich von der feuerwehr fasziniert und als ich 10 wurde ging ein traum in erfüllung ich durfte in die jugendfeuerwehr. mit 16 ging es dann in die aktive wehr. wenn es so weit ist dann wird es für mich ein schwerer und schmerzhafter gang. aber darüber sollte ich jetzt mit meinen 21 jahren noch keine gedanken machen und einfach die wunderbare zeit in der feuerwehr genießen. ich würde wenn es gehen sollte solange weitermachen dürfen bis es gesundheitlich und körperlich nicht mehr geht.

  2. ich meine man sollte so lange in der Einsatzabteilung mitmachen wie man kann und will. Im hohen Alter kan man zwar nicht mehr Körperlich viel leisten, aber man hat viel Erfahrung und kann eine Beratende oder Führungsfunktion besetzen oder die Position am Funk oder der an Pumpe, Generator,…- übernehmen.

  3. Lutz Barthel // 4. Juni 2012 um 8:08 // Antworten

    Im Jahr 2007 wurde auf Antrag meine Dienstzeit im aktiven Dienst, in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hennef, Löschgruppe Söven, auf das 63 Lebensjahr erweitert.
    Die Genehmigung kam total überraschend und hat meinen runden Geburtstag mächtig bereichert. In den drei dazugewonnen Jahren habe ich weiter die Jugendfeuerwehr unserer Löschgruppe mit betreut. Habe mit 61 Jahren noch den Lehrgang der Menschenrettung aus Bäumen gemacht und bei einem zweiten Lehrgang dieser Art, bei der Ausbildung andere Kameraden betreut. Bis zum Ausscheiden 2010 habe ich alle Einsätze „mitgefahren“ und dort meinen Dienst ohne Einschränkungen erledigt. Im Jahr 2009 wurde ich noch in den Festausschuss berufen, der das 100jährige Jubelfest der Löschgruppe organisiert. Alle Funktionen, die ich aktiv für die Wehr ausübe, enden somit wohl, wenn das 100jährige am 17.06.2012 abgewicketl worden ist.
    Und man mag es nicht glauben, auch mit jetzt faßt 65 Jahren würde ich gerne aktiven Dienst weiter fortführen. Man muss ja nicht unbedingt der Angriffstruppführer unter Atemschutz sein. Da sollten die Politiker und Verantwortlichen, die wollen, das der Mensch weit über das 60 Lebensjahr im Arbeitsleben bleiben, damit keine Rentenzahlungen erforderlich sind und sie immer noch die Beiträge für die Rentenversicherung kassieren können. Was der Mensch machen muß und oft gar keinen Spaß mehr bereitet, wird von der Politik verlängert und verlängert. Da wo man aber Erfüllung und Freude, also Lebensqualität bekommt, wird man kurzerhand mit 60 aus dem Verkehr gebracht. Ich hatte wenigstens etwas Glück. Und ausserdem, wer nicht mehr möchte, kann doch gehen und als Kamerad in der Ehrenabteilung weiter die Kameradschaft genießen.

  4. Hallo liebe Kammeraden.
    Der reihe nach,war 34 Jahre bei der Bundeswehr Feuerwehr ,hätte bis 65 mit G26 arbeiten müssen,habe mit 61 aufhören können (Altersteilzeit ) war ja auch gut. Bei der FF. wr ich über 45 Jahre im Dienst , habe mit 63 leider aufhören müssen, mache aber in der Jugend FF. noch in der Ausbillung mit .Diese Tätigkeit macht spass und freude mit den Kindern zuarbeiten.Die Politiker haben ja keine Ahnung ,verdonnern aber alle bis 67 zu Arbeiten!!.Und wo bleibt die FF.ler sie müssen teilweise ab 60 schon aufhören,SCHADE .Wir hatten vor 2 Monaten treffen der Altersgruppe mit OBM und Vertreter ,als der Piper ging , da wollte auch schon mit laufen , soliegt einen die FF noch im Blut.
    Einen schönen Gruß Detlef

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