Durchzündungen und starke Wärmeentwicklung erschweren Löscharbeiten in Essen

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Am gestrigen Nachmittag ist die Feuerwehr Essen (Nordrhein-Westfalen) um 15:45 Uhr zu einem Feuer in einer Gaststätte in Essen-Schonnebeck alarmiert worden.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte war rasch klar, dass es sich um ein leer stehendes Gebäude handelt, aus dessen Fenstern im ersten Obergeschoss Flammenschein sichtbar war.

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Die ersten Trupps konnten zur Brandbekämpfung im Innenangriff in das Gebäude eindringen, mussten allerdings nach kurzer Zeit wegen intensiver Wärmeentwicklung und Einsturzgefahr den Rückzug antreten. Hierbei verfärbten sich die Helme der Trupps auch massiv schwarz.

Das Feuer entwickelte sich an der rechten Ecke des Gebäudes in die hölzerne Dachkonstruktion und zog nach links. Dabei kam es immer wieder zu Durchzündungen der Dachhaut mit intensiver Rauchentwicklung.

Brandbekämpfung dauert 20 Stunden

Etwa 20 Stunden hat es gedauert, bis die abschließende Meldung „Feuer aus“ ins Protokoll getippt werden konnte. In dieser Zeit waren zur heißen Phase bis zu 70 Einsatzkräfte aktiv, in den Nachtstunden konnte ein Teil abgezogen werden.

Berufs- und Freiwillige Feuerwehr, in der Dunkelheit unterstützt durch die Beleuchtungsgruppe des Technischen Hilfswerks, waren am Einsatz beteiligt. Das Gebäude, welches um das Jahr 1900 errichtet wurde, ist massiv beschädigt, es besteht akute Einsturzgefahr. Deshalb war es den Einsatzkräften auch nicht möglich, den am Nachmittag begonnenen Löschangriff von Innen fortzusetzen.

Aufgrund der Hitze nur Außenangriff möglich

Auch die Hitze machte den Männern arg zu schaffen und zwang sie letztlich zum Rückzug. So blieb lediglich die Möglichkeit, über Drehleitern Wasserwerfer einzusetzen und das Feuer so einzudämmen. Trotzdem wurden die gesamte Dachkonstruktion des Hauptgebäudes und ein großer Anbau (als Jugendstilsaal bekannt), zerstört.

Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens und die Brandursache sind noch nicht klar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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