WHO bewertet Dieselemissionen offiziell als krebserregend

Es war schon einige Jahre bekannt, dass Dieselabgase krebserregend sein können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dies nun offiziell bestätigt. 

In der Septemberausgabe des FUK-Dialogs geben die Feuerwehr-Unfallkassen unter anderem Informationen zur möglichen Gesundheitsbelastung durch Dieselemissionen. Diese waren bis vor kurzem als Karzinogen der „Gruppe 2B“ eingestuft. Somit wurden Dieselabgase als mögliches Karzinogen eingestuft. Hierunter versteht man einen Stoff, der im Verdacht steht, Krebs auszulösen. Nach neuen Ansichten des Krebsforschungszentrums IARC in Lyon wurden sie nun auf „Gruppe 1“ heraufgestuft. Somit wurden die Abgase von Dieselmotoren offiziell als krebserregend eingestuft. Es sei hinlänglich bewiesen, dass Lungenkrebs durch die Emissionen ausgelöst werden kann. 

Einsatzkräfte sind Dieselabgasen vermehrt ausgesetzt: Zum Beispiel in der Fahrzeughalle, bei Einsätzen mit laufendem Motor oder beim Betrieb von Dieselgeneratoren. Da somit eine „erhöhte Exposition“ besteht muss in diesen Arbeitsbereichen Besonderes beachtet werden. Bei allen Tätigkeiten ist die „Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen“ zu beachten. In Feuerwehrgerätehäusern sind beispielsweise das Kennzeichnen von Abstellbereichen oder das Verwenden von Absaugvorrichtungen als Schutzmaßnahme einzusetzen.

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Quelle: Feuerwehr-Unfallkassen

Bilder: Bastian Haaf

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