Dachstuhlbrand in München schwierig zu erreichen

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Kurz nach Mitternacht musste die Feuerwehr München (Bayern) zu einem Dachstuhlbrand in die Wilhelmstraße ausrücken. Dort brannte das Dach auf ca. 25 Meter länge.

Mehrere Anrufer meldeten Flammen auf dem Dach des dreistöckigen Wohnhauses. Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte das Dach im Traufenbereich auf der Gebäuderückseite. Das Feuer breitete sich schnell unter der Blechbedachung auf die gesamte Dachlänge von 25 Meter aus.

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Zur Brandbekämpfung wurden zwei C-Rohre im Innenangriff eingesetzt. Parallel dazu ein weiteres C-Rohr von außen über das Nachbarhaus sowie ein C-Rohr über die Drehleiter.

Höhenretter bei Brandbekämpfung im Einsatz

Um an den brennenden Dachstuhl und die darüber liegende Verschalung zu gelangen, musste in dem gerade fertig renovierten Wohnhaus die komplette Verkleidung und Dämmung entfernt werden. Von außen wurde durch die Höhenretter das Blechdach gewaltsam geöffnet und entfernt. Immer wieder fachte der Wind Glutnester an und ließ die Flammen wieder auflodern.

Des Weiteren gestalteten sich die Löschmaßnahmen durch die aufgeschütteten Schneemaßen und fehlende Anleitermöglichkeit im direkten Brandbereich als sehr schwierig. Erstmalig wurde eine im Probebetrieb befindliche Drehleiter mit Gelenk zum Einsatz gebracht. Diese wurde explizit nachgefordert, da es somit möglich war über den Dachfirst hinweg auf die Dachrückseite zu gelangen.

In dem gerade komplett renovierten Wohnhaus war das Dachgeschoss sowie das dritte Obergeschoss noch nicht bewohnt. Die Bewohner der unteren Stockwerke waren zum größten Teil nicht Zuhause. Im Großraumrettungswagen wurden während der langwierigen Löschmaßnahmen acht Personen betreut.

100 Einsatzkräfte und über 50 Pressluftatmer notwendig

Die Löschmaßen und Nachlöscharbeiten dauern noch bis in den frühen Vormittag an. Bei diesem Großbrand waren ca. 100 Einsatzkräfte im Einsatz. Es wurden während der Arbeiten weit über 50 Pressluftatmer verbraucht.

Der Sachschaden wird auf mindestens 200.000€ geschätzt.Die Brandfahndung hat die Ursachenermittlung aufgenommen. Die Gebäudestatik wurde durch einen Statiker der LBK beurteilt.

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