Brand eines Anbaus breitet sich auf Gaststätte aus

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Am Donnerstag 29.01.2015 kam es gegen 12:40 Uhr zu einem Brand in einer Gaststätte in Dorfhaus (Bayern).

Ein vorbeifahrender Fahrer eines Müllwagens entdeckte offenes Feuer auf der Rückseite des Gebäudes und verständigte einen Anwohner der sich gerade in seinem Hof befand. Dieser betätigte sofort den nahegelegenen Handauslöser der Sirene und alarmierte so die örtlich zuständige Feuerwehr Dorfhaus.

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Fast zeitgleich ging bei der ILS Bamberg ein Notruf ein, worauf diese mit dem Stichwort „Brennt Heizung“ einen B3 auslöste. Gemäß Einsatzmittelkette für Dorfhaus wurden dadurch die Feuerwehrkräfte aus Dorfhaus, Weißenohe, Sollenberg und Igensdorf alarmiert.

Durch den bereits an der Einsatzstelle eingetroffenen Kreisbrandmeister Ludwig Baumann wurde sofort wegen der starker Rauchentwicklung und Übergreifen der Flammen auf das Wohnhausdach die Feuerwehr Gräfenberg mit Stichwort „Atemschutz“ und „DLK 23/12“ nachalarmiert.

Ersteintreffende Kräfte müssen sich zur Rauchgrenze zurückziehen

Die eingesetzten Kräfte fanden zu diesem Zeitpunkt folgende Lage vor: Die Ersteinsatzkräfte der FF Dorfhaus und FF Weißenohe hatten das offene Feuer am Anbau bekämpft, jedoch hatte sich der Brand von dem betroffenen Teil des Gebäudes aus bereits mit hoher Geschwindigkeit in die Dachverschalung des Wohnhauses gefressen.

Zu diesem Zeitpunkt war kein offenes Feuer erkennbar und die Rauchentwicklung nahm stark zu. Die Kräfte des Ersteinsatzes befanden sich jetzt in einer Position die nicht mehr ohne Pressluftatmer gehalten werden konnte. Die Kräfte zogen sich daraufhin an dieser Stelle bis zur Rauchgrenze zurück.

Die Bewohner des Hauses hatten aus eigener Kraft das Gebäude verlassen und wurden im nahestehenden Feuerwehrgerätehaus der FF Dorfhaus betreut. Um 13:12 Uhr wurde daraufhin eine Nachalarmierung mit dem Stichwort „Atemschutz wird benötigt“ durch die ILS Bamberg ausgelöst und die Feuerwehren Egloffstein und Hiltpoltstein in Marsch gesetzt.

Einsatzstelle wird in zwei Einsatzabschnitte gegliedert

Gegen 13:15 Uhr übernahm der zuständige 1. Kdt. der Feuerwehr Dorfhaus KBM Thomas Windisch die Einsatzleitung. In Absprache mit den beiden anwesenden Kreisbrandmeistern Langenhan und Baumann wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet.

Abschnitt 1 verstärkte die Anstrengungen mittels Atemschutzgeräteträger und Innenangriff zur Rückseite bzw. in das Dachgeschoss des Gebäudes vorzudringen. Durch Befragung der Bewohner war es schließlich möglich einen Zugang bis ins Dachgeschoß zu finden. Abschnitt 2 nahm an der Rückseite des Gebäudes einen Außenangriff vor bzw. versuchte ins Innere des Anbaues vorzudringen.

Unterstützt wurden diese Maßnahmen durch die interkommunale DLK der FF Gräfenberg, welche sich für ein etwaiges durchbrennen bzw. öffnen des Daches in Position brachte und das Wenderohr vorbereitete.

Dachstuhl brennt durch

Die sehr starke Rauchentwicklung und Hitze führte kurz darauf tatsächlich zu einem durchbrennen des Dachstuhls. Dieser Situation konnte jedoch durch die Kräfte der bereitstehenden Drehleiter sofort bekämpft und abgelöscht werden.

Den Abschnitten 1 und 2 gelang es dann die Flammen zu bekämpfen und bis in den Anbau bzw. ins Dachgeschoß vorzudringen. Gegen 14:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und die ersten Kräfte konnten aus dem Einsatz herausgelöst werden.  Gegen 17:00 Uhr waren alle Kräfte auf dem Rückweg und die Feuerwehr Dorfhaus übernahm die Einsatzstellensicherung und Brandwache.

Auf Grund der Schadenshöhe übernahm die Kriminalpolizei Bamberg die Ermittlungen.

Quelle: KFV Forchheim

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