Brandstiftung in Tapetenfabrik sorgt für Millionenschaden

Zwischen 15 und 20 Millionen Euro beträgt der Schaden nach dem Brand in einer Tapetenfabrik in Kirchhain (Hessen). Ein vermutlich psychisch erkrankter 21-jähriger ist für den Brand verantwortlich. Mehr als 250 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Brand TapetenfabrikAm Sonntagvormittag wurde Großalarm für die Feuerwehren aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ausgelöst. Dichter Qualm stand über dem Gelände und Flammen schlugen aus der Fabrik. Im Keller der Maschinenhalle wurden durch den Brandstifter mehrere Brände gelegt heißt es auf der Seite von HitRadio FFH. In der Halle stehen Maschinen im Millionenwert.

Durch den Brand wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen und ein Statiker hat eine akute Einsturzgefahr festgestellt, weshalb die Einsatzkräfte das Gebäude nicht betreten durften und einen Sicherheitsabstand von 5m um das Gebäude einhalten mussten. Mit Wasserwerfern wurde versucht aus großer Distanz den Brand zu löschen. Um 17:00 Uhr, knapp sechs Stunden nach Brandausbruch, konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten und musste zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der ungünstigen Windrichtung mussten mehrere Einfamilienhäuser evakuiert werden. Messungen ergaben, dass hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid und Salzsäure in der Rauchwolke waren und deshalb 11 Personen aus anliegenden Häusern evakuiert wurden. Insgesamt befanden sich 16 Personen in der Betreuung vom Rettungsdienst.

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Auf den Brandstifter sind die Ermittler der Polizei gekommen, nachdem der junge Mann in einem EDEKA-Markt eingebrochen war und dort von einem Marktleiter festgehalten wurde. Zum Marktleiter sagte er dann, dass er den Brand gelegt habe. Die Staatsanwaltschaft Marburg gehe momentan von einer psychischen Erkrankung des Mannes aus. Ein Haftrichter ordnete die Unterbringung in einem Krankenhaus an.

Christian Colista von fotospezialist.eu hat uns freundlicherweise seine Bilder zur Verfügung gestellt.

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