Brand in Elektroverteilung breitet sich massiv im Gebäude aus

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In einem Mehrfamilienhaus in der Bad Friedrichshaller Binnetstraße (Baden-Württemberg) brannte letzten Donnerstag im Erdgeschoss ein Elektroverteilerkasten.

Ein Bewohner welcher das Haus verlassen wollte, bemerkte den Brandgeruch und entdeckte schließlich den Brand im Verteilerkasten. Über den Notruf 112 verständigte er die Integrierte Leitstelle Heilbronn welche die Feuerwehr Bad Friedrichshall mit dem Stichwort „Zimmerbrand“ alarmierte. Auch die im kompletten Haus ordnungsgemäß installierten Rauchmelder lösten nacheinander aus und warnten die restlichen Hausbewohner. 17 Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen, eine Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasinhalation durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

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Rauch dringt aus allen Geschossen

Mit 2 CO² Feuerlöschern führten die Atemschutztrupps eine Brandbekämpfung durch. Im weiteren Einsatzverlauf waren 3 C-Rohre, 1 B-Rohr, sowie ein Wenderohr über die Drehleiter im Einsatz. Durch einen zirka 50 x 50 cm großen Installationsschacht welcher vom Verteilerkasten aus durch das gesamte Gebäude führte, kam es zu einer massiven Brand- und Rauchausbreitung im gesamten Gebäude. Bereits in den ersten Minuten nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte drang bereits Brandrauch aus mehreren Fenstern aller Geschosse sowie dem Dachstock.

Diese Lage führte zu einer umfangreichen Nachalarmierung. Der Einsatzleiter erhöhte das Stichwort auf „Gebäudebrand“ und ließ die Abteilungen Duttenberg und Untergriesheim sowie die Feuerwehr Oedheim mit Atemschutzgeräteträger nachalarmieren.

Zwischendecken und Versorgungsschacht muss geöffnet werden

Mehrere Zwischendecken mussten geöffnet und mit der Wärmebildkamera kontrolliert und abgelöscht werden. Die Gipskartonverkleidung des Versorgungsschachtes wurde komplett entfernt. Durch den Energieversorger wurde das Gebäude stromlos geschalten und die Gasversorgung abgestellt. Im Technikraum, welcher durch den Brand stark betroffen war, mussten zwei Tragbalken einer Zwischendecke mit Rüstmaterial abgestützt werden.

Insgesamt kamen 12 Trupps unter Pressluftatmer zum Einsatz. Vom nahegelegenen Kocher, wurde durch den Bad Friedrichshaller Schlauchwagen eine Wasserversorgung zur Einsatzstelle aufgebaut. Das Gebäude bleibt bis auf weiteres unbewohnbar. Alle Bewohner sind bei Nachbarn und Freunden vorübergehend unter gekommen.

Quelle: Feuerwehr Bad Friedrichshall

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