Brandmeldeanlage löst aus, aber Gefahrguteinsatz statt Feuer

Ein Arbeitsunfall, bei dem am 19.09. eine verwechselte Flüssigkeit beim Nachfüllen eines Schmiermittels in eine Maschine eine chemische Reaktion auslöste, verlief glimpflich. Lediglich ein Arbeiter der Firma in der Matthäus-Merian-Straße in Lohfelden (Hessen) musste wegen einer Hautreizung ärztlich behandelt werden.

Gefahrguteinsatz Feuerwehr CSADer mutmaßliche Verursacher des Arbeitsunfalls, ein 46 Jahre alter Mitarbeiter, blieb unverletzt. Genauso wie rund 20 Personen, die zum Zeitpunkt des Unfalls in der Firmenhalle mit Arbeiten beschäftigt waren. Sie wurden von Mitarbeitern des Rettungsdienstes und einem Notarzt betreut und untersucht, mussten aber lediglich Verhaltenshinweise bekommen, falls nachträglich gesundheitliche Beeinträchtigungen beobachtet oder festgestellt werden. Sie hatten angegeben, zunächst eine leichte Reizung der Atemwege verspürt zu haben, bedurften aber dann keiner weiteren Behandlung.

Nach ersten Ermittlungen der vor Ort eingesetzten Polizeibeamten des Reviers Kassel-Ost wollte der 46 Jahre alte Mitarbeiten um kurz vor 6 Uhr am Freitagmorgen an einer Arbeitsmaschine mit einem Trichter ein Schmiermittel nachfüllen. Dabei unterlief ihm eine Verwechselung und er erwischte offenbar im Gefahrgutschrank einen falschen Behälter, der zwar ähnlich ausgesehen habe, aber eindeutig beschriftet gewesen sein soll. Beim Einfüllen gab es sofort eine chemische Reaktion und Flüssigkeit trat unter Rauchentwicklung aus. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Das Amt für Arbeitsschutz beim RP Kassel wurde eingeschaltet.

Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet, löste die automatische Brandmeldeanlage aus. Daraufhin rückte die Freiwillige Feuerwehr Lohfelden mit sechs Fahrzeugen an die Einsatzstelle aus.

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