Feuerwehr beschafft Drohne aus Spendenmitteln

Die Freiwillige Feuerwehr Grünhain-Beierfeld(Sachsen) beschaffte zum 25. Januar 2013 eine Drohne. Dieses aus Spenden finanzierte Fluggerät soll, in Kombination mit einem eigens dafür erstellten Einsatzkonzept, vor allem zur Erkundung eingesetzt werden.

DrohneNach einer Vermisstensuche in einem Waldstück vor zwei Jahren, kam im Kreise der Feuerwehr Grünhain-Beierfeld die Idee auf, eine Drohne zu beschaffen. Nach langer Recherche wurde man auf ein Bielefelder Unternehmen aufmerksam. Dort konnte schließlich die Drohne, die den Preis eines Mittelklassewagens hat, bestellt werden. Diese soll in den nächsten zwei Jahren umfangreich getestet werden.

Das ferngesteuerte Flugobjekt ist mit einer Wärmebild-, Video- und Digitalkamera sowie GPS ausgestattet. Mittels einer Echtzeitübertragung können die aufgenommenen Bilder an der Bodenstation ausgewertet werden. Die Drohne hat eine Reichweite von 1,5 Kilometern und kann jeweils 20 Minuten in der Luft verbleiben. Durch das GPS-System ist sie außerdem in der Lange an einem bestimmten Punkt stabil die Position zu halten.

Quelle und weitere Informationen: Feuerwehr Grünhain-Beierfeld

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8 Kommentare zu Feuerwehr beschafft Drohne aus Spendenmitteln

  1. Kenner des Reisbärn // 23. Februar 2013 um 1:29 // Antworten

    Zufällig kenne ich jemanden der so eine Drohne besitzt, die ist zwar selbstgebaut aber sie gibt es auch recht fertig zu kaufen. Habe für einen Shop (https://www.mikrocontroller.com/index.php [@ Moderation: falls das als Werbung angesehen wird, bitte den Link rausnehmen]) mal die Preise rausgesucht:
    Fluggerät 5.000€
    Fernsteuerung 680€
    Cam-Halter 380€
    Cam-Funk 110€
    Display 300€
    Ladegerät 60€
    Gute Cam 500€ ?
    ================
    7.030€
    Kleinigkeiten dürften noch fehlen,der Hersteller (aus Bielefeld) verlangt 14.280€ (laut Hersteller-Webseite). Man benötigt noch 1-2 Bastler für obrige Lösung, aber das sollte schaffbar sein.

    Zum Anschaffungszweck:
    Die Personensuche im Wald, klar die wird ohne großen Wind bei Tag funktionieren. Gefühlsmäßig verschwinden Personen aber häufiger nachts. Ich kenne das nur mit einem Display an der Fernbedinung und einer normalen Kamera, durch Bäume Personen zu erkennen. Unterhalb von Baumkronen kann man erwähnte GPS Rückführung vergessen.

    Zumal wir oft vom Polizeihubschrauber bei der Suche unterstützt werden.

  2. Feuerwehrmann // 28. Februar 2013 um 6:42 // Antworten

    Nun ist das Gerät nicht aus der Hobby Abteilung und das Einsatzkonzept sieht weit mehr vor als im Artikel beschrieben. Man sollte sich schon erst informieren bevor man aus Unwissenheit Kommentare abgibt. Es ist gut, dass es Feuerwehren gibt, welche auch solche modernen Konzepte aufnehmen und prüfen.

  3. @Feuerwehrmann:

    Was sieht denn das Einsatzkonzept vor? Ist das ein kreisweites Einsatzkonzept und hat sich der Kreis an den Kosten beteiligt? Welche Gründe führten denn zur Beschaffung dieser Drohne?

  4. Kenner des Reisbärn // 28. Februar 2013 um 15:52 // Antworten

    Hallo Feuerwehrmann,
    ich kann nur das beurteilen was ich im Artikel lese und was ich bisher an Erfahrungen mit Drohnen gesammelt habe. Vielleicht ist es möglich ein detailliertes Einsatzkonzept sowie eine genaue Leistungsfähigkeit der Drohne bekannt zu geben.

    Derweilen habe ich mir ein Video angesehen, denkt euch das Auto mal in rot:
    http://vimeo.com/41351841#
    Allerdings bei gutem Wetter, würde das gerne mal bei Sturm, Regen und Nacht sehen.

  5. Eigentlich werden alle eure Fragen auf der Homepage der Feuerwehr Grünhain-Beierfeld beantwortet.

    Ich denke mal der Preis ist für ein 2 kg schweres Gerät das auch einen Absturz überstehen soll und mit Spiegelreflex-, Video- und Wärmebildkamera ausgestattet ist durchaus angemessen.

    Die Drohne ist auf dem ELW 1 verlastet. Das Fahrzeug ist dem 1. Katastrophenschutzzug Gefahrgut im Erzgebirgskreis. Wenn es zu einer Großschadenslage kommt wird die Drohne also wahrscheinlich vor Ort sein.

    Ich halte für einen Kreis oder eine Großstadt ein bis zwei Drohnen durchaus für Sinnvoll. Allerdings gibt es wohl Beschaffungen die dringender sind wie z.B. Wärmebildkameras.

  6. Die Dinger fliegen auch GPS gesteuert, d.h. man gibt einen Kurs ein und das Teil fliegt den ab. Oder man gibt eine Position ein und das Teil hält diese (weitgehend) unabhängig von Wind und Wetter. Wie beim „chten“ Flugzeug braucht man die Steuerknüppel höchstens noch zum Starten und Landen.

    PS: Alle Einsatzmittel werden den örtlichen Gegebenheiten angepasst eingesetzt! Bei Windstärke 12 kriegst du mit einem Polizeihubschrauber auch Probleme, mal abgesehen davon das die Personensuche zu Fuß im Wald dann auch ziemlich gefährlich ist.

    PPS: Von der HP der Fw Grünhain-Beierfeld: Die Drohne wird „mindestens 2 Jahre umfangreich GETESTET“! Ich begreife nicht was daran nicht zu verstehen ist!

  7. Kenner des Reisbärn // 1. März 2013 um 19:50 // Antworten

    Mir war es nicht bewusst das mein Posting als Angriff aufgefasst wird.
    Ja, das mit dem GPS ist mir bekannt ich habe auch schon Fotos von der Sonde bei Facebook gefunden.
    Gerade weil es eine Testphase ist wundere ich mich das die Firma in Bielefeld sitzt und die Feuerwehr in 487 km Entfernung. 😉
    Was ich bisher nicht herausgefunden habe: Kann man das Bild auch auf einen angemessenen Display übertragen in der passenden Auflösung? Habe so ein dingen schon mal selbst geflogen ich weis wie einfach das ist, nur das man damit sinnvoll einen Einsatz unterstützen kann ist meine Frage.

  8. Feuerwehr Beierfeld // 17. April 2013 um 21:49 // Antworten

    Vielen Dank für die anregenden Gespräche. Viele Dinge wurden ja hier schon angesprochen. Wir haben lange nach einen passenden Partner für die Drohne gesucht. Hersteller findet man nicht mal so um die Ecke. Wir wollten kein Spielzeug oder Eigenbau, weil ein solches Konzept wohl sehr schnell scheitert. Es gibt auch unzählige Fahrzeugaufbauer, aber man entscheidet sich ja auch für die speziellen Feuerwehrausrüster. Für uns ist das ein spannendes Thema, mit Widerständen, Problemen und ganz viel positiven Zuspruch. Wir sind am Anfang von einem langen Weg und haben jetzt alle Aufstiegsgenehmigungen. Jetzt gilt es mehr Mitglieder zu schulen und die Flugberechtigung zu geben. Die Übertragung der Bilder bzw. Videoübertragung erfolgt auf ein Monitor in der Größe von einem I-Pad oder auf einen PC im ELW. Einsatzkonzept oder Rückfragen gern über unsere WEB Seite oder per Mail. Gut Wehr!

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