Dürre in der Löschwasserversorgung

In der Gemeinde Gädheim (Bayern) funktionieren etliche Hydranten nicht. Die Gemeinde kennt das Problem schon seit Jahren und verspricht Besserung.

Für die Brandbekämpfung ist eine sichere und ausreichende Löschwasserversorgung unverzichtbar, ansonsten hat die Feuerwehr ein großes Problem. Die Feuerwehrführung in Gädheim befürchtet, dass dies jedoch in der Gemeinde eintreten könnte. Nach Angaben der Feuerwehr sind mindestens zehn Hydranten defekt. Besonders kritisch sei die Lage im nordwestlichen Ortsrand. In der Dorfstraße und in der Forster Straße funktionieren nur zwei von sechs Hydranten. Drei große landwirtschaftliche Betriebe, eine Biogasanlage und eine Schreinerei – alles brandgefährdete Objekte – liegen in diesem Bereich.  Am 03. Oktober 2011 kam es zu einem Großbrand auf einem der Bauernhöfe. Damals trat das besagte Problem auf: Zwei Hydranten am Brandobjekt fielen aus. Die Feuerwehr musste drei Kilometer Schlauchleitungen verlegen, um vom Main genug Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen.

Die Defekte an  den Hydranten sind zum einen die verkeilten Schachtdeckel, die sich nicht öffnen lassen und zum anderen sind die Anschlüsse verformt. Grund dafür ist ein Hang im Gädheimer Siedlungsgebiet, der die Hydrantenleitungen hangabwärts drücke und sie somit verforme. Die Gemeinde wurde schon vor dem Großbrand auf die defekten Hydranten hingewiesen, doch es wurde keine Rücksprache mit der Feuerwehr gehalten. Der Bürgermeister kennt die Vorwürfe, warnt jedoch davor die Sache „hochzuspielen“. Er versprach sich der Sache anzunehmen und eine funktionierende Löschwasserversorgung zu garantieren. Unabhängig davon werde sich die Situation in der Forster Straße entspannen, wenn im Zuge des Wiederaufbaus des Bauernhofs eine Löschwasserzisterne errichtet würde. Eine Nachfrage bei den Besitzern ergibt jedoch, dass eine Zisterne nicht vorgeschrieben und auch nicht geplant sei, wenn die Gemeinde ein funktionierendes Hydrantennetz unterhalte.

Der Kommandant nennt noch einen weiteren Bereich, in dem er die Löschwasserversorgung gefährdet sieht. Zwei Anwesen grenzen an einen Bahndamm. Hinter dem Bahndamm ist ausreichend Löschwasser vorhanden, dort befinden sich ein See sowie der Main. Derzeit ist ein kleiner Durchlass im Bahndamm, durch den Schläuche gelegt werden können. Die Bahn prüfe jedoch, ob dieser Durchgang verfüllt werden kann. Die Feuerwehr erhofft sich Unterstützung durch die Gemeinde um dieses Vorhaben zu verhindern. Auch die Bahn kenne das Problem mit der Löschwasserversorgung und teilte mit, dass die Verfüllung noch nicht entschieden sei und andere Möglichkeiten geprüft würden.

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Quelle: Mainpost

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