Feuerwehr und Leukämie, was können wir sinnvolles tun?

Foto: DKMS

Feuerwehrleute die an Leukämie erkranken kommen leider immer wieder vor. Meist gibt es hierfür dann auch lokale Aktionen die neue Spender mobilisieren sollen. Die Fragen ist aber, wie können wir alle sinnvoll helfen?

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einem Mitglied der Redaktion von uns. Er hat gefragt ob wir auf die Typisierungsaktion von Nino schreiben soll. Nun auf den ersten Blick ist das natürlich eine Aktion die man unterstützen muss, ehrlich gesagt habe ich mich aber dagegen entschieden. Warum? Mir ist es wichtig, dass wenn wir helfen können auch sinnvoll helfen. Da gehts nicht nur einfach darum ein paar Zeilen zu tippen sondern sich hinzusetzen und zu gucken welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, als feuerwehrleben Team etwas Sinnvolles tun. Aus meiner Sicht bringt es so gut wie gar nichts wenn wir auf feuerwehrleben.de einfach nur über Ninos Aktion schreiben. Mehr als 99% unserer Leser sind nicht aus Bruchköbel und Umgebung sondern quer im deutschsprachigen Raum verteilt. Eine lokale Typisierungsaktion macht also für die wenigsten Sinn. Die Feuerwehrangehörigen die aus Bruchköbel sind, haben bestimmt schon von der Aktion über andere Wege gehört. Somit würde der Informationsgehalt eines solchen Beitrages extrem gering sein und kaum jemand würde sich typisieren lassen.

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Aus dem Grund haben wir uns mal schlau gemacht wie sich jeder von Euch sehr, sehr einfach als Stammzellenspender registrieren lassen kann. Das bequeme daran: Ihr müsst dazu nicht mal Eure eigenen vier Wände verlassen und für alle die Angst vor der großen Nadel haben: Gepiekst wird bei der Registrierung auch nicht mehr.

So einfach läuft eine Knochenmark-Typisierung heute ab

  1. Über dieses Formular bei der DKMS registrieren
  2. Anschließend erhält man per Post ein Registrierungsset mit Wattestäbchen
  3. Das Wattestäbchen kommt in den Mund und wird dann wieder zurückgesendet

Das wars dann auch schon und die Registrierung ist natürlich kostenlos.

Ihr seid dann in einer Stammzellendatei registriert und werdet kontaktiert wenn man jemanden im Kampf gegen Leukämie unterstützen kann. Falls es zu einer Entnahme von Stammzellen kommt gibt es zwei Methoden die hier im Detail erklärt werden.

Wir hoffen, dass wir durch unsere Erklärung viel von Euch animieren mitzumachen. Es ist wirklich schnell durchgeführt und vielleicht könnt Ihr mit ein paar Minuten Aufwand jemand anderem das Leben retten, sollte für uns Feuerwehrler ja selbstverständlich sein. Danke für Eure Unterstützung.

3 Kommentare zu Feuerwehr und Leukämie, was können wir sinnvolles tun?

  1. Auch bei uns wurde mal zur Typisierung aufgerufen. Es ging auch um einen erkrankten Feuerwehrkameraden im Landkreis. Damals wurde noch „gepiekst“. Mir wurde allerdings schnell klar, dass diese Registrierung ja nicht nur für den aktuen Fall nützlich ist, sondern allen, die auf eine Knochenmarkspende angewiesen sind, helfen kann. Bisher passten meine Werte wohl nicht, aber das kann ja noch kommen. Je mehr Leute registriert sind, umso hilfreicher. Und da der Aufwand heute ja gar nicht mehr groß ist, sollte es keinen Grund geben, da nicht mitzumachen.

  2. Das mit dem pieksen und stechen hängt wohl auch vom Organisator ab.
    Früher konnte man bei der DKMS bereits einen Streich-Test bestellen, die Aktionen waren aber noch mit Pieksen.
    Angeblich weil aufgrund des Gruppenzwangs jemand der Angst vor Nadeln hat, sich Typisieren lässt, später aber nicht Spenden will, weil er dann ja eine Spritze bekommt…

    Ich hatte damals eine junge Blutabnehmerin die das zum ersten Mal bei Fremden machte, muss sagen das manche Ärzte es wesentlich schlechter machen wie die Dame. 🙂

  3. soweit ich weiß, gibt es keine regionalen Typisierungen, sondern alle wandern in die zentrale Kartei. So ist es zumindest bei den Typisierungen, die bei uns in der Gegend immer laufen (auch hier wird mit einem „Einzelschicksal“ geworben). Die Möglichkeit per Post ist natürlich einfach und nicht so Zeit- und Wegintensiv.

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